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16 neue Trainerinnen für phonologische Bewusstheit ausgebildet

Mit der Weiterbildung zur "Trainerin für phonologische Bewusstheit" können die Fachkräfte schon im Kindergartenalter den Lese- und Schreiblernprozess vorbereiten.

24. Oktober 2019

Aktuell erhielten 16 neu weitergebildete Fachkräfte aus Kindergärten und Kindertagesstätten ein Zertifikat, das ihnen bestätigt, nun weitergebildete „Trainerinnen für phonologische Bewusstheit“ zu sein.

Phonologische Bewusstheit ist eine Vorläufer-Fertigkeit zum Lesen und Schreiben. Um Schwierigkeiten beim Schulbeginn vorzubeugen, werden seit 2001 in Regensburg Erzieherinnen und Erzieher zu „Trainerinnen und Trainern für phonologische Bewusstheit“ an der „Jugend- und Familientherapeutischen Beratungsstelle“ weitergebildet. Diese können daraufhin das sogenannte „Hören, lauschen, lernen“-Programm in den Kindergärten und Kindertagesstätten qualifiziert durchführen. Das Programm beinhaltet Screenings zur Erkennung von individuellen Förderansätzen und eine intensive Förderung bei Vorschulkindern.

Für Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer ist es immens wichtig Lesen und Schreiben zu lernen. Die neuen Fachkräfte sorgen dafür, dass schon im Kindergartenalter der Lese- und Schreiblernprozess vorbereitet wird. „Ich bin mir sicher, dass dadurch so manches Schulproblem verhindert wird“, so die Bürgermeisterin.

Im vergangenen Kindergartenjahr wurden 901 Regensburger Kinder in 47 Regensburger Kindergärten und Kindertagesstätten vor ihrer Einschulung gesichtet, um zu erkennen, wer besonderen Unterstützungsbedarf hat. 144 Vorschüler haben dann in ihrer Kindertagesstätte mit einer entsprechend ausgebildeten Trainingsfachkraft zwanzig Wochen lang jeden Tag spezielle Sprachspiele zur Förderung der phonologischen Bewusstheit gemacht.

Die Sichtung dieser Kinder wird durch die Zusammenarbeit der drei Erziehungsberatungsstellen in Regensburg möglich. „Der Grundgedanke beim „Hören, lauschen, lernen“-Programm ist, Kinder nicht nach der Gießkannenmethode zu fördern, sondern genau bei jedem einzelnen Kind hinzusehen und zu entscheiden, was es braucht. So kann jedes Kind in seiner individuellen Entwicklung unterstützt werden“, erklärt die Leiterin der Jugend- und Familientherapeutischen Beratungsstelle Martina Kindsmüller.