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Jakob Friedl

Porträt Jakob Friedl - StadtratJakob Friedl, Ribisl © WaltherLeKon

Jakob Friedl wurde 1979 in Regensburg geboren und studierte nach dem Fachabitur in der Ausbildungsrichtung Sozialwesen, dem Zivildienst beim Blindeninstitut und dem Besuch der Berufsfachschule für Holzbildhauerei in Oberammergau an der Akademie für Bildende Künste in Nürnberg Kunst, zuletzt als Meisterschüler von Prof. Marko Lehanka.

Die Akademie schloss er nach einem Aufbaustudium mit dem Schwerpunkt „Kunst und öffentlicher Raum“ mit Diplom über das „Europabrunnendeckel-Projekt / die Bespielung einer der Kunst dienlichen Architektur“ ab.

Von 2002 bis 2005 schrieb Jakob Friedl für die Straßenzeitung Donaustrudl. Bereits seit 2004 arbeitet er als politischer Künstler und Aktivist mit unterschiedlichsten Mitteln an selbstgewählten, öffentlichen und meist kunstfernen Orten, z.B. Skulpturen schnitzend im Bahnhofspark, sich radrüttelzeichnend über die Steinerne Brücke genauso oft hin- und herbewegend wie die Busse an einem Tag, eineinhalb Jahre unter dem Europabrunnendeckel mit Sprachaufzeichnungen arbeitend, projektierend vor Asylbewerberheimen, performend bei den Gassenfesten, eineinhalb Jahre die Art BuZZ`l im privatisierten Zentrum von Burgweinting schaukelnd, eine 20m lange Skatebahn mit Modelleisenbahnkulisse betreibend, Junibaum aufstellend, ein RKK durch Mimikri mitverhindernd, Malplakate mit dem Rad ausfahrend. Die Stadt ist Jakob Friedls Leinwand, auf der er seit langem Kunst, Kultur und Stadt-Politik verschränkt. 

Jakob Friedl engagiert sich Vollzeit unentgeltlich und ehrenamtlich kulturell und sozial im Kasernenviertel. Seit Anfang 2022 entwickelt er mit dem im Jahr 2009 gegründeten Fvfu-uüiUF.e.V.-Kulturverein unter prekären Bedingungen auf Stadtbaugrund den Nachbarschafts- & Projektraum "KfE*Kaufladen für Erwachsene im Vorgartenamt" in der Guerickestraße. Hier wird erprobt, wie soziale, kulturelle und ökologische Stadtentwicklungsziele im Entwicklungsgebiet Sozialer Zusammenhalt ehrenamtlich und nachhaltig auf den Boden gebracht werden können. Im Ostpark plant er mit dem Parkhaus e.V. eine Kulturbaustelle um im Feld zwischen Sozialarbeit, Kultur und Architektur die soziale und kulturelle Parkversorgung zu organisieren. Infos hierzu unter: https://parkversorgung.de/

Das 2019 eröffnete selbstverwaltete Ribisl-Haus im Minoritenweg 23 bietet auf zwei Etagen Freiraum für Kunstproduktion, Kultur, Begegnung, Aktivismus und Politik.

Einen Überblick über vergangene Kunst-Projekte findet sich auf den Webseiten: http://europabrunnendeckel.de/ & http://jakob-friedl.de/

Im Jahr 2019 hat Jakob Friedl mit seiner Wählervereinigung Ribisl-Partie e.V. und dem Ziel „Ribisl-Hecken um alle Ecken“ den partizipativen Malkampf konzipiert und so einen Sitz im Stadtrat errungen. Mit einem weiteren Malkampf hat er es auch 2026 wieder in den Stadtrat geschafft. Er sitzt dieses mal stimmberechtigt im Ausschuss für Planung und Verkehr, im Grundstücksausschuss, im Umweltausschuss, im Ausschuss für Soziales und Stiftungsangelegenheiten und im Sportausschuss. Jakob Friedl bereitet sich allerdings auf die Sitzungen aller Ausschüsse vor, an denen er als Beobachter teilnimmt. Als Einzelstadtrat besetzt er weiterhin keine lukrativen Aufsichtsratsposten und wird nicht zu gut vergüteten Preisgerichten berufen, bekommt keine erhöhte (bzw. verdoppelte)  Aufwandsentschädigung, macht keine Dienstausfallentschädigungen für die Sitzungszeiten geltend, bekommt kein Geld für Fraktionssitzungen und ist damit der Stadtrat mit dem geringsten Einkommen. Seine Selbstständigkeit als Künstler hat er für sein Stadtratsmandat und die Kulturprojekte Kasernenviertel aufgegeben. 

Jakob Friedl begreift sein ehrenamtliches Mandat als Vollzeitberufung. Er nimmt an unzähligen städtischen, kulturellen und sozialen Veranstaltungen immer sehr gerne teil, am liebsten mitarbeitend wie etwa bei den Sozialen Initiativen. Dabei verzichtet er bewusst darauf sich zum Beispiel mit "Selfies" als Politiker zu präsentieren.

Seine  großen Leidenschaften sind ortsspezifische und partizipative Kunstprojekte und Stadt-Politik. Falls neben der Beschäftigung mit Politik, Kunst und Stadtforschung noch Zeit bleibt, beschäftigt sich der leidenschaftliche Radfahrer (ohne Führerschein) gartelnd, musizierend und plantschend. Jakob Friedl ist ledig, hat keine leiblichen Kinder, jedoch vier  Neffen, eine Nichte und eine liebe Freundin.

Die Ribisl-Partie e.V.

  • versteht sich als soziales und politisches Kunstprojekt mit maximaler Selbstbeteiligungsmöglichkeit für Menschen, die sich für Freiräume und selbstbestimmte Kunst und Kultur in Regensburg engagieren wollen.
  • steht für dezentrale Stadtentwicklung durch Bürgerengagement, Stadtteilkultur und eine offene Gesellschaft ohne Belanglosigkeit, Frust und Rassismus.
  • findet den öffentlichen Raum an vielen Stellen und aus vielen Richtungen betrachtet interessant und von den Bewohner*innen Regensburgs gestaltbar.
  • wünscht sich für die Stadtgesellschaft mehr Möglichkeiten um soziales und künstlerisches Engagement an selbstgewählten Orten und in selbstgefundenen Zusammenhängen zu verstetigen.
  • will Räume für Engagement und Begegnung quer durch alle Bevölkerungsschichten etablieren und damit das Zusammenleben Aller bereichern.
  • setzt sich für Erhalt, Nutzung und Weiterentwicklung  von bestehenden identitätsstifteden Gebäuden in den Stadtteilen ein.
  • arbeitet im Stadtrat möglichst parteiübergreifend und unterstützt alle sozialen und ökologischen Initiativen der anderen Stadträte oder Fraktionen.

Informationen zur Stadtratsarbeit der Ribisl-Partie e.V.: https://ribisl.org/

Jakob Friedl
Email: Z3JvLmxzaWJpciRib2thag==
Tel: 0176 97 87 97 27
Stadtberatung, offenes Gemeinschaftsatelier und Nachbarschaftswerkstatt auf zwei Etagen im Ribisl-Haus
Minoritenweg 23
93047 Regensburg