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Gewalt betrifft alle!

Gewalt an Frauen und Mädchen hat viele Gesichter: körperliche und seelische Verletzung, sexuelle Belästigung, Vergewaltigung, Beschimpfung, Bedrohung, Demütigung, Schläge, Mobbing, Cybermobbing, Stalking.

Jeden dritten Tag wird eine Frau durch ihren Partner oder Ex-Partner getötet*. Betroffen sind alle Frauen unabhängig von ihrem sozialen Status, ihrer sexuellen oder ethnischen Identität, mit und ohne Handicap und Frauen jeden Alters. Gewalt ist eines der größten Gesundheitsrisiken für Frauen und Mädchen – weltweit, deutschlandweit und auch in Stadt und Landkreis Regensburg.

Anlässlich des „Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen“ am 25. November 2020 haben die Gleichstellungsbeauftragten von Stadt und Landkreis eine gemeinsame Plakataktion initiiert, um dem Thema mehr öffentliche Aufmerksamkeit zu verschaffen und bestehende Hilfsangebote bekannter zu machen. Diese wird 2021 fortgeführt.

Ziel der Initiative ist, von Gewalt betroffene Frauen zu ermutigen, sich Hilfe zu suchen. Gleichzeitig geht es darum, die Gesellschaft – Bekannte, Verwandte oder Kolleginnen und Kollegen – für das Thema zu sensibilisieren und Betroffene aktiv zu unterstützen.

Mehr als 30 bekannte Menschen aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Sport in der Region beteiligen sich. Sie positionieren sich mit ihrem Gesicht und einem persönlichen Statement gegen Gewalt an Frauen. Denn: Gewalt an Frauen und Mädchen ist keine Privatangelegenheit. Es ist Aufgabe aller, die Betroffenen nicht alleine zu lassen.

Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Oberbürgermeisterin:
„Ich sehe es als gemeinsame Aufgabe unserer Gesellschaft, ‘Nein!’ zu Gewalt an Frauen und Mädchen zu sagen. Denn die Würde von Frauen ist unantastbar. In Regensburg und überall.“Tanja Schweiger, Landrätin: “Gewalt an Frauen geht uns alle an.
Um zu helfen, müssen wir offen darüber sprechen.” Meike Fabian, Intendantin Akademietheater Regensburg:
„Frauen brauchen Mut, zu reden! Sie sollten Gewalt, egal in welchem Kontext, immer öffentlich machen. Das ist der erste Schritt, Übergriffe zu verarbeiten und diese künftig zu vermeiden. Denn das Schweigen der Frauen bietet den Nährboden für erneute Gewalt gegen sie.“ Marcus Mittermeier, Schauspieler:
„Wir leben in Zeiten, die uns viel abverlangen. Aber egal, wie schwierig die Situation momentan ist oder zukünftig sein wird. Wir müssen zusammenhalten. Innerhalb der Familie ist Gewalt genauso wenig tolerabel, wie innerhalb der Gesellschaft. Bleibt bitte vernünftig!“ Detlef Staude, Vorsitzender der Sportjugend Regensburg im BLSV:
„Gewalt gegen Frauen – das geht gar nicht! Vom „harmlosen Witz“, der Anmache mit frauenfeindlichen Sprüchen, Drohungen bis zu körperlicher oder sexueller Gewalt – dies alles ist nicht hinnehmbar. Übrigens gilt auch hier ganz besonders: Hinschauen statt wegschauen.“ Richie Necker, Musiker:
“Gewalt muss in unserer Gesellschaft ein absolutes Tabu sein. Gewalt gegen Frauen ist ein individueller und gesellschaftlicher Offenbarungseid, dem durch Erziehung und Bildung in allen sozialen Ebenen entgegengewirkt werden muss.” Undine Schneider und Martin Hofer, Turmtheater / DEZ-Bühne: „Der Schlüssel gegen Gewalt ist Kommunikation!“Dr. Carsten Lenk, Geschäftsführer Evangelisches Bildungswerk Regensburg:
„Über 80% der Opfer von psychischer und körperlicher Gewalt in Deutschland sind Frauen. Lassen Sie uns öffentlich darüber reden und den Teufelskreis des Schweigens brechen. Wir müssen uns einmischen, wenn Gewalt gegen Frauen verharmlost oder gerechtfertigt wird. Und wir müssen uns dafür einsetzen, dass Betroffene Hilfe und Unterstützung erfahren.“Tanja Raith und Andi Blaimer, Musiker*innen: "KEINE GEWALT!
KEINE GEWALT gegen Frauen!
KEINE GEWALT gegen irgendjemanden!"Regina Hellwig-Schmid, Künstlerin und Städtekoordinatorin von Terre des Femmes:
„Gewalt gegen Frauen zerstört! Jede, jeden, jedes!”Prof. Dr. Udo Hebel, Präsident der Universität Regensburg : "Als universitäre Gemeinschaft sagen wir aktiv NEIN zu Gewalt an Frauen -- und JA zu Respekt und Vielfalt."Ilse Danziger, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde: "Gewalt gegen Frauen ist immer Angst vor Macht- und Kontrollverlust."Prof. Dr. Wolfgang Baier, Präsident der OTH Regensburg: "„An der OTH Regensburg achten wir auf Chancengleichheit für alle. Die Gewährleistung eines diskriminierungsfreien, angstfreien und respektvollen Lehr, -Lern-, Forschungs- und Arbeitsumfeldes bildet dafür die Grundlage. Gewalt gegen Frauen – egal ob verbal, psychisch oder physisch - hat daher keinen Platz an unserer Hochschule.“ Liese-Lotte Lübke, Abenteuerkabarettistin:
„Weil weder körperliche, noch psychische Gewalt jemals stillschweigend hingenommen werden darf und wir alle, gerade in diesen Zeiten, an möglichst vielen Orten Liebe, Schutz und gegenseitige Unterstützung finden sollten...”Prof. Gerwin Eisenhauer, Musiker: "„Männliche Gewalt gegen Frauen, auch verbal, ist nicht tolerierbar."Armin Wolf, Sportmoderator: "Gewalt gegen Frauen? 
Dumm, schwach, unwürdig!"Toni Lauerer, Autor und Kaberettist: "Gewalt an Frauen? 
Ein Zeichen von Dummheit, nicht von Männlichkeit!" Renate Haimerl Brosch, Künstlerin:
„Von übergriffigem Verhalten bis hin zur Gewalt sind die Grenzen häufig fließend.
Für ein NEIN ist der Zeitpunkt immer richtig.“Dr. Georg Haber, Präsident der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz: „In unserer Gesellschaft darf es keinen Platz für Gewalt gegen Frauen geben! Wir alle müssen uns dagegen stellen, offen darüber sprechen, uns einmischen und Betroffene unterstützen. Machen Sie mit – gemeinsam können wir etwas bewegen und Frauen besser schützen.“Eva Filipczak, ehemalige Vorsitzende Integrationsbeirat: „Jede Frau und jedes Mädchen hat das Recht auf ein Leben ohne Gewalt!“Norbert Zink, Polizeipräsident PP Oberpfalz: „Gewalt ist keine Privatsache. Jeder Mensch hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Wir stehen Frauen und Mädchen rund um die Uhr als Ansprechpartner zur Verfügung und werden gegen jede Form der Gewalt konsequent einschreiten.“PD. Dr. Friederike Kind-Kovácz, Gewinnerin des Regensburger Preises für Frauen in Wissenschaft und Kunst 2019 und wiss. Mitarbeiterin am Hannah-Arendt-Institut für Totaliratismusforschung (Dresden): "Gewalt ist nie der richtige Weg, eigene seelische Verletzungen sichtbar zu machen.”Prof. Dr. Philip Anderson, Professor für interkulturelle soziale Arbeit: „Durch die Gewalt zeigen wir unsere Ohnmacht, unsere Unfähigkeit durch Reden, durch Austausch miteinander und durch Mitgefühl uns – auch in Konfliktsituationen – zu verständigen. Im gesellschaftlichen Miteinander ist es wichtig, Gewalt zu verhindern.“DONIKKL, Musiker: „Sagt es allen weiter, damit's jeder hört: 
Jeder Mensch ist gleich viel wert! 
Lasst uns zusammenhalten gegen jegliche Formen von Gewalt.“Inge Faes, Schauspielerin: "Gewalt: kein Ausweg, kein Umweg. 
Ein Irrweg, der zerstört."Jan Hartmann, Schauspieler: "Es ist nicht leicht das Thema in wenigen Worten zu treffen.  
´NEIN heißt NEIN´.  
´Gewalt ist die Waffe der Schwachen´ - Mahatma Gandhi"Jürgen Kirner, Fernsehmoderator, Kabarettist und Autor: „Menschenrechte haben kein Geschlecht. Der größte Fehler in der Weltgeschichte war und ist, Frauen nicht die gleiche Macht wie den Männern zu geben!" Karin Schlecht, Diözesanvorsitzende des KDFB:"Alle Menschen sind gleich an Würde und niemand darf der Menschenrechte beraubt werden. Es schreit zum Himmel, dass unzählige Frauen auch heute noch Gewalt und Unterdrückung erleiden müssen."Lars Smekal, Regisseur, Autor und Schauspieler: "Gewalt gegen Frauen ist nicht immer auffallend und laut, oftmals ist sie alltäglich und still." Miriam Dattke, Leichtathletin: „Jede vierte Frau wird einmal in ihrem Leben Opfer von Gewalt. Es ist kein freies Leben, wenn man von der Angst begleitet wird Teil dieser Statistik zu sein.“Ruth Wahl, Künstlerin / Coach - Theater mit Haut und Haaren: „Ich freue mich, wenn wir Frauen unsere wertvollen weiblich-schöpferischen Qualitäten sehen, unsere Bedürfnisse spüren und selbstbewusst und einander stärkend leben: für uns und eine friedlich-lebendige Gesellschaft!"SSV Jahn Regensburg: "Der SSV Jahn steht für die Werte Ambition, Bodenständigkeit und Glaubwürdigkeit und vertritt eine weltoffene, liberale und tolerante Gesamthaltung. Deswegen wollen wir unserer gesellschaftlichen Verantwortung als Profifußballverein gerecht werden und setzen uns dafür ein, dass Diskriminierung und Gewalt jeglicher Art in Regensburg und ganz Ostbayern keine Chance haben."Prof. Dr. Konstantina Papathanasiou, Preisträgerin des Regensburg Preises für Frauen in Wissenschaft und Kunst 2021: “Von massiven Anmachen oder schadenfrohem Schikanieren im beruflichen Umfeld aufgrund einer Machtposition bis zu den reinsten Formen psychischer und physischer Gewalt, wie Mobbing und Mord – Gewalt jeglicher Art muss umfassende Konsequenzen für die gewalttätige Person haben. Erforderlich ist aber leider stets die innere Kraft seitens der Betroffenen, über Gewalterfahrungen offen zu reden. Trauen Sie sich, Sie sind nicht allein!“Marianne Unterreitmeier, Preisträgerin des Regensburg Preises für Frauen in Wissenschaft und Kunst 2021: “Wir können diese Welt nicht ändern, bevor sich nicht die Individuen ändern”

Weitere Informationen

Hilfe bei Gewalt in Regensburg

Autonomes Frauenhaus

Hilfe bei Gewalt in Regensburg

Frauen- und Kinderschutzhaus des Sozialdienstes katholischer Frauen e.V. (SKF)

Hilfe bei Gewalt in Regensburg

Frauennotruf Regensburg e.V.
Beratungsstelle für Frauen und Mädchen mit sexualisierten Gewalterfahrungen
Alte Manggasse 1
93047 Regensburg

(0941) 2 41 71
(0941) 6 98 78 80
dGVuLm1vay1yJGdydWJzbmVnZXItZnVydG9ubmV1YXJmwww.frauennotruf-regensburg.de/

Notruf der Polizei
Telefon: 110

 

Polizei - Beauftragte der Polizei für Frauen und Kinder
Telefon: 0941 506-1333

Bajuwarenstr. 2 c 93053 Regensburg

 

Bundesweites Hilfetelefon
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Telefon: 08000 116 016 

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