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Kulturdatenbank

Kultur von A bis Z in der Regensburger Kulturdatenbank.

Fürst Thurn und Taxis Zentralarchiv - Hofbibliothek - Museen

Kontakt

Herr Dr. Peter Styra
Emmeramsplatz 5
93047 Regensburg
Telefon: 0941/50 48-117
Fax: 0941/50 48 71 17
E-Mail: styra@thurnundtaxis.de



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  • Archive / Bibliotheken

  • Museen

Öffnungszeiten

Hofbibliothek: Montag–Freitag 8.00–13.00 Uhr

Museen: siehe unter www.thurnundtaxis.de

Aktuelles

Über uns

Das Fürstliche Zentralarchiv umfasst ca. 5.000 laufende Meter Archivalien aus dem 12. Jahrhundert bis heute. Das älteste Findbuch von 1689 verzeichnet ein Archiv der Familie und des Postwesens. Mit dem Erwerb von Grundbesitz und Herrschaften durch das Haus Thurn und Taxis in den Niederlanden, in Württemberg, Oberschwaben, Bayern, Südtirol, Böhmen, Polen und Kroatien kamen auch die Archive dieser Herrschaften sowie der jeweiligen fürstlichen Verwaltung dieser Domänen ins Zentralarchiv, das sich seit 1812 in Regensburg befindet. Gleiches gilt für die Archive der säkularisierten Reichsstifte Neresheim und Marchtal und das Damenstift Buchau. Das Postarchiv (ca. 11.000 Urkunden und Akten) der kaiserlichen Reichspost (1500 – 1806) gelangte nach dem endgültigen Ende der fürstlichen Posteinrichtungen 1867 nach Regensburg. Zudem sind die ca. 14.000 Personalakten ehemals fürstlicher Angestellter eine interessante Quelle.

Aus der Unterschiedlichkeit der Bestände des fürstlichen Zentralarchivs ergeben sich zahlreiche Forschungsgebiete für Historiker und Kunsthistoriker.

Inhaltlich eng verknüpft mit dem fürstlichen Archiv sind die Buchbestände der Hofbibliothek. Begründer der Hofbibliothek war Fürst Carl Anselm (1733-1805). Er ließ sie planmäßig ausbauen und machte sie 1783 der Öffentlichkeit zugänglich. Heute umfasst die Hofbibliothek etwa 216.000 bibliographische Einheiten, dazu ca. 9.000 Mikromaterialien,  1.300 Wiegendrucke, etwa 400 Handschriften, 2.900 Musikhandschriften und ca. 400 frühe Musikdrucke. Zu den Bestandsschwerpunkten zählen die Geschichte des Mittelalters und der Neuzeit, Kunst- und Kulturgeschichte, Musik, Bavarica, Ratisbonensia, Adelsliteratur sowie Post- und Verkehrsgeschichte. Interessante Sonderbestände sind die hippologische Literatur DES 16. bis 20. Jahrhunderts sowie die „Sammlung Häberlin“, eine Kollektion von ca. 1.900 Flugschriften aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Hinzu kommen die Graphische, die Philatelistische und die Numismatische Sammlung.

Die Residenz der Fürsten befindet sich seit 1812 in den Gebäuden der ehemaligen Benediktinerabtei St. Emmeram. Heute sind weite Teile der Schlossanlage als fürstliche Museen zugänglich.

Kreuzgang von St. Emmeram: Der romanisch-gotische Kreuzgang des ehemaligen Reichsstifts St. Emmeram zählt zu den eindrucksvollsten seiner Art in Deutschland. Die ältesten Bauteile stammen aus dem 11., die jüngsten aus dem 14. Jahrhundert. Mit dem romanischen Kapitelsaal, der prachtvollen Fenstergruppe im frühgotischen Nordflügel und dem herrlichen Benediktus-Portal aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erlebt der Besucher bis heute die feierliche Stille dieses einzigartigen Denkmals. In den Jahren 1835-1843 ließ Fürst Maximilian Karl durch seinen Baurat Carl Victor Keim im Kreuzgarten die Gruftkapelle erbauen. Sie gilt als das früheste und bedeutendste Fürstenmausoleum des deutschen Historismus. Bis heute werden hier die verstorbenen Mitglieder der fürstlichen Familie bestattet.

Fürstliches Schloss: Im Jahre 1812 erhielten die Fürsten von Thurn und Taxis als Teilentschädigung für den Verlust des Postmonopols im Königreich Bayern die Klostergebäude des säkularisierten Reichsstiftes St. Emmeram. Ab 1816 wurden sie zur Residenz umgebaut, wobei in großen Teilen die Rokoko-Ausstattung der vormaligen Familienresidenz in Frankfurt Verwendung fand. Der Architekt Max Schultze errichtete zwischen 1883 und 1888 für Fürst Albert I. den 150 Meter langen Südflügel des Schlosses im Stil des Neo-Rokoko als neuen Wohntrakt. Dem Besucher stehen Prunkräume im Süd- und Ostflügel offen: das Marmortreppenhaus, der Ballsaal, verschiedene Salons, das Thronzimmer, die Hauskapelle und der Wintergarten. Schloss St. Emmeram zählt zu den bedeutendsten Denkmälern des Historismus in Deutschland, vergleichbar mit den Bauten des bayerischen „Märchenkönigs“ Ludwigs II., allerdings mit dem Unterschied, dass St. Emmeram bis heute von der fürstlichen Familie bewohnt wird!

 Marstallmuseum: Der Marstall gehörte zu den wichtigsten Repräsentationsbereichen eines Schlosses. In den Jahren 1829-1832 errichtete der Baumeister Jean-Baptiste Métivier den Marstall des fürstlichen Schlosses. Er besteht aus den Stallflügeln für die Pferde und der 600 m2 großen Reithalle mit einer figürlichen Ausstattung des Bildhauers Ludwig von Schwanthaler. Das Marstallmuseum von europäischem Rang verfügt über eine umfangreiche Sammlung an Kutschen, Schlitten, Sänften und Tragsesseln des 18. und 19. Jahrhunderts. Galageschirr und Reitzubehör verdeutlichen zudem die aufwändige Pferdehaltung der Thurn und Taxis.

 Die fürstliche Schatzkammer: Im Nordflügel des klassizistischen ehemaligen Marstalls ist seit 1998 ein Zweigmuseum des Bayerischen Nationalmuseums untergebracht. Hier werden herausragende Kunstgegenstände aus den fürstlichen Sammlungen präsentiert, die 1993 von Freistaat Bayern übernommen wurden. Hochwertiges Mobiliar, feines Porzellan, wertvolle Tabatieren, exklusive Waffen und erlesene Gold- und Silberpretiosen aus den führenden Kunstwerkstätten Europas entführen den Besucher in die Welt und den Glanz einer der bedeutendsten Dynastien des europäischen Ho