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Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer – Anschlag auf die Synagoge in Halle/Saale

Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer zeigt sich von der rechtsradikalen Tat in Halle erschüttert und appelliert an den Zusammenhalt in der Gesellschaft.

Porträt Maltz-Schwarzfischer hoch 2018
Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer © Bilddokumentation Stadt Regensburg

Im Februar haben wir zusammen mit der jüdischen Gemeinde die neue Regensburger Synagoge feierlich eröffnet. Der Tag ist mir noch gut in Erinnerung. Nach achtzig Jahren gibt es in Regensburg wieder eine Synagoge, die noch dazu durch das gemeinsame Engagement jüdischer und nicht-jüdischer Regensburgerinnen und Regensburger entstanden ist. Was für ein Freudentag für unsere Stadt! Die Bilder aus Halle haben mich nicht zuletzt vor diesem Hintergrund tief erschüttert. Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen.

Was in Halle passiert ist, betrifft uns alle. Als Gesellschaft müssen wir solche Taten mehr als aufs Schärfste verurteilen und jetzt zusammenstehen. Wir müssen alles daran setzen, solche Verbrechen zu verhindern und rechtsradikalem Gedankengut den Nährboden zu entziehen. Dazu gehören Schutzmaßnahmen durch die Polizei und ein enger Austausch mit den Gemeinden. Dazu gehört aber auch, bei jeder Gelegenheit an die dunklen Kapitel der deutschen Geschichte zu erinnern: Sei es durch die Stolpersteine, von denen wir erst vor kurzem in Regensburg acht neue verlegt haben, sei es durch unser kulturelles Jahresthema, das heuer an den 500sten Jahrestag der Vertreibung der Juden aus Regensburg erinnert. Denn ein „Nie wieder!“ setzt voraus, zu wissen, was passiert ist.

Ihre Gertrud Maltz-Schwarzfischer

im Oktober 2019