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Sea-Eye-Schiff mit geretteten Flüchtlingen findet keinen Hafen

Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer wiederholt ihr Angebot, Menschen in Regensburg aufzunehmen

Seit mehreren Tagen findet das Rettungsschiff des Regensburger Vereins „Sea-Eye“ mit insgesamt 17 geretteten Menschen vor Malta keinen Hafen, um anzulegen.

„Ich werde erneut mit dem Kanzleramt und dem Bundesinnenministerium Kontakt aufnehmen, um unser Angebot, weitere Flüchtlinge aufzunehmen, zu wiederholen. Wir können nicht tatenlos zusehen, wie Menschen ertrinken oder hilfesuchend auf dem Meer verbleiben – besonders bei dieser stürmischen Wetterlage“, betonte Bürgermeisterin Getrud Maltz-Schwarzfischer. „Am 2. Januar habe ich mit Sea-Eye-Gründer Michael Buschheuer, der mich eindringlich um Unterstützung gebeten hat, telefoniert. Es ist wirklich dramatisch, was er mir geschildert hat.“

Als Zeichen der Humanität und Solidarität hatte die Stadt Regensburg schon im letzten Jahr angeboten, in Not geratene Geflüchtete aufzunehmen – genauso wie andere Städte und Kommunen in Deutschland. Die Stadt setzt sich gerade auch wegen der in Regensburg beheimateten Rettungsorganisation Sea-Eye e.V. besonders dafür ein, die Seenotrettung im Mittelmeer aus humanitären Gründen zu ermöglichen.

„Solange Menschen auf der Flucht im Meer sterben, muss es intensive Anstrengungen geben, um die Geflüchteten gerecht in Europa zu verteilen und den Fluchtursachen zu begegnen. Ich möchte jetzt von den verantwortlichen Ministerien in Berlin wissen, wie sich ihre Bemühungen auf europäischer Ebene derzeit gestalten und wie sie mit den konkreten Angeboten weiterer 30 Städte in Deutschland umgehen wollen“, so Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer.