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2016: Sanierung des Salettl im Karl-Bauer-Park und Neubau einer Quartiersunterkunft für das Gartenamt

Salettl

Lange Jahre war es dem Verfall anheimgegeben, das barocke „Salettl“ im Karl-Bauer-Park. Als zweistöckiges Gartenhaus, Mitte des 18. Jahrhunderts errichtet, diente es zunächst den Stiftsdamen des Damenstifts Obermünster und später auch den illustren Gästen des Geheimen Rats Alexander von Westerholt als Rückzugsort während der Sommerfrische.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts – damals war das Areal samt Gartenhaus bereits in den Besitz der Stadt übergegangen – wurden Überlegungen angestellt, Infektionskranke aus der Stadt  auszulagern und im Gartenhaus unterzubringen. Dies trug dem barocken Gartenhaus schließlich den Namen „Pesthäusl“ ein. Doch dieser Plan fand nie Verwirklichung. Stattdessen diente das  Salettl noch einige Jahrzehnte als Gärtnerdomizil bevor es immer mehr verfiel und mehrfach Ziel von Vandalismus und blinder Zerstörungswut wurde.

Bürgerschaftlichem Engagement und den Bemühungen von Gartenamt, Hochbauamt und Denkmalpflege ist es zu verdanken, dass das Salettl mittlerweile aufwändig saniert wurde und heute wieder im alten Glanz erstanden ist. Bereits 2010 erhielt es ein neues Dach, 2012 beschloss der Stadtrat, das Gartenhaus zu sanieren. Heute befindet sich im Erdgeschoss des Gebäudes der  Aufenthaltsraum der städtischen Gärtner, im Obergeschoss wurden die noch vorhandenen Wandmalereien gesichert. Nach abgeschlossener Sanierung steht es für kleinere kulturelle Veranstaltungen, wie Lesungen, Vorträge oder musikalische Darbietungen, im Stadtteil zur Verfügung. Über 600 000 Euro wurden in die aufwändige Restaurierung investiert. 

Quartiersunterkunft

Die Sitzbänke im Karl-Bauer-Park und vor dem Salettl bieten v. a. in den Morgenstunden erholsame und sonnige Ruheplätze. Wer sich hier niederlässt, dessen Blick fällt unweigerlich auf die anstelle des alten verfallenen Schweinestalls neu errichtete Remise des Gartenamts mit ihrem begrünten Dach. Dort sind die Gerätschaften verstaut, die die Gärtnergruppe benötigt, um die Parks und Grünflächen im Stadtteil instand zu halten. Und dort befinden sich auch die Umkleiden und Duschen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die aus Gründen des Denkmalschutzes nicht im Salettl untergebracht werden konnten.

Gebäudedaten

Bruttogrundfläche:             Salettl 109 m2 | Quartiersunterkunft (Remise) 170 m²      

Bruttorauminhalt:               Salattl 590 m3 | Quartiersunterkunft (Remise) 737 m³      

Gesamtkosten:                     1,4 Mio €

Bauzeit:                                 August 2015 - September 2016

Fördergeber:  

          • Bayerische Landesstiftung 
          • Deutsche Stiftung Denkmalschutz
          • Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege
          • Bezirk Oberpfalz  

Planung

Architekt Andreas Schubert, Regensburg