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Geflügelpestrisiko steigt

Geflügelhalter müssen Biosicherheitsmaßnahmen konsequent umsetzen

Bei der Hochpathogenen Aviären Influenza (HPAI; Geflügelpest) handelt es sich um eine durch Viren ausgelöste Infektionskrankheit, die ihren natürlichen Reservoirwirt im wilden Wasservogel hat.
Die Geflügelpest ist für Hausgeflügel hochansteckend und verläuft mit schweren allgemeinen Krankheitszeichen.

In Norddeutschland kam das Geflügelpestgeschehen über die zurückliegenden Sommermonate, anders als in früheren Jahren, nicht zum Erliegen. In Bayern gibt es derzeit noch keine Hinweise auf ein aktuelles HPAI-Geschehen bei Wildvögeln. Im Hinblick auf das anhaltend dynamische Geflügelpest-Geschehen, vor allem bei Wildvögeln in den deutschen und europäischen Küstenregionen in Verbindung mit dem herbstlichen Vogelzug, muss aber mit einem erneuten HPAI-Virus-Eintrag in die bayerische Wildvogelpopulation gerechnet werden. In der Folge steigt auch das Risiko eines Eintrages in die Nutz- und Wirtschaftsgeflügelbestände.

Um einem Eintrag der Seuche in die Nutzgeflügelbestände vorzubeugen, ist es nun besonders wichtig, dass die Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter im Stadtgebiet die erforderlichen und Biosicherheitsmaßnahmen überprüfen, ggfs. anpassen und konsequent umsetzen.
Hierzu zählen insbesondere Zugangsrestriktionen zu Geflügelbeständen, das Tragen von geeigneter Schutzkleidung, ein strikter Wechsel des Schuhwerks vor dem Betreten von Stallungen und die Durchführung einer hygienischen Reinigung der Hände vor Kontakt mit den Tieren des Bestandes. Die Verwendung von geeigneten Desinfektionsmatten und -bädern zur Stiefelbehandlung vor dem Stallzugang ist ein weiteres wichtiges Mittel der Prävention.

Zur Vermeidung eines Eintrags der Erreger über Wildvögel ist es zudem essentiell, jeden direkten oder indirekten Kontakt zwischen Nutzgeflügel und Wildvögeln soweit wie möglich auszuschließen. So darf Geflügel nur an Stellen gefüttert werden, die für Wildvögel nicht zugänglich sind und die Tiere dürfen nicht mit Oberflächenwasser, zu dem Wildvögel Zugang haben, getränkt werden. Außerdem sind Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, mit denen Geflügel in Berührung kommen kann, für Wildvögel unzugänglich aufzubewahren.
Um das Auftreten der Seuche in Geflügelbeständen möglichst frühzeitig erkennen zu können, muss der Tierhalter seinen Bestand genau beobachten und spätestens bei bestimmten Befunden (erhöhte Sterblichkeit, erheblich Veränderung der Legeleistung oder der Gewichtszunahme, neurologische Symptome) unverzüglich seinen Tierarzt informieren.
Außerdem sind Geflügelhaltungen (Hühner, Enten, Gänse, Fasane, Reb- und Perlhühner, Tauben, Truthühner, Wachteln und Laufvögel) bei der zuständigen Veterinärbehörde anzuzeigen. Dies ermöglicht im Seuchenfall eine rasche und konsequente Tierseuchenbekämfpung.

Zwar ist die Anordnung zusätzlicher Biosicherheitsmaßnahmen wie z.B. auch einer Stallpflicht für das Stadtgebiet derzeit noch nicht erforderlich. Das Umweltamt der Stadt Regensburg beobachtet das Geschehen jedoch genau und es ist durchaus möglich, dass es im Verlauf der kalten Jahreszeit doch noch zu einer Stallpflicht bzw. der Anordnung verschärfter Biosicherheitsmaßnahmen kommen kann. Aus diesem Grund wird den Geflügelhaltern empfohlen, bereits jetzt Überlegungen und Vorbereitungen für diesen Fall anzustellen.

Eine Ansteckung des Menschen mit den aktuell kursierenden AIV über infizierte Vögel oder deren Ausscheidungen ist in Deutschland bislang nicht bekannt geworden.
Wer einen kranken oder verendeten Wildvogel (v.a. Wassergeflügel, Greifvögel und Eulen) findet, sollte dennoch unbedingt einen direkten Kontakt vermeiden und stattdessen unter Angabe des Fundorts und wenn möglich der Vogelart zeitnah die Veterinärabteilung des Umweltamtes (Telefon 507-3319; E-Mail ZWQuZ3J1YnNuZWdlciRncnVic25lZ2VydGRhdHMudG1hcmVhbmlyZXRldg==) informieren. Außerhalb der Dienstzeiten nimmt die integrierte Leitstelle der Berufsfeuerwehr die Meldungen entgegen.

Weitere Informationen sind auf der Homepage des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (www.lgl.bayern.de/tiergesundheit/) zu finden. Außerdem steht die Veterinärabteilung des Umweltamtes für Fragen zur Verfügung.

Kontakt:
Umweltamt der Stadt Regensburg
Abteilung Veterinärwesen und Verbraucherschutz
Telefon: 507-3319
E-Mail: ZWQuZ3J1YnNuZWdlciRncnVic25lZ2VydGRhdHMudG1hcmVhbmlyZXRldg==  
Fax: 507-4319