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Vorstellung des Smart City Konzepts der Partnerstadt Pilsen

Das Handlungsfeld Smart City ist ein wichtiges Thema, das eine immer größere Bedeutung in unserer modernen Gesellschaft erlangt. Da die tschechische Partnerstadt Pilsen auf diesem Gebiet sehr aktiv ist und bereits viel erreicht hat, wurde im April gemeinsam eine digitale Veranstaltung zur Vorstellung des entwickelten Smart City Konzepts der Stadt Pilsen durch Herrn Stadtrat Vlastimil Gola und Herrn Tomáš Cholinský, Direktor der Informationstechnologieverwaltung der Stadt Pilsen (SITMP) organisiert.

Die SITMP verfolgt als Ziele, das Leben leichter zu machen, Talente zu entwickeln und Unternehmen zu inspirieren. Dafür setzt sie auf umfassende technische Bildung, baut ein entsprechendes Netzwerk auf und möchte immer mehr Jugendliche aus Pilsen für Technologie begeistern und sie dazu motivieren, sich für ein technisches Studium in Pilsen zu entscheiden.

Im Jahr 2016 wurde in Pilsen ein Robotik-Zentrum gegründet, um das Interesse von Kindern für moderne Technologien in ihrer Freizeit zu wecken. Hierbei handelt es sich in erster Linie um außerschulische Clubs für Kinder, in denen sie zum Beispiel ihre eigenen kleinen Drohnen bauen und lernen, diese zu steuern, Komponenten auf einem 3D-Drucker zu drucken und vieles mehr. Eine weitere wichtige Aufgabe des Robotik-Zentrums ist die Unterstützung von städtischen Kindergarten- und Grundschullehrerinnen und -lehrern, um moderne interaktive Unterrichtstechnologien an Schulen zu bringen und im Unterricht zu verwenden. Perspektivisch soll Robotik entweder als Pflichtfach oder als Ergänzung und zur Bereicherung der regulären Fächer in den Unterricht eingeführt werden.

SITMP arbeitet ebenfalls mit anderen Organisationen, Start-ups, weiterführenden Schulen und Universitäten in der Region Pilsen zusammen. Es werden unter anderem Veranstaltungen wie Hackathons, Startup-Wochenenden oder Smart Festivals organisiert.

SITPM hat es sich auch zur Aufgabe gemacht, die Sicherheit in der Stadt sowie die Cybersicherheit zu erhöhen. Dafür werden smarte Technologien im urbanen Bereich und bei der Simulation von Krisensituationen verwendet. Zum Beispiel unterstützen Drohnen den Rettungsdienst und das Krisenmanagement in Pilsen.

Die digitale Vorstellung der Stadt Pilsen hat über 30 Interessierte zusammengebracht. Frau Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer war von dem Smart City Konzept der Stadt Pilsen sehr beeindruckt: „Ich denke, ich spreche für alle, wenn ich sage, dass wir heute viel gelernt und sehr wertvolle Einblicke erhalten haben! Ich bin sicher, das ist erst der Beginn eines weiteren bereichernden Austauschs im Bereich Smart City zwischen unseren Städten!“

Es war Frau Oberbürgermeisterin sehr wichtig, dass nicht nur Regensburger Akteure von diesem Erfahrungsaustausch profitieren können, sondern auch andere Städte, die sich ebenfalls mit dem Handlungsfeld „Smart City“ befassen.

Aus den Regensburger Partnerstädten nahmen die Stadt Budavár mit Herrn stellvertretenden Bürgermeister Ferenc Gelencsér und die Stadt Clermont-Ferrand mit Frau Hélène Lucchesi, Koordinatorin für internationale Beziehungen, teil. Auch Mitgliedstädte des von der Stadt Clermont-Ferrand initiierten Internationalen Netzwerks der Michelin Städte waren dabei.

Die Stadt Regensburg ist im Kontext ‚Smart City‘ ebenfalls bereits vielfach aktiv und erarbeitet zum Beispiel als ausgewählte Kommune in einem Modellprojekt des Freistaates Bayern ein ‚Integriertes Digitales Entwicklungskonzept‘ für das Innovationsquartier Prinz-Leopold-Kaserne im Osten der Stadt, das beispielgebend für die zukünftige Quartiersentwicklung in Regensburg und anderen Städten sein soll.

Daneben sind auch in Regensburg bereits viele innovative oder smarte Projekte und Lösungen in der Entwicklung, im Probebetrieb oder sogar schon im Einsatz, so zum Beispiel der vollständig mit Elektrostrom betriebene Elektro-Midi-Bus „Emil“, der die Altstadt-Linie befährt, zwei autonom durch den Gewerbepark fahrende Shuttlebusse „Emilia“ für die letzte Meile oder auch die App „Barrierefrei durch Regensburg“, die unter anderem Piktogramme des Ratgebers mittels ‚Augmented Reality‘ auf die Häuserfassaden projiziert.

Nun gilt es den voranschreitenden digitalen Wandel in einer beständig wachsenden Stadt mittels eines strategisch durchdachten digitalen Ökosystems sowie einer gesamtheitlichen ‚Smart City Strategie‘ gemeinsam zu gestalten und den Standort damit nachhaltig zukunftsfähig zu machen.

Aufbauend auf einer vom Stadtrat bereits im Jahr 2020 beschlossenen Rahmenstrategie mit ersten Leitlinien einer ‚Smart City Regensburg‘ und im Einklang mit dem aktuell in Arbeit befindlichen Stadtentwicklungsplan 2040 hat sich die Stadt Regensburg selbst ehrgeizige Ziele gesetzt, immer mehr „smart“ zu werden.

Daher hat sich die Stadt Regensburg im März an der Ausschreibung des Bundesministeriums des Inneren (BMI) „Modellprojekte Smart Cities: Stadtentwicklung und Digitalisierung“ mit insgesamt 12 Impulsprojekten aus den Bereichen Mobilität, Energie, Inklusion, Quartiersplanung und Kreativwirtschaft beteiligt. Das Modellprojekt bietet für die Stadt Regensburg die Möglichkeit, die digitale Modernisierung innerhalb der Stadtverwaltung und über alle Ebenen der Stadtentwicklung mit zusätzlichen Fördergeldern voranzutreiben.

Der ‚Smart City‘ Prozess wird sehr umfassend aufgesetzt und die Strategie wird gemeinsam unter Einbeziehung einer breiten Öffentlichkeit erarbeitet werden. Die Stadt Regensburg ist stolz darauf, seit diesem Jahr mit Frau Franziska Meier eine städtische Smart City Koordinatorin zu haben, um dieses Thema nachhaltig, interdisziplinär und gemeinsam für und mit den Menschen voranzubringen.

Der Erfahrungsaustausch mit anderen Kommunen ist dabei ein wichtiges Element, deswegen soll auch der Fachaustausch mit den Regensburger Partnerstädten in diesem Bereich nach diesem ersten Smart City Treffen fortgesetzt werden.