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Jahresthema 2021 - "Nahsicht Architektur"

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Bayerischen Architektenkammer wurde „Architektur“ als Jahresthema für das Degginger ausgewählt. 

Gemeinsam mit der Regensburger Architekt*innenschaft, möchten wir Euch unterschiedliche Möglichkeiten und Darstellungsweisen rund um die vielfältige Kreativwirtschaftsbranche Architektur näherbringen und Euch zeigen, was Baukultur und Architektur leisten und bedeuten können. Außerdem möchten wir Synergien zu anderen kultur- und kreativwirtschaftlichen Branchen aufzeigen.

Nahsicht Architektur Schaufenster © Stefan Effenhauser

Passend zur aktuellen Situation, wird dieses Mal nicht der Veranstaltungsraum, sondern das Schaufenster der Wahlenstraße 17 zu einem öffentlich sichtbaren Ausstellungsraum umfunktioniert.

Ergänzend zu den wechselnden Ausstellungen, stellen wir Euch die Akteur*innen der jeweiligen Ausstellung über unsere Social-Media Kanäle vor. Es lohnt sich also, analog und digital immer wieder mal vorbeizuschauen.

Darüber hinaus sind im Rahmen unseres Jahresthemas auch immer wieder Online-Veranstaltungen geplant. Diese beginnen jeweils um 19 Uhr und sind über den Facebook und YouTube Kanal des Degginger zu sehen. Das Programm könnt Ihr auf unserer Webseite einsehen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.

Im Folgenden bekommt Ihr einen kleinen Überblick über die bisher realisierten Projekte:

Ausstellungszyklus Nr. 1 - "Architektur in Motion"

Im Februar startete der erste von insgesamt vier Ausstellungszyklen unter dem Motto „Architektur in Bewegung“. Von interessanten, künstlerischen Einblicken, bis hin zu Licht-Projektionen und Filmen war einiges dabei.

Die Ausstellungen des ersten Zyklus waren jeweils in zwei Teile gegliedert. Während die Bildschirm-Installation im großen Fenster über den gesamten Zeitraum bis April bestehen blieb, konntet Ihr im kleineren Fenster alle zwei Wochen etwas Neues entdecken. Über die Fernseher auf der linken Seite zeigten wir Euch passend zum jeweiligen Projekt Filme von unterschiedlichen Kreativschaffenden.

Spiegel-Skulptur Okagami
© Stefan Effenhauser

08.02. – 22.02. Okagami, Installation, kinetische Spiegel-Skulptur von Michaela Lautenschlager

Die kinetische Spiegel-Skulptur Okagami entstand aus einer Faszination für Architektur-Utopien, die sich mit den Gebäuden der Zukunft als flexible Hüllen beschäftigt haben. Die freiberufliche Kommunikationsdesignerin Michaela Lautenschlager hat mit ihrer Skulptur versucht, die Hüllen, die mit uns reagieren und interagieren künstlerisch darzustellen. Jeden Abend zwischen 17 und 21 Uhr bewegte sich die Figur im Schaufenster und warf beeindruckende Lichtprojektionen an die Wand.

Mapping Bücher
© Stefan Effenhauser

22.02. – 08.03. Mapping – bewegte Fassaden in Regensburg

Besonders künstlerisch geprägt war auch das Schaufenster zum Thema Fassaden-Mapping, welches die Arbeiten von verschiedenen Regensburger Projektionskünstlern präsentierte. Neben einer Lichtprojektion auf einem Stapel Bücher, die von Ralf Oberleitner umgesetzt wurde, konnten auch Bilder und Videos anderer Akteure besichtigt werden. Während des Ausstellungszeitraumes konnten Interessierte nicht nur die wechselnden Muster der Projektion bestaunen, sondern auch Filme sehen, die Projekte der Mapping-Künstler Holger Dollinger, Clemens Rudolph und Pascal Genzel zeigten.

Kartografie Schaufenster
© Stefan Effenhauser

08.03. – 22.03. Künstlerische Stadterkundung / Kartografie von Lisa und Jonas Langbein

Mit ihrem Projekt unter dem Namen „Roaming“ machten die Kreativschaffenden Lisa und Jonas Langbein Räume physikalisch, sozial und kinetisch greifbar. Die Ausstellung entstand aus einem Sammelsurium der bisher realisierten Projekte der beiden zu den Themen Raum und Stadtraum. Für das Schaufenster haben sie sich etwas Besonderes ausgedacht: Eine künstlerische Stadterkundung durch Regensburg, in der die Bewegung durch den Raum und das Erleben von Raum im Fokus stand. 

Mit Hilfe einer selbst gestalteten Stadtkarte konnten Interessierte QR-Codes aufspüren, welche das Küstlerduo im gesamten Stadtraum versteckt hatte. Durch das Scannen der Codes kam man zu weiteren interessanten Rätseln und Informationen. Der perfekte Zeitvertreib in der aktuellen Situation, wie wir finden.

Neuronen-Planetarium
© Stefan Effenhauser

22.03. – 15.04. 3D-Druck, Architektur aus Bewegung von Gabriel Fieger, Felix Albrecht und Ludwig Federmann

Den Kreativschaffenden Gabriel Fieger (Internationale Kurzfilmwoche Regensburg), Felix Albrecht (24p Film) und Ludwig Federmann (Akademie der Künste Nürnberg) stellten bewegte Architektur mithilfe eines 3D-Druckverfahrens dar: Ein im Schaufenster hängendes „Neuronen-Planetarium“ sollte die Digitalisierung und Technologisierung der Gesellschaft in Form eines Raumkonzepts zum Ausdruck bringen, so die Idee. Die live gedruckten architektonischen Modulare ließen im Laufe der Zeit eine (unvollendete) abstrakte Kulisse aus Neuronen-Verknüpfungen entstehen und boten dabei einen künstlerischen Interpretationsspielraum. Die Kongruenz zwischen gebautem und sozialen Raum spiegelte sich dabei in minimalistischer und metraphorischer Weise in 3D-gedruckten Architekturelementen wieder.

Die Neuronen-Skulptur wurde nun in unser Schaufenster in der Tändlergasse verlegt. So kann das Ergebnis auch noch weiterhin besichtigt werden.

16.03. "Stadt, Mensch, Haus" - Online-Architekturvortrag von Florian Hartmann, dreisterneplus

Der gebürtige Münchner Florian Hartmann ist seit 2013 geschäftsführender Gesellschafter von dreisterneplus. Im Livestream am 16. März hielt er einen Architektur-Vortrag über die Realisierung von Projekten mit Schwerpunkten auf dem Gebiet des Städtebaus, dem Umgang mit historischer, denkmalgeschützter Bausubstanz, sowie im Bereich der städtischen Nachverdichtung. Von Verhandlungen mit allen Beteiligten bis hin zur schöpferisch räumlichen Interpretation des Programms, gibt er einen Einblick in den Entwicklungs- und Entstehungsprozess eines Gebäudes. Den Livestream könnt Ihr hier auf YouTube nachschauen. 

25.03. Der Architekturkreis Regensburg e.V. im Gespräch mit Filmemacher Adnan Softić

Das Bauvorhaben hinter dem Projekt Skopje 2014 war gigantisch: Etwa 30 Regierungsgebäude, Museen sowie unzählige antikisierende Monumente entstanden in der mazedonischen Hauptstadt - Regierungspläne für mehrere hundert Millionen Euro sahen einen nagelneuen antiken Stadtkern vor, der Skopje mit Rom und Athen in eine Reihe stellen sollte. 

Der Filmemacher Adnan Softić zeigt in seinem Film "BIGGER THAN LIFE" (Mazedonien/ Deutschland 2018) Architektur in Bewegung. Er beinhaltet eine enorme Recherchearbeit zum Thema Stadtentwicklung und - konstruktion unter politischen Gesichtspunkten. Das Skopje der Gegenwart wird zur Ausgrabungsstätte: Hier lässt sich in Echtzeit mitverfolgen, wie Geschichte gemacht, die Antike konstruiert, historische Einzigartigkeit durch Nachahmung hergestellt wird und die Übergänge zwischen Wahrheit und Fälschung unscharf werden.

Softić zeigte am 25. März im Rahmen einer Online-Veranstaltung seinen Film "BIGGER THAN LIFE" und sprach gemeinsam mit dem Regensburger Architekten Andreas Eckl zu den Hintergründen. Den Livestream findet Ihr hier zum Nachschauen auf YouTube. 

30.03. "Ort, Programm, Haus" - Online-Architekturvortrag von Birgit Rudacs von Burger Rudacs

Die Architektin Birgit Rudacs des Architekturbüros Burger Rudacs sprach in diesem Online-Architekturvortrag über Ihre Projekte, die hauptsächlich im Bereich Schul- und Hochschulbau liegen, aber auch andere Kulturbauten umfassen. Autonomie, Einbindung, strukturelle Ordnung, Öffentlichkeit und Privatheit, Raum, Identität und Robustheit sind dabei wesentliche Begriffe ihrer architektonischen Arbeit. Seit 1999 ist sie Mitglied der Bayerischen Architektenkammer und 2006 wurde sie in den BDA berufen. Gemeinsam mit ihrem ehemaligen Studienkollegen Stefan Burger leitet sie das Architekturbüro Burger Rudacs. Den Livestream findet Ihr hier zum Nachschauen auf YouTube.  

08.04. "Traumhäuser in Motion – Der Traum vom eigenen Haus hat viele Gesichter" - Online Talk mit Sabine Reeh, Christian Weinmann und Silke Bausenwein

In einem spannenden Gespräch mit Sabine Reeh, Redakteurin der Architekturfilmreihe „Traumhäuser“ des BR Fernsehen, und Christian Weinmann, Bauherr und Architekt aus Maxhütte-Haidhof, ging Silke Bausenwein, Vorsitzende des BDB Regensburg, in diesem Livestream dem Thema nach, wie unterschiedlich Träume vom eigenen Haus gelebt werden. Sabine Reeh berichtete über innovative neue Wohnprojekte, z.B. über die Fabrik für die Künste in München, ein gemeinschaftliches Projekt von Künstler*innen, um sich bezahlbaren Atelier- und Wohnraum zu schaffen. Den Livestream gibt es hier zum Nachschauen auf Facebook. 

14.04. Architektur in Bewegung - Filmpräsentation

Am 14. April präsentierte uns Gabriel Fieger von der Internationalen Kurzfilmwoche acht Filme zum Thema "Architektur in Bewegung": 

Der Kurzfilm "Serial Parallels" von Max Hattler etwa zeigt schwindelerregend schöne Serienaufnahmen großer Wohnkomplexe in Hongkong, die durch ihre Nähe und Menschenleere zu abstrakten Kunstwerken mutieren. Der mit dem BR-Kurzfilmpreis ausgezeichnete Kurzfilm "Bab Septa" von Randa Maroufi nimmt die Zuschauer*innen mit auf eine fesselnde Reise entlang der Grenze der spanische Enklave Ceuta zu Marokko. Außerdem gezeigt wurden "Einkaufen gehen" von Oliver Gilch, "The Headless Gatherer" von Igor Moromisato, "Objects & Artefacts" von Viktor Brim, "Ihr" von Amélie Cochet, "Testa" von Karl-Heinz Klopf und "Iam Twisq" von Red Wong.

Schaufenster BDB
© Stadt Regensburg

19.04. – 30.04. Architektur im Kino gestaltet von dem BDB Regensburg

Unter dem Titel „Architektur im Kino“ präsentiert der Bund Deutscher Baumeister / Bezirksgruppe Regensburg (BDB) in Kooperation mit den Kinos im Andreasstadel jährlich Dokumentarfilme zum Thema Architektur. Dabei handelt es sich in erster Linie um Porträts bedeutender Architekten, die Entstehung berühmter Bauwerke und Themen aus der Architekturgeschichte.

Die Filmreihe soll Baukultur verständlich machen und einem breiten Publikum Einblick in die Baukunst und die Wissenschaft des Bauens gewähren. Da die Filmvorstellungen aufgrund der aktuellen Situation momentan nicht möglich sind, verweist unser Schaufenster aktuell auf bislang gezeigte Beiträge.

Der erste Ausstellungszyklus unter dem Motto „Architektur in Motion“ wird mit dieser Ausstellung abgeschlossen.

Ausstellungszyklus Nr.2 - Zwischen Drin Davor

Ende Mai startete der zweite Ausstellungszyklus unter dem Titel "Zwischen Drin Davor". Thematisch beschäftigt sich dieser Zyklus mit Räumen für Kunst - sowohl im wörtlichen als auch im übertragenen Sinn. 

Plakatwand Zwischen Drin Davor (Nahsicht Architektur)
© Stefan Effenhauser

26.05. - 06.06. (Zwischen Drin) Davor

Mit einer das gesamte Schaufenster in der Wahlenstraße bedeckenden Plakatwand wollten Studierende der OTH Regensburg und der TU München mit ihren Entwürfen für Kunsträumlichkeiten in den Stadtraum eindringen. Die Plakatwand musste jedoch wieder entfernt und die Ausstellung bis zum 23. Juli pausiert werden.  

Bei den Entwürfen handelt es sich um die Semesterarbeiten der Studierenden: Sie setzen sich mit der Frage auseinander, was Räume für Kunst an verschiedenen Orten der Stadt bewirken können. Die Stadt wird dabei als stetige Verhandlung von Raum begriffen, ein Spannungsfeld zwischen Öffentlichem und Privatem. Kunst und ihre Akteur*innen fungieren als Indikatoren und Initiatoren eines beständigen gesellschaftlichen Wandels. 

Die Entwürfe der Studierenden entstanden in den Studios der Professoren Lisa Yamaguchi (TUM), Markus Emde (OTH), und Andreas Müsseler (OTH).

01.06. "form follows climate" - Architekturvortrag zum Thema nachhaltiges Bauen mit Gernot Vallentin

Der Vortrag "form follows climate" von Gernot Vallentin, Dipl. Ing.-Architekt und zertifizierter Passivhausplaner, vereinte unser Jahresthema "Nahsicht Architektur" mit der Nachhaltigkeitswoche 2021 der Stadt Regensburg. Die Architektur Werkstatt Vallentin hat in ihrer Arbeit ein Konzept im Hinblick auf eine klimagerechte, ganzheitliche, prozessbegleitende Gebäudebetrachtung entwickelt. Nachhaltigkeit wird unter Berücksichtigung ökologischer und ökonomischer Aspekte betrachtet. Gestalterische Gesichtspunkte werden durch die Entwicklung technisch und energetisch innovativer und auf Kultur, Natur und Behaglichkeit abgestimmter Entwurfs- und Detaillösungen verwirklicht. Im Livestream gab Gernot Vallentin einen Einblick in die Arbeit und Projekte seines Büros. Zum Nachschauen ist der Architekturvortrag hier auf YouTube zu sehen. 

Kreuz&Quer im Schaufenster in der Wahlenstraße
© Stefan Effenhauser

07.06. - 23.06. Kleinste Galerie goes Wahlenstraße mit der Ausstellung KREUZ & QUER

Normalerweise befindet sich die Kleinste Galerie in einem ursprünglich als Stuhllager gedachten, etwa sieben Quadratmeter großen Raum im Veranstaltungsraum des Degginger und wird jeden ersten Montag des Monats als Teil des Kultumontags mit einer neuen Ausstellung bespielt, doch mit der Ausstellung zu "KREUZ & QUER" zog die Kleinste Galerie ausnahmsweise in das große Schaufenster in der Wahlenstraße um.

Die Stadtkarte "KREUZ & QUER" wurde von vier Studierenden konzipiert, um Kunstwerke im öffentlichen Raum Regensburgs sichtbar zu machen. Entlang fünf verschiedener Spaziergänge gab es Kunst zu entdecken, die sonst oft im Trubel des Stadtlebens untergeht. Mit "KREUZ & QUER" haben die Studierenden ein dauerhaftes Angebot zur Auseinandersetzung mit Kunst im öffentlichen Raum geschaffen. Vorgestellt wurde uns die Karte von den Studierenden mit einer Stadtführung im Rahmen des Kulturmontags am 7. Juni. 

Zwischen Drin Davor im Schaufesnter in der Wahlenstraße

24.06 - 28.07 Zwischen Drin (Davor)

Nachdem die Plakatwand, die das gesamte Schaufenster in der Wahlenstraße bedeckte, wieder abgebaut werden musste, geht die Ausstellung "Zwischen Drin Davor" zwischen drin weiter: Ab dem 24. Juni sind die Entwürfe der Studierenden wieder in der Wahlenstraße zu sehen, dieses Mal im Schaufenster und nicht davor. 

Ausstellungszyklus Nr. 3 - "grandios gescheitert"

Ab dem 29. Juli beginnt der dritte Zyklus mit der Ausstellung "grandios gescheitert". Weiterführende Informationen findet Ihr hier in unserem Programm. 

Schon gewusst?

Unser Jahresthema findet im Rahmen des kulturellen Jahresthemas des Kulturreferats „Nahsicht“ statt und wird mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats durchgeführt.

Das Projekt „Nahsicht Architektur“ entsteht aus einer Zusammenarbeit von Treffpunkt Architektur Niederbayern/Oberpfalz (TANO) in Kooperation mit der Stadt Regensburg, dem Clustermanagement Kultur- und Kreativwirtschaft und dem Kulturreferat sowie der Regensburger Architekt*innenschaft.