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„Jeder findet im Winter ein Dach über dem Kopf“

Der Winter steht vor der Türe. Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer sind obdachlose Menschen jetzt besonders wichtig. In diesem Winter gibt es deshalb verschiedene Unterkünfte im Stadtgebiet, damit es für alle ein passendes Dach über dem Kopf gibt.

Porträt Maltz-Schwarzfischer hoch 2018
Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer © Bilddokumentation Stadt Regensburg

Es ist wieder kalt in unserer Stadt, die Donau produziert Nebel und wir sind alle froh, wenn wir am Ende eines langen Tages einen warmen Platz haben, an dem wir uns ausruhen und Kraft tanken können. Doch nicht Jede oder Jeder von uns hat solch einen Platz. Die Gründe dafür sind vielfältig. In unserer Stadt soll jedoch niemand zurückgelassen werden. Es ist mir wichtig, dass es auch in diesem Jahr keine Erfrierungstoten in Regensburg gibt. Mit verschiedenen Übernachtungsmöglichkeiten bieten wir wieder ein Angebot, das schon in den letzten Jahren auf hohe Resonanz stieß. Schrittweise wird in den nächsten Wochen daran gearbeitet, auch tagsüber eine geeignete Betreuungsmöglichkeit anzubieten. Bis es soweit ist, danke ich allen Kooperationspartnern, allen voran DrugStop, der Caritas und den Sozialen Initiativen, die uns bisher so tatkräftig unterstützt haben. Mein Dank gilt natürlich auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus unserem Sozialamt, die sich für Menschen, denen es nicht gut geht, wunderbar engagieren.

Das Übernachtungsangebot für Obdachlose besteht in diesem Jahr aus mehreren – auch barrierefreien – Komponenten. Seit 1. November 2019 bietet die Stadt Regensburg neben den Adressen Taunusstraße 3 und Aussiger Straße 23 bis 29 zwei weitere Unterkünfte für Obdachlose an. Eine barrierefreie Unterkunft für Obdachlose bzw. von Obdachlosigkeit bedrohte Bürgerinnen und Bürger steht Am Kreuzhof 9 bereit. Menschen mit Handicap, die von Obdachlosigkeit bedroht sind, haben es in unserer Gesellschaft oft doppelt schwer. Hier bietet die Stadt Regensburg mit der neuen Einrichtung die Möglichkeit, ein Leben in Würde und Selbstbestimmung zu führen. Des Weiteren wurden dort zwei Notunterkünfte für Familien oder Alleinerziehende mit einem behinderten Familienangehörigen geschaffen. Das Obergeschoss ist zur Unterbringung von alleinstehenden, obdachlosen Personen ohne körperliche Behinderung vorgesehen, die aufgrund psychischer Erkrankung oder schwerer gesundheitlicher Beeinträchtigungen (z. B. Chemo- und/oder Strahlentherapie) nicht den Obdachlosenunterkünften Taunusstraße 3 und Landshuter Straße 49 zugewiesen werden können.

Das ehemalige Kälteschutzhaus ist aus der Wöhrdstraße in die Landshuter Straße 49 umgezogen und bietet niedrigschwellig Übernachtungsplätze für Frauen und Männer. Hier wird keiner zurückgewiesen, auch das Mitbringen von Hunden ist möglich. Vorgesehen ist dort auch, dass künftig über die Übernachtungsmöglichkeit hinaus ein ganzjähriger Tagesaufenthalt mit sozialpädagogischer Betreuung das Angebot ergänzt. Daran wird derzeit mit Hochdruck gearbeitet. Eines ist jedoch jetzt schon sicher: Jeder, der möchte, findet in Regensburg im kommenden Winter ein Dach über dem Kopf und Menschen, die helfen!

Ihre Gertrud Maltz-Schwarzfischer

im November 2019