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Aktuelles und Veranstaltungen: Nahversorgungstage

2. Nahversorgungstag am 24. Mai 2019

Hintergrund

13 Supermärkte, 30 Discounter, 3 SB-Warenhäuser, 12 Drogeriemärkte und dazu noch eine Vielzahl an Bäckereien, Metzgereien, Getränkemärkten, Bioläden und Spezialgeschäfte für Obst / Gemüse, Käse, Fisch oder Wein / Spirituosen. Auf den ersten Blick ist Regensburg im nahversorgungsrelevanten Einzelhandel, insbesondere bei Lebensmitteln, gut aufgestellt. Dies zeigt auch die Einzelhandelszentralität (Verhältnis Umsatz zu Kaufkraft in Regensburg) von 120. Der Lebensmittelhandel in Regensburg erwirtschaftet also mehr Umsatz, als Kaufkraft in Regensburg vorhanden ist und ist somit auch für Kunden aus dem näheren Umland ein attraktiver Einkaufsort.

Dennoch wird immer wieder über die Nahversorgung in den einzelnen Stadtteilen bzw. Wohnquartieren diskutiert. Spätestens wenn der letzte Nahversorger aufgibt, werden die Nöte offensichtlich, wie zum Beispiel geschehen in der nördlichen Konradsiedlung. Aber auch die kleinen, abgesetzten Ortsteile im Osten oder Süden von Regensburg mit geringen Einwohnerzahlen verfügen praktisch über keine Nahversorgung (mehr) vor Ort (so wie Keilberg oder Harting). Auch im Kerngebiet der Stadt Regensburg gibt es noch Bereiche, die fußläufig noch nicht von einem adäquaten Versorgungsangebot profitieren. Zurzeit können 68 Prozent der Einwohner von Regensburg einen Nahversorgungsmarkt innerhalb von ca. 500 Meter fußläufig erreichen und gelten somit als versorgt.

Was ist jedoch mit den kleinen Ortsteilen und Wohnquartieren am Rande der Kernstadt? Wie ist eine moderne Nah- und Grundversorgungsstruktur in einer dynamisch wachsenden Stadt wie Regensburg aufzustellen und zu entwickeln? Der Lebensmittelmarkt vor Ort ist ein wichtiger Baustein für Lebensqualität im Stadtteil, nicht nur für die Versorgung, sondern auch als Treffpunkt für die Bevölkerung.

Aber auch die Anforderungen der Lebensmittelunternehmen an die Standorte steigen: Größere Verkaufsflächen, mehr Einwohner im Einzugsgebiet, eine gute Erreichbarkeit mit dem Pkw und eine ausreichende Zahl von Stellplätzen werden regelmäßig gefordert. Gleichzeitig verfügt Regensburg nur über eine eingeschränkte Anzahl möglicher Standorte bzw. Standortbereiche; der Einzelhandel steht im Wettbewerb mit Flächen für das Wohnen sowie mit dem Gewerbe.

Die zukünftigen Strategien zur Weiterentwicklung der Nahversorgung in Regensburg werden aktuell im Rahmen der Fortschreibung des Einzelhandelskonzeptes erarbeitet. Hierfür hat die Stadt Regensburg die GMA Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung mbH beauftragt. Das Einzelhandels- und Zentrenkonzept stellt eine Aktualisierung aus dem Jahr 2008 dar und soll eine Vertiefung im Bereich der Nahversorgung erfahren. Hier werden die Strategien zur zukünftigen Gestaltung der Nahversorgung in Regensburg ausgearbeitet. Neben Datenaufbereitung zu Angebot und Nachfrage in Regensburg werden auch Nahversorgungstage vor Ort durchgeführt. Damit sollen die Bürger in den Planungsprozess eingebunden werden.

Die Nahversorgungstage sind als Teil des Beteiligungsprozesses rund um die Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes der Stadt Regensburg eingeordnet.

Inhalt

Bei den ersten stadtteilbezogenen Treffen Ende März 2019 wurden die Ergebnisse der Nahversorgungsanalyse für Regensburg vorgestellt, wesentliche Stärken und Schwächen benannt sowie eigene Ideen zur Weiterentwicklung des konkreten „Nahversorgers vor Ort“ zusammengetragen. Beim zweiten Nahversorgungstag wurden  für alle Stadtteile die Ergebnisse vorgestellt, erläutert und mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern diskutiert.