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Kulturdatenbank

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Gänsepredigt-Brunnen




Gänsepredigt-Brunnen
Stadt Regensburg, Hana Bejlková

Lage

Innenstadt
Krauterermarkt 3
Bischofshof

Sparten

  • Brunnen

Jahr/Zeit der Entstehung

1980

Material

Bronze, Stein

Künstler

Josef Michael Neustifter

Werkporträt

Bereits für das 16. Jahrhundert ist ein Brunnen im Bischofshof überliefert. Heute steht im Innern des Hofes der 1980 aufgestellte Gänsepredigt-Brunnen, benannt nach der Thematik seiner Brunnenfigur. Der Bronzebrunnen en besteht aus dem vierseitigen Bronzebecken und dem zentralen Brunnenstock mit der Figurengruppe der Gänsepredigt. An den Außenwänden des Brunnentrogs sind vier Reliefs über die Geschichte des Bischofshofes angebracht: die Gründung der Brauerei von 1649, die Verleihung der Kurwürde an Maximilian von Bayern 1623, die Übergabe der freien Reichsstadt Regensburg an das Königreich Bayern 1810 und letztlich die Gründung des neuen Brauhauses in der Heitzerstraße im Jahr 1910. Die Darstellung auf dem Brunnenstock geht auf die Fabel von der Gänsepredigt zurück. Während ein Priester predigend vor Gänsen steht, öffnet sich der Mantel am Rücken und seine wahre Gestalt wird sichtbar – der Wolf, der eine Gans am Hals ergreift. Somit wird das Böse enthüllt.

Quelle

Paulus, Helmut-Eberhard: Regensburger Brunnen und Plätze. Regensburg 1998, S. 54f.; Bauer, Karl: Regensburg. Aus Kunst-, Kultur- und Sittengeschichte. Regensburg 1988, S. 71.