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Treffen der (Ober-)Bürgermeister der Wirtschaftsregion Donaustädte am 19. August 2022 auf dem Gäubodenvolksfest in Straubing

Pressegespräch mit Projektbericht in der Joseph-von-Fraunhofer-Halle und anschließendem persönlichen Austausch

Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause konnte das traditionelle Treffen der Oberbürgermeister mit den Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaftsförderung der Städte Regensburg, Straubing, Deggendorf und Passau im Rahmen der ArGe Donaustädte wieder stattfinden.

Der Begrüßungsrede von Straubings Oberbürgermeister Markus Pannermayr folgten auch Statements von Bürgermeister Günther Pammer der Stadt Deggendorf, Oberbürgermeister Jürgen Dupper der Stadt Passau und Stadtrat Dr. Thomas Burger der Stadt Regensburg. Diese waren sich allesamt einig, dass die umfassende und erfolgreiche Zusammenarbeit der ArGe einen sehr wichtigen Beitrag für die Donauregion leiste. Die einzelnen Städte stünden vor einer Vielzahl von Herausforderungen, welche individuell gemeistert werden müssten. Durch den intensiven und offenen Erfahrungsaustausch profitiere jeder der Städtepartner.

Wichtig sei es, abstrakte Begriffe der Wirtschaft und Wissenschaft auf das alltägliche Leben der Bürgerinnen und Bürger herunterzubrechen. So entwickle sich ein Bezug zu den Hauptthemen der ArGe Donaustädte: MINT, Smart City & Digitalisierung, Innenstädte & Post-Corona sowie Klima & Grüne Industrie. Diese stellte Andreas Höhn, Wirtschaftsförderer der Stadt Deggendorf, dar.

Dr. Thomas Burger betonte aus Regensburger Sicht die nach wie vor zentrale Rolle der erfolgreichen Clusterpolitik, die die wirtschaftliche Dynamik der letzten drei Jahrzehnte mitbegründet habe, sich die Welt aber weiterdrehe. Für alle Städte gelte es, globale Herausforderungen wie den Klimawandel, die Corona-Pandemie und geopolitische Spannungen sowie disruptive technologische Veränderungen gepaart mit standortspezifischen Anforderungen zu bewältigen. Ökologie und Ökonomie seien keine Gegensätze; vielmehr sorgten Synergieeffekte für gemeinsamen Erfolg bei der Bewältigung der Herausforderungen unserer Zeit.

Seinen Kollegen erläuterte Dr. Burger: „Wir haben 2020 und 2021 dazu genutzt, unsere Clusterpolitik neu zu strukturieren, so dass sie auf die aktuellen Themen reagieren kann und Regensburgs Wirtschafts- und Wissenschaftslandschaft die Möglichkeit gibt, nicht nur den Herausforderungen zu trotzen, sondern von den Veränderungen sogar zu profitieren.“ Er verwies vor allem auf die Smart-City-Strategie der Stadt, um Regensburg nachhaltig zukunftsfähig zu machen und betonte den Austausch der Donaustädte im Rahmen der ArGe als wichtiges Element, um voneinander zu lernen. Als Beispiel nannte er die Nachwuchsförderung im Bereich der MINT-Themen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Im Rahmen eines EU-Projekts verstärken die Städte der ArGe die Zusammenarbeit der MINT-Regionen entlang der Donau. So seien die MINT-Labs Regensburg, das Schülerforschungszentrum und Schülerlabor auf dem TechCampus, mit anderen aktiven Standorten vernetzt. Thomas Burger unterstrich: „Aus meiner Sicht und Erfahrung lohnt es sehr, sich neben dem Tagesgeschäft auch in der Wirtschaftsregion zu engagieren und gemeinsam diese Idee der Kooperation entlang der Donau voranzutreiben.“

Der ArGe steht ein innerer Wandel bevor, dem die Partner aber auch positiv entgegensehen. Die Stadt Linz stehe ab dem Jahr 2023, trotz Austritt aus der ArGe, zukünftig als projektbezogener Partner zur Verfügung. Durch den bisherigen offenen Austausch und die enge, konstruktive Zusammenarbeit in der Donauregion wird mit Optimismus auf die Herausforderungen und Entwicklungen im kommenden Jahr geblickt. „Zusammenarbeitsmodelle ändern sich mit der Zeit. Aber das Miteinander bleibt bestehen und ermöglicht künftig auch die Einbindung weiterer Projektpartner. Somit birgt diese Veränderung auch eine Chance für die positive Weiterentwicklung der ArGe", so Dr. Burger.