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Digitale Veranstaltung „Gemeinsam in die Zukunft. Gemeinsam Smart“

Im Rahmen der Nachhaltigkeitswoche eröffnete Herr Bürgermeister Ludwig Artinger die digitale Veranstaltung „Gemeinsam in die Zukunft. Gemeinsam Smart“ am 1. Juni 2021, die in Kooperation mit der Energieagentur Regensburg e.V. - ein Verein, die ca. 150 Netzwerkpartner aus Wirtschaft, Wissenschaft und der öffentlichen Hand und den Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen und Kommunen für Fragen rund um Energie und Klimaschutz als neutraler Ansprechpartner zur Verfügung steht -  und der Europaregion Donau-Moldau - eine trilaterale Arbeitsgemeinschaft, die im Dreiländereck Bayern-Tschechien-Österreich tätig ist - organisiert wurde.

Den rund 50 Zuhörinnen und Zuhörer wurde ein abwechslungsreiches und interaktives Programm geboten. Mit dem Einführungsvortrag „Was ist Smart City?“ von Herrn Johannes Zange, Bildungsreferent der Energieagentur Regensburg e.V., konnten die Teilnehmenden mehr über den Begriff „Smart City“ erfahren. Dieser erste Input wurde mit dem Vortrag „Smart City Regensburg: die Stadt der Zukunft gemeinsam denken“ von Frau Franziska Meier, Smart City Koordinatorin der Stadt Regensburg, ergänzt, in dem die Interessierten einen Einblick in das wichtige Zukunftsthema gewinnen konnten.

Smart City ist für die Verwaltung nicht nur ein Projekt, sondern als modernes Instrument der Stadtentwicklung vielmehr ein partizipativer Prozess, den die Stadtverwaltung in eigener Verantwortung zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern und mit allen lokalen Akteuren gestalten wird. Als integriertes Entwicklungskonzept verknüpft Smart City unterschiedliche Handlungsfelder miteinander, immer mit dem Ziel, die Stadt lebenswerter, effizienter, technologisch fortschrittlicher, ökologischer, sozial inklusiver und insbesondere auch nachhaltiger zu gestalten.

Der „Regensburg Plan 2040“, der aktuell im Rahmen eines umfassenden Beteiligungsprozesses gestaltet wird, legt die langfristigen Zielvorstellungen für die Gesamtentwicklung der Stadt Regensburg fest. Die zu entwickelnde Smart City Strategie fokussiert auf dessen Umsetzung mit Hilfe von Digitalisierung.

In der Strategie werden auch zentrale, grundlegende Fragestellungen zu Ethik, Daten oder Sicherheit hinsichtlich der Digitalisierung behandelt und Leitplanken für Regensburg gesetzt. Auch hier ist die Bürgerbeteiligung von zentraler Bedeutung. Es gilt, den Smart City Prozess sozial zu managen und gerecht aufzubauen, sprich alle Bürgerinnen und Bürger mitzunehmen. Der Mensch steht immer im Mittelpunkt!

Regensburg ist bereits vielfältig aktiv und zahlreiche smarte und innovative Projekte sind aktuell in der Entwicklung, im Probebetrieb oder sogar schon im Einsatz. Wichtige Basis einer schlauen Stadt sind auch eine moderne und leistungsfähige IT-Infrastruktur der Kommune sowie die Modernisierung der Verwaltung - Stichwort E-Government. Daran, sowie an vielen weiteren innovativen Strategien, Konzepten und Projekten wird bereits intensiv gearbeitet. Nun gilt es diese Aktivitäten zu bündeln, die Themen zu vernetzen und eine integrierte strategische Ausrichtung zu erarbeiten, gemeinsam.

Die Stadt Regensburg hat sich im März an der Ausschreibung des Bundesministeriums des Inneren (BMI) „Modellprojekte Smart Cities: Stadtentwicklung und Digitalisierung“ mit insgesamt 12 Impulsprojekten aus den Bereichen Mobilität, Energie, Inklusion, Quartiersplanung und Kreativwirtschaft beteiligt. Das Modellprojekt bietet für die Stadt Regensburg die Möglichkeit, die digitale Modernisierung innerhalb der Stadtverwaltung und über alle Ebenen der Stadtentwicklung mit zusätzlichen Fördergeldern voranzutreiben.

Eine starke Vernetzung spielt auch eine sehr wichtige Rolle im Smart City Prozess, um einen breit angelegten Austausch und Wissenstransfer auf lokaler, regionaler, nationaler und internationaler Ebene zu ermöglichen. Es wird ein Regensburger Smart City Beirat etabliert, bestehend aus lokalen Akteur*innen der Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, der den Prozess aktiv unterstützen sollen. Erfreulicherweise kann die Stadt Regensburg dank ihrer acht Städtepartnerschaften und ihrer Einbindung in verschiedene Netzwerke auch von einer internationalen Vernetzung profitieren.

Herr Bürgermeister Ludwig Artinger war von der Teilnahme aus den Partnerstädten sehr begeistert: „In vielen Bereichen der Stadtverwaltung gibt es internationale Kooperationen und Projektpartnerschaften. Erfreulicherweise konnten auch im Handlungsfeld “Smart-City” erste Kontakte mit den Regensburger Partnerstädten geknüpft werden.

Es ist der ausdrückliche Wunsch der Stadtspitze, diesen Fachaustausch im Rahmen der Städtepartnerschaftsaktivitäten weiter zu entwickeln und zu intensivieren. Es war daher selbstverständlich, dass auch die Partnerstädte zur Teilnahme an dieser Konferenz eingeladen wurden.“

Aus der Partnerstadt Qingdao hielt Herr HAN Fei, Vice-General Manager der Gesellschaft Sino-German Ecopark Passive House Building Technology Co.,Ltd, einen Vortrag zum Thema Passivhaus in dem umweltfreundlichen und zukunftsweisenden Gewerbegebiet „Sino-German-Ecopark“ - ein bedeutendes Leuchtturmprojekt mit großer Strahlkraft - in Qingdao.

Im Jahr 2014 vereinbarten Deutschland und China den Deutsch-Chinesischen Ökopark zu einer Basis für die Entwicklung des Passivhaus-Bauens in China zu machen.

2017 begannen die ersten Bauarbeiten der Passivhaussiedlung im Sino-German-Ecopark, die aus Büros, Apartments, Schulen, Kindergarten, Wohnhäusern und Hotels besteht. Dank des Passivhaus-Modells kann eine große Menge an Energie eingespart und dadurch ein wichtiger Beitrag für die Umwelt geleistet werden.

Der Sino-German-Ecopark möchte den Bau von Passivhaussiedlungen immer weiter vorantreiben und daraus die Gründung einer sogenannten Zukunftsstadt entwickeln. Der erste Null-Energie-Bezirk mit einer Fläche von 63 Hektar befindet sich aktuell noch in der Bauphase.

Neben diesem nachhaltigen Projekt plant der Sino-German-Ecopark ein Zwillingsgebäude des von dem Freiburger Vorzeigearchitekt Wolfgang Frey erdachten „Smart-Green-Tower“ aufzubauen. Durch erneuerbare Energie soll das „Null-Energie-Gebäude“ auch weitere Gebäude des Bezirks und Nahverkehrsmittel wie E-Busse mit Strom versorgen können.

Der Sino-German-Ecopark leistet mit seinen innovativen Konzepten und Projekten einen wichtigen Beitrag dazu, das ehrgeizige Klimaziel von China, bis im Jahr 2060 klimaneutral zu werden, erreichen zu können.

Mit dem Vortrag „Energiemanagement und Vorbereitung lokaler Distributionsnetze“ von Herrn Zdeněk Židek,

Generaldirektor der Gesellschaft Omexom GA Energo, leistete auch die Partnerstadt Pilsen einen wertvollen Beitrag zu der Konferenz.

Die Firma ist in der Energiebranche im Bereich Energiemanagement tätig. In ihrer beratenden Funktion arbeitet die Gesellschaft zusammen mit den Hochschulen, der Stadtverwaltung Pilsen sowie mit weiteren Kommunen in Tschechien.

Omexom GA Energo hat das „Smart City Polygon“ gegründet, ein Standort, an dem verschiedene umfassende Systeme zur Erhöhung der öffentlichen Sicherheit, zur Verbesserung der Eigentumssicherheit, die Entwicklung von „Smart Parking“, die Optimierung des Verkehrsflusses im Ort, ein spezieller Fußgängerschutz, umfassender Umweltschutz, ein intelligentes Gebäudemanagementsystem usw. etabliert werden. Die Messergebnisse des gesamten Systems stehen live in der realen Umgebung zur Verfügung und ermöglichen eine nachträgliche Analyse und bessere Planung. Für jeden Teil des urbanen Lebens gibt es eine speziell entwickelte Technologie. Der Standort steht Fachleuten und der breiten Öffentlichkeit, Schulen und anderen Institutionen, potentiellen Investoren und allen Technikbegeisterten offen, die sich für das Konzept „Smart City“ interessieren. In geführten Rundgängen werden die verschiedenen Technologien vorgestellt.

Für die Stadt Clermont-Ferrand stellte Herr Jérôme Auslender, stellvertretender Bürgermeister für internationale Beziehungen, Bildung und Studenten das zukünftige digitale Bürgerportal vor, das ab September 2021 online verfügbar sein wird und den Bürgern, Vereinen und Unternehmen von Clermont-Ferrand ermöglichen soll, eine Vielzahl von Verfahren online abzuwickeln. Das Bürgerportal steht für mehr Inklusion, Gerechtigkeit und Transparenz.

Neben diesem smarten Projekt wurde das von der Stadt Clermont-Ferrand initiierte Internationale Netzwerk der Michelin Städte (INMC) präsentiert. Clermont-Ferrand ist Wiege und Hauptsitz des bekannten Reifenherstellers Michelin. Die bestehende weltweite Vernetzung der Firma wurde genutzt, um daraus ein noch größeres und vielfältigeres Netzwerk für einen kommunalen Fachaustausch in den Bereichen Kultur, Hochschulbildung, Sport, Wirtschaft und Wissenschaft auf internationaler Ebene zu entwickeln. Seit 2017 finden in einem zweijährigen Turnus Konferenzen zu gesellschaftlichen Zukunftsthemen statt, die unter dem Schwerpunkt „Nachhaltige Stadt“ stehen. Die Stadt Regensburg nimmt seit der Gründung des Netzwerks an den Konferenzen teil und ist seit 2019 offizielle Mitgliedstadt.

Eines der aktuellen Projekte des Netzwerks ist die Entwicklung eines Multi-Kriterien-Tools für Ökologie und Umwelt in Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren und Hochschulen, das sich auf die „Ziele für nachhaltige Entwicklung“ bezieht. Mit dem Tool soll es ermöglicht werden, mehrere Szenarien für die nächsten 10/20/50 Jahre zu prognostizieren und kurz- und langfristige Lösungen im Bereich der nachhaltigen Entwicklung vorzuschlagen.

Die erfolgreiche digitale Veranstaltung bestärkte die Stadt Regensburg in ihrem Willen, den Austausch im Bereich Smart City mit den Partnerstädten und weiteren lokalen Akteuren fortzusetzen und zu intensivieren.

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