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Regensburger Delegation beim XVI. Weltkongress der Organisation der Welterbestädte in Québec/Kanada

Stadt Regensburg weitere vier Jahre Sitz des Regionalsekretariates der Region Nordwesteuropa und Nordamerika

Wie können angesichts von Klimawandel und Energiekrise die Welterbestädte auch zukünftig lebenswert und attraktiv bleiben? Welchen Risiken für geschützte Altstädte können gemeinsam besser begegnet werden? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des internationalen Treffens der OWHC (Organization of World Heritage Cities), das von 6. bis 9. September in Québec/Kanada stattfand. Knapp 200 Teilnehmende mit zahlreichen Bürgermeistern und politischen Vertretern sowie Experten aus vielen Fachbereichen aus über 40 Welterbestädten trafen sich, um sich in einem Symposium intensiv auszutauschen und neue Visionen für zukünftige Strategien der Zusammenarbeit zu entwickeln.

Die Stadt Regensburg wurde ofiziell vertreten durch Kulturreferent Wolfgang Dersch sowie Dr. Matthias Ripp und Monika Göttler von der Abteilung Welterbekoordination, die auch das Regionalsekretariat der OWHC für Nordwesteuropa und Nordamerika mit 24 Mitgliedsstädten betreuen. Ein wichtiger Teil des Weltkongresses, der alle zwei Jahre in unterschiedlichen gastgebenden Städten stattfindet, ist auch die Generalversammlung aller Mitgliedsstädte. Die anwesenden Vertreter wählen jeweils das „Board of Directors“: acht Vertreter aus ihren Reihen stellen sich für zwei Jahre zur Wahl und bilden einen Vorstand für die Organisation, die die Interessen der Mitgliedsstädte auch extern gegenüber Vereinigungen wie UNESCO und ICOMOS vertritt. Daneben finden auch jeweils die Treffen der Regionalsekretariate statt, bei denen Rechenschaftsberichte der Aktivitäten auf regionaler Ebene gegeben werden. Hier wurde die Stadt Regensburg für weitere vier Jahre als Sitz des Regionalsekretariates der Region Nordwesteuropa und Nordamerika von seinen Mitgliedern einstimmig bestätigt.

Das persönliche Treffen und der intensive Austausch erweisen sich nach einer langen Covid-bedingten Pause als umso wichtiger, um ähnliche Herausforderungen und Krisen in historischen Städten gemeinsam anzugehen, betont Welterbekoordinator Dr. Matthias Ripp. Kulturreferent Dersch ist überzeugt: „Die Organisation der Welterbestädte ist eine wichtige Plattform für Regensburg. Wir spielen hier in einer Liga mit Städten wie Warschau, Brüssel oder auch Tunis und Philadelphia. Unser Regionalsekretariat erhält nicht nur viel Lob von den Mitgliedern, sondern auch viel internationale Anerkennung für ihre aktive Rolle im Konzert der weltweiten Welterbestädte. Ich bin begeistert vom Engagement der Teilnehmer, hier etwas gemeinsam zu bewegen und eine lebenswerte Zukunft für unsere Städte zu gestalten. Der UNESCO-Status verbindet uns global und wir müssen uns dafür einsetzen, diese Idee eines Erbes der Menschheit auch vor Ort nachhaltig zu vermitteln.“