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Vaterschaft, Unterhalt, Beistandschaft und elterliche Sorge

Einer Mutter, die bei der Geburt ihres Kindes nicht verheiratet ist, steht zunächst gemäß §1626 a BGB das Sorgerecht für ihr Kind allein zu. Wenn sie jedoch wünscht, dass der Vater des Kindes ebenfalls am Sorgerecht beteiligt werden soll, so kann sie zusammen mit dem Vater erklären, dass sie das Sorgerecht gemeinsam ausüben wollen. Die Abgabe dieser Erklärung bedarf der Beurkundung und kann nach Terminvereinbarung kostenlos im Amt für Jugend und Familie, Richard-Wagner-Straße 17, 93055 Regensburg, Tel. (0941) 507-3511 und (0941) 507-3513, erfolgen. Die Änderung einer einmal abgegebenen Sorgeerklärung ist jedoch nur über einen Antrag auf Übertragung der alleinigen elterlichen Sorge beim Familiengericht möglich

Die nichtverheiratete Mutter kann vom Amt für Jugend und Familie, Tel. (0941) 507-3511 und (0941) 507-3513, als Nachweis ihres alleinigen elterlichen Sorgerechts eine Bestätigung über die Nichtabgabe einer gemeinsamen Sorgeerklärung erhalten (sog. Negativattest oder Alleinsorgemitteilung).

Bei verheirateten bzw. geschiedenen Eltern gilt grundsätzlich gemeinsames Sorgerecht. Alleiniges Sorgerecht kann erst auf Antrag gewährt werden. Auskunft hierzu unter:  Tel.: (0941) 507-2512

Falls Probleme bei der Geltendmachung von Unterhaltszahlungen für ein Kind bestehen (z. B. nach Scheidung oder Getrenntleben – auch Nichtverheirateter), steht das Amt für Jugend und Familie, Tel. (0941) 507-3510 und (0941) 507-3513 mit Rat und Hilfe gerne zur Verfügung. Es kann auf Antrag zum Unterhaltsbeistand bestellt werden. Der Beistand kann alle notwendigen Schritte zur Durchsetzung der Unterhaltsansprüche unternehmen. Die Beistandschaft kann auch von der Katholischen Jugendfürsorge, Orleanstraße 2, 93055 Regensburg, Tel. (0941) 79887-0, geführt werden. Die Beratung und Unterstützung umfasst auch Unterhaltsansprüche der nichtverheirateten Mutter bzw. des nichtverheirateten Vaters aus Anlass der Geburt.