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Fahrradmodellprojekte werden umgesetzt

Die Umsetzung beginnt in der letzten Januarwoche

Die Stadt Regensburg beteiligt sich im Rahmen von Modellprojekten an Untersuchungen, wie Radverkehr sicherer und attraktiver werden kann. Die Domstadt nimmt in den Kategorien „Kennzeichnung von Radwegen ohne Benutzungspflicht“ und „Tempo 30 in Hauptverkehrsstraßen“ mit insgesamt drei Projekten teil. Die Umsetzung beginnt in der letzten Januarwoche.

Bei einer Maßnahme wird die Tempo-30-Zone auf die Alfons-Auer-Straße im Abschnitt zwischen Furtmayerstraße und Hermann-Geib-Straße ausgeweitet. „Viele Radler nutzen die Route von Burgweinting und aus dem Kasernenviertel in die Altstadt oder zum Hauptbahnhof“, erläutert Andreas Burr, Leiter des Stadtplanungsamts, die Gründe für dieses Modellprojekt. „Durch die Geschwindigkeiten der Kraftfahrzeuge fühlen sich die Radler jedoch oftmals bedrängt oder verunsichert. Mit der Anordnung von Tempo 30 gleichen sich die Geschwindigkeiten an, was das Überholen überflüssig macht.“

Bereits vor Jahren hat die Stadt die Radwegebenutzungspflicht unter anderem im Hochweg und in der Puricellistraße aufgehoben. Radler dürfen dort frei wählen, ob sie den Radweg nutzen oder auf der Fahrbahn radeln. „Vielen ist dieser Umstand nicht bekannt“, so Dr. Patrick Veit, Leiter des Amts für öffentliche Ordnung und Straßenverkehr. „Sowohl bei Radfahrern als auch bei Autofahrern führt dies leider immer wieder zu Irritationen bis hin zu Konflikten. Die harmloseste Reaktion: Hupen. Gelegentlich wurden aber auch auf der Fahrbahn fahrende Radler bedrängt oder geschnitten. Andererseits benutzen viele Radfahrer den Radweg, obwohl sie das gar nicht müssten – und finden sich manchmal in gefährlichen Situationen wieder, zum Beispiel an Einmündungen. Dies zu vermeiden ist das Ziel der Aufhebung der Radwegebenutzungspflicht.“ In Zusammenarbeit mit dem Nahmobilitätskoordinator der Stadt Regensburg, Thomas Großmüller, werden im Zuge des Modellprojekts nun in den beiden genannten Straßenabschnitten Hinweisschilder angebracht.

Im vergangenen Jahr wurde die Bestandssituation durch Erhebungen und Videoanalysen ausgewertet. Im Frühjahr 2020 wird die Situation erneut beobachtet. Die Ergebnisse aus den insgesamt 12 teilnehmenden bayerischen Kommunen werden anschließend zusammengetragen und ausgewertet. Ziel des Gesamtprojekts ist die Klärung, ob allgemeinverbindliche Empfehlungen formuliert werden können.

Initiiert werden diese Projekte von der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern (AGFK), in der Regensburg seit 2012 Mitglied ist. Finanziell unterstützt wird das Vorhaben vom Freistaat Bayern.