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75 Jahre nach dem Krieg: virtueller Gedenkweg für die Opfer des Nationalsozialismus

Virtueller Gedenkweg

Liebe Regensburgerinnen und Regensburger,

ich hoffe, es geht Ihnen und ihren Familien gut und Sie sind wohlauf. Es sind besondere und herausfordernde Zeiten für jede und jeden Einzelnen, aber auch für uns als Gesellschaft. Gerade unter solchen Umständen ist es besonders wichtig, zentrale Themen nicht zu vergessen oder gar gänzlich aus den Augen zu verlieren.

Noch vor der Corona Krise haben uns das Erstarken der rechtsextremen Szene, die enorme Gewaltbereitschaft, wie beispielsweise die Anschläge in Hanau und Halle, und der zunehmende Antisemitismus erschüttert. Die neue Qualität und Quantität dieses Hasses weltweit  hat gerade uns Deutsche mit unserer eigenen Geschichte fassungslos gemacht. Trotz der aktuellen Einschränkungen unserer Bewegungs- und Versammlungsfreiheit dürfen wir den 27. April 1945 als den Tag des Kriegsendes in Regensburg nicht aus unserem Gedächtnis streichen. Heute, am 23. April 2020, 75 Jahre nach Ende des Krieges in Regensburg  würden wir  den Gedenkweg an die Opfer des Nationalsozialismus gemeinsam als Stadtgesellschaft begehen. Aufgrund der aktuellen Lage ist uns dies aber nicht möglich.

Daher begrüße ich, gerade auch im Hinblick auf 75 Jahre Kriegsende, die wir heuer am 8. Mai feiern wollten, umso mehr die Initiative unserer Kooperationspartner und meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung, diesen Gedenkweg online zu begehen. Denn erinnern heißt handeln, auch wenn es digital ist. Darum lassen Sie uns heute gemeinsam handeln.

Passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund.

Ihre Gertrud Maltz-Schwarzfischer