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Tempe

Tempe, eine moderne, aufstrebende Stadt, die siebtgrößte Stadt im Bundesstaat Arizona, ist seit 1978 Partnerstadt Regensburgs.

Die Geschichte von Qingdao, Geburtstadt des Taoismus, reicht über 6 000 Jahre zurück. Die deutsche Kolonialzeit dauerte von 1897 bis 1914. Aus dieser wilhelminischen Zeit sind viele repräsentative Bauten erhalten, die das Stadtbild von Qingdao prägen, so zum Beispiel die Germania Brauerei, ein Bahnhof, eine protestantische Kirche sowie die Residenz des Gouverneurs. Das chinesische Bier „Tsingtao“ wird auch heute noch nach den Vorgaben des deutschen Reinheitsgebotes gebraut. Der Erhalt und die Bewahrung des deutschen städtebaulichen Erbes sowie der deutschen Traditionen liegen der Bevölkerung am Herzen. Viele junge Chinesen sind sehr an einem Germanistik-Studienprogramm interessiert. 2004 begann die Entwicklung der Beziehungen zwischen Qingdao und Regensburg. Regelmäßig reisen Wirtschaftsdelegationen nach China, um dort den Markteintritt auch für mittelständische Unternehmen zu ebnen. Die OTH Regensburg unterhält mit der Technischen Universität Qingdao und der Qingdao University of Science and Technologies eine Partnerschaft und arbeitet eng in den Bereichen IT Sicherheit und Architektur zusammen. Immer enger werden auch die Kontakte der Universität Regensburg mit der Universität Qingdao und der Ocean University of Qingdao, es sollen gemeinsame Studiengänge entwickelt werden. Im Februar 2019 wurde ein Repräsentanzbüro der Stadt Regensburg im Sino-German-Ecopark in Qingdao eröffnet. Dieses Büro soll ein  sichtbares Zeichen der gemeinsamen Verbundenheit sein und die vielfältige Zusammenarbeit zwischen beiden Städten weiter fördern. Außerdem wurden sowohl im medizinischen als auch im kulturellen Bereich Kooperationsvereinbarungen getroffen. Im November 2012 reisten die Regensburger Domspatzen nach Qingdao. Die Konzerte der jungen Sänger waren ein voller Erfolg. Als Fortsetzung des kulturellen Austausches reiste 2017 der Cantemus Chor der städtischen Sing- und Musikschule in die Partnerstadt, um Kontakte mit dem Xiao-Hai-Yan Ensemble zu knüpfen. 2019 wurde das 10-jährige Bestehen der Freundschaft mit Regensburgs jüngster Partnerstadt im Rahmen eines gemeinsamen Konzertes der beiden Chöre im Neuhaussaal des Theaters Regensburg gefeiert. Auch die Regensburger Chorphilharmonie war anlässlich des Jubiläums zu Gast in der chinesichen Partnerstadt, ein Gegenbesuch des Philharmonischen Chores Qingdao rundete das Jubiläumsjahr ab.

Regiert wird Tempe von einem sechsköpfigen Stadtrat, der alle vier Jahre gewählt wird, und einem ehrenamtlichen Bürgermeister, der alle zwei Jahre neu ernannt wird. Regierungssitz ist das architektonisch bemerkenswerte Rathaus in Form einer Pyramide, die auf dem Kopf steht. Tempe liegt mitten in Maricopa-Land und grenzt an die Städte Mesa im Osten, Scottsdale im Norden und Phoenix im Westen.

Obwohl mitten in der Wüste gelegen, ist Tempe mit seinen 43 Parks, künstlichen Seen und allen erdenklichen Freizeitmöglichkeiten eine Stadt mit hoher Lebensqualität. Im Juli 1999 wurde der künstlich angelegte Town Lake von einer Größe von 220 acre eingeweiht. Aufgrund eines ausgeklügelten Systems der Wiederaufbereitung von Brauchwasser und der Nutzung von Überschusswasser des Colorado Rivers und des Rio Salado ist es möglich, im Wüstenklima die Wasserhöhe das Jahr über auf gleichem Niveau zu halten.

1981 wurde der Freundeskreis Tempe-Regensburg gegründet, der sich das Ziel gesetzt hat, die Städtepartnerschaft zu fördern. Aktuell hat der Verein über 400 Mitglieder. Der Freundeskreis hat die Aufgabe übernommen, Aktivitäten und Partnerschaftsprogramme zu organisieren. Im Zentrum dieser Bemühungen stehen der Schüler-, Lehrer- und Praktikantenaustausch, aber auch die Möglichkeit für Begegnungen von Sportlern, Musikern und anderen kulturellen Gruppen zu schaffen. Auch zwischen Polizei und Feuerwehr wurden bereits erste Kontakte geknüpft. Dies alles trägt dazu bei, die partnerschaftlichen Beziehungen zwischen Tempe und Regensburg weiter zu vertiefen. Besonders zu erwähnen ist, dass die Tempe Sister City Corporation, die Partnerorganisation des Regensburger Freundeskreises, jedes Jahr ein dreitägiges Oktoberfest veranstaltet, an dem mehr als 150 000 Besucher teilnehmen. Mit den Einnahmen wird das Austauschprogramm finanziert. Eine sehr enge Beziehung besteht auch zwischen der Universität Regensburg und der Arizona State University in Tempe. In der Vergangenheit kam regelmäßig eine Gruppe von Studenten zum Deutschunterricht in die Domstadt; Regensburger Studierende schreiben sich für Sommerkurse oder sogar ganze Semester an der ASU ein, nicht nur um Fachwissen zu pauken, sondern vor allem auch, um Land, Leute und die Sprache zu studieren.Im Rahmen des Regensburger Bürgerfestes gehören die legendären Auftritte der Mogollon Band aus Tempe mittlerweile nicht nur zum festen Bestandteil des Programms, sondern gelten als echte „Highlights“.

2018 konnte das 40-jährige Bestehen der Freundschaft gefeiert werden.