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2016: Neubau Feuerwehrgerätehaus Keilberg

Ausgangssituation

Über Jahre hinweg war der Löschzug Keilberg in einem veralteten Gerätehaus und einem 1982 errichteten Anbau untergebracht. Beide Gebäude entsprachen jedoch nicht mehr den aktuellen Anforderungen und waren deutlich zu klein. Wegen fehlender Sanitär- und Umkleideflächen sowie Aufstell- und Übungsflächen war eine zeitgemäße Unterbringung nicht mehr gegeben. Nach intensiven Gesprächen mit Nachbarn und dem Bauordnungsamt hat die Stadt Regensburg im September 2014 schließlich beschlossen, das Feuerwehrgerätehaus neu zu errichten.

Die Planung umfasste neben einer Fahrzeughalle mit zwei Stellplätzen einen zusätzlichen Verwaltungsriegel mit ausreichend dimensionierten Flächen für Schulungszwecke, Umkleiden und Sanitärbereiche. Wegen fehlender Ausweichmöglichkeiten musste die  Planung so konzipiert werden, dass die Bestandsgebäude während der Bauphase durchgehend von der Feuerwehr genutzt werden konnten und die Einsatzfähigkeit damit erhalten blieb. Nach Fertigstellung des Neubaus und Umzug der Feuerwehr wurden die bestehenden Gebäude abgebrochen.

 

Entwurf

Die neue eingeschossige Fahrzeughalle wurde direkt an der Nord-West-Grenze des Feuerwehrgrundstücks errichtet. Eine Aufstellfläche mit ausreichend Abstand zur Keilberger Hauptstraße wurde dabei berücksichtigt. Die neue Halle bietet Platz für die beiden Einsatzfahrzeuge und entspricht den aktuell gültigen Vorschriften. Die verbleibende Fläche in der Halle wird für Lagerzwecke genutzt.

Das Verwaltungsgebäude wurde mit direkter Verbindung zur Fahrzeughalle an die Südwestseite angedockt. Im Erdgeschoss bietet es Platz für Umkleiden und Waschräume, getrennt für Damen und Herren, sowie einem der Halle zugeordneten Lager und einem von außen zugänglichen Müllraum. Im Kellergeschoss befinden sich der Technikraum, das Archiv und ein Lagerraum. Im Obergeschoss sind die Toiletten, das Büro sowie der Schulungsraum mit Teeküche untergebracht.

Konstruktion und Gestaltung

Der funktionale Neubau wurde in Stahlbetonbauweise errichtet und mit einem Wärmedämmverbundsystem aus Mineralwolle versehen. Einzig das Obergeschoss des Verwaltungsbaus erhielt eine vorgehängte hinterlüftete Fassadenverkleidung aus roten Faserzementplatten. Den oberen Abschluss bildet ein gedämmtes und bekiestes Flachdach. Außenfenster- und  Türelemente wurden in Metall ausgeführt. 

Haustechnik

Die Wärmeversorgung erfolgt über eine Gastherme. Beide Erdgeschossflächen werden mittels Fußbodenheizung beheizt, in den Räumen des Obergeschosses kommen Heizkörper zum Einsatz.  Die Belüftung erfolgt im Verwaltungstrakt  manuell über die Fenster sowie über mechanische Lüftung in ausgewählten Räumen. In der Fahrzeughalle wurde eine vollautomatische Abgasabsauganlage eingebaut.

Insgesamt werden die Anforderungen der EnEV 2014 mit der vorliegenden Gesamtplanung um 25% unterschritten.

Außenanlagen

Im Zuge des Neubaus wurden auch die Außenanlagen neu gestaltet, wobei zuerst die Bestandsgebäude abgebrochen werden mussten. Die Maßnahme beinhaltete vor allem die Erstellung von 15 PKW-Stellplätzen mit Betonstein in wasserabführender Bauweise, Aufstellflächen für zwei Feuerwehrfahrzeuge, schwerlastgeeignete Zufahrten und Zuwege aus Betonstein sowie den Bau von Stützmauern. 

Gebäudedaten

Bruttogrundfläche: 474 m²

Bruttorauminhalt: 1.914 m³

Gesamtkosten: 1,1 Mio € inkl. Abbruch und Außenanlagen

Bauzeit: 07/2015 – 09/2016

Planung

Architekturbüro Schretzenmayr, Regensburg