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Bestände, Ausstellungen und Veranstaltungen

"Ans Licht geholt" - Schätze des Stadtarchives

Neben der ältesten Urkunde des Stadtarchivs von 1299 waren auch ein originaler Brief Martin Luthers sowie frühneuzeitliches Porträtbuch der Regensburger Ratsherren zu sehen.

Rückblick: Verkauft - Vernichtet - Verstreut. Das Schicksal der Regensburger Archiv- und Bibliotheksbestände im 19. Jahrhundert

Die vom Stadtarchiv Regensburg und der Staatlichen Bibliothek Regensburg gemeinsam organisierte Ausstellung beleuchtete von Mai bis August 2018 ein nur wenig bekanntes Kapitel der Regensburger Stadtgeschichte.

Regensburg zählt heute aufgrund seiner bedeutenden Geschichte und des hervorragenden Baubestandes zu den Welterbestätten der Menschheit. Zwar ist in der Donaustadt der größte originale Baubestand einer mittelalterlichen Großstadt nördlich der Alpen erhalten geblieben, gleichzeitig ist es an vielen Stellen um die schriftliche Überlieferung jedoch weitaus weniger gut bestellt.

Zwar waren die Straßen nach dem Ende des Alten Reiches nicht mit Büchern „gepflastert“ wie oft kolportiert wird, dennoch kam es im Laufe des 19. Jahrhunderts mehrfach zu erheblichen Schriftgutverlusten, die den Blick in die Vergangenheit bis heute erschweren.

Der Begleitband zur Ausstellung ist bei den beiden Einrichtungen erhältlich.

Rückblick: Der Tag der Archive 2018 im Stadtarchiv

Zum ersten Mal nahmen Archive von Stadt und Landkreis Regensburg gemeinsam am alle zwei Jahre stattfindenden „Tag der Archive“ teil und präsentierten sich und ihre Bestände der Öffentlichkeit. Passend zum diesjährigen Europäischen Kulturerbejahr wurden unter dem Motto „Was soll bleiben? Die Vielfalt kultureller Überlieferung“ am ersten Märzwochenende (02.03. - 04.03.2018) neben Archivführungen auch Ausstellungen von Originaldokumenten für das interessierte Publikum angeboten.

Am Samstag, den 3. März öffnete auch das Stadtarchiv von 11 bis 16 Uhr seine Türen und lud alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einem exklusiven Einblick in das „Gedächtnis Regensburgs“ ein. Die Nachfrage war groß.

Jeweils im Zweistundentakt (11.00 / 13.00 / 15.00 Uhr) fand eine Archivführung statt, bei der unter anderem folgende Fragen beantwortet wurden: Was macht ein Archivar? Was findet man im Stadtarchiv – und was nicht? Wie recherchiert man richtig im Archiv? Wie erhält man wichtige Dokumente über eine lange Zeit?

Unter dem Titel „Ans Licht geholt – Schätze des Stadtarchivs“ konnten die Besucherinnen und Besucher im Rahmen einer kleinen Ausstellung außerdem einen Blick auf einige ausgewählte Archivalien werfen.

Rückblick: Ausstellung des Stadtarchives zum Tag des offenen Denkmals 2017

Als Rückblick auf die Ausstellung sehen Sie hier Plakate kurioser Veranstaltungen aus der "Theatersammlung Andreas Blank", Ausschnitte aus der sog. "Dimpfel-Chronik" des evangelischen Predigers Christian Gottlieb Dimpfel (1709-1781) und die Abbildungen einiger Meisterstücke aus einer "Brüllenmacherordnung" des Regensburger Brillenmacherhandwerks.

Theatersammlung Andreas Blank

Der Theaterfreund Andreas Blank sammelte über Jahrzehnte Material zur Regensburger Theatergeschichte.

1938 tauschte er seine umfangreiche Sammlung gegen zwei Orchestersitzplätze auf Lebenszeit für sich und seine Gattin ein. Die Sammlung dokumentiert die Regensburger Theatergeschichte v.a. des 19. und des frühen 20. Jhs.

Die beiden Plakate kündigen außergewöhnliche Veranstaltungen in Regensburg an, nämlich die leider undatierte

Vorstellung von Tschuggmalls Automaten und eine – wetterabhängige - Fahrt des Mechanikus Bittorff mit Ballon im Juli 1811.

Dimpfel-Chronik (I Ae 2, 1-5)

Der Prediger Christian Gottlieb Dimpfel verfasste ab 1740 mit der "Ratisbona nova antiqua" eine mehrbändige, teilweise umfangreich bebilderte, Chronik Regensburgs. Darin findet sich mit Text und mehreren Bildern auch die Ankunft Salzburger Religionsflüchtlinge (sog. "Exulanten") 1732 in Regensburg dokumentiert.

"Brüllenmacherordnung" (Politica II, 14)

Die Brillenmacherei erlebte in Regensburg nur eine kurze aber intensive Blütezeit. Die hier schon um 1600 gefertigten Brillen hoben sich qualitativ deutlich von den in anderen Städten gefertigten Sehhilfen ab. Das dokumentiert auch die vorliegende Brillenmacherordnung mit ihren hohen Anforderungen an die zu fertigenden insgesamt 10 Meisterstücke. Die Käufer waren wohl nicht bereit, die höheren Preise der Regensburger Produkte zu bezahlen, so dass das Regensburger Brillenmacherhandwerk schon bald zur Bedeutungslosigkeit verkam.