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Hinter den Kulissen - Regensburgs verborgene Museums-Schätze

Musuemsdepot- Adler

Noch sind Regensburgs Schätze quer über die Stadt verteilt. Die städtischen Museen haben keine gemeinsame Lagerflächen für ihr wertvolles und einzigartiges Inventar, geschweige denn ausreichend Platz dafür. Im Historischen Museum müssen seit einiger Zeit auch Ausstellungsräume als Lagerräume herhalten. Nur vier Prozent von dem, was im Besitz des Museums ist, kann derzeit ausgestellt werden.

Video: Hinter den Kulissen – Zu Besuch im derzeitigen Museumsdepot

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Auch die Art der Lagerung – was Platz und Klima angeht – ist alles andere als optimal für die verschiedenen Kunstwerke. Deshalb baut die Stadt Regensburg in der Franz-Josef-Strauß-Allee ein zentrales Museumsdepot für alle Kunstwerke, Gemälde und die sonstigen Schätze.

"Wir freuen uns schon sehr auf das neue Depot, weil wir dann endlich all unsere Objekte gut lagern können und sie dort auch klimatisch die richtige Umgebung finden werden", betont die Leiterin der städtischen Museen, Dr. Doris Gerstl. "Auch für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden sich die Arbeitsbedingungen deutlich verbessern. Wir werden dann gleichmäßige Temperaturen vorfinden und müssen nicht mehr ständig umräumen, sobald wir ein bestimmtes Objekt heraussuchen wollen."   

Auch das Stadtarchiv samt Lesesaal wird in einigen Jahren dort zu finden sein. Moderne Labore und Werkstätten für die Restauratoren wird es ebenfalls im neuen Depot geben – genauso wie ein öffentliches Forschungszentrum für Wissenschaftler und interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie die Museums- und Archivverwaltung.

Museumsdepot - Monstranzen

Wenn die Kunst-Sammlung der Stadt Regensburg umgezogen ist und dann in dem Neubau ideale Platz- und Klimabedingungen für Kunst vorfinden wird, kann das Historische Museum – ebenfalls nach einem Umbau – deutlich mehr zeigen als bisher.  

Der Regensburger Stadtrat hat sich am 30. Januar erneut mit dem Museumsdepot beschäftigt, da das Raumprogramm und die komplexe technische Ausstattung des Gebäudes von der Verwaltung überarbeitet wurden und sich daher auch die Kosten erhöht haben. Der Stadtrat hat der Vorlage einstimmig zugestimmt, mit dem Bau des Depots soll nach Möglichkeit noch im Herbst 2019 begonnen werden.  

Text: Claudia Biermann
31. Januar 2019