Stadt Regensburg und Kalkwerk reaktivieren Bahnbetrieb an der Pilsen Allee für eine klimafreundliche Logistik
Starkes Signal für nachhaltige Industrie- und Verkehrspolitik
Die Stadt Regensburg und die Firma Walhalla Kalk haben gemeinsam das städtische Industriestammgleis sowie die Gleisanlagen auf dem Werksgelände umfassend ertüchtigt und erstmals offiziell in Betrieb genommen. Damit wird ein bedeutender Beitrag zur Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene geleistet.
Mitte Februar wurden die Anlagen erfolgreich geprüft und freigegeben. Seitdem steht dem Bahnverkehr nichts mehr im Wege. Die Stadt Regensburg begrüßt ausdrücklich, dass der seit Jahren vorgehaltene Gleisanschluss nun wieder aktiv genutzt wird.
Das Kalkwerk Regensburg nimmt ab März 2026 den Transport von Kalk- und Kalksteinprodukten per Güterzug wieder auf. „Mit dem Bahnbetrieb stellen wir eine effiziente und klimafreundliche Logistik sicher und reduzieren den Transport per Lkw deutlich“, erklärt Werksleiter Wolfgang Wegner. Zum Start rechnet das Unternehmen mit rund zwei Güterzügen pro Woche.
Zwischen dem Schienennetz der Deutschen Bahn und dem Werksgelände queren die Züge die Pilsen Allee. Der bestehende Bahnübergang wurde im Zuge des Projekts technisch auf den aktuellen Stand gebracht. In enger Abstimmung mit den Genehmigungsbehörden wird der Bahnverkehr bewusst außerhalb der Hauptverkehrszeiten zwischen 9 und 16 Uhr stattfinden, um Beeinträchtigungen für Pendlerinnen und Pendler auf der Pilsen Allee so gering wie möglich zu halten.
An dem Projekt waren neben der Stadt Regensburg mehrere Fach- und Genehmigungsbehörden beteiligt. Zuletzt erteilte die zuständige Eisenbahnlandesaufsicht die Genehmigung zur Aufnahme des Bahnbetriebs. Über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren wurden Planung, Genehmigung und Bau vorangetrieben. Auf dem Werksgelände entstanden neue Schienen, Weichen sowie moderne Verlade- und Signalanlagen.
Mit der Reaktivierung des Gleisanschlusses wird nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts gestärkt. Vor allem trägt das Projekt zu einer nachhaltigen Verkehrsentwicklung bei: Jeder Güterzug ersetzt zahlreiche Lkw-Fahrten, reduziert CO₂-Emissionen, entlastet das Straßennetz und senkt Lärm- sowie Feinstaubbelastungen im Stadtgebiet.
Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer sieht in der Wiederinbetriebnahme des Gleisanschlusses „ein starkes Signal für nachhaltige Industrie- und Verkehrspolitik und eine zukunftsfähige Logistik am Wirtschaftsstandort Regensburg“.
18. Februar 2026