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Ausstellung „Orte der Demokratie“ des Bayerischen Landtags im Historischen Museum

Stationen der Demokratie in Bayern

Eine Initiative des Präsidiums des Bayerischen Landtags würdigt dreizehn Orte der Demokratie in Bayern. Gedenkobjekte werden an diesen Orten errichtet und eine Wanderausstellung beantwortet die Frage, warum gerade diese Orte einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung der Demokratie leisteten. Regensburg, der Stadt der Reichstage, kommt natürlich ein überregionaler Rang in der Entwicklung der Demokratie zu. Tagte doch hier der Immerwährende Reichstag von 1663 bis 1806, der parlamentarische Prozesse und Abstimmungsmodalitäten international professionalisierte. Er regelte die Kommunikation wie diplomatische Gepflogenheiten und repräsentative Inszenierungen der Teilnehmer.

Die Präsidentin der Bayerischen Landtags, Ilse Aigner, MdL, hebt Regensburg als Ort der Demokratie hervor: „Regensburg ist ein ganz besonderer Ort der Demokratie in Bayern – denn er zeigt: Unsere Demokratie hat sich nicht erst im 20. Jahrhundert entwickelt. Wie weit die Vorläufer und Wurzeln unserer Demokratie zurückreichen, lässt sich im Alten Rathaus von Regensburg gut erkennen. Konsens und Kompromisse, lange und harte Verhandlungen – all das war schon ab dem 17. Jahrhundert beim „Immerwährenden Reichstag“ an der Tagesordnung. Das alte Regensburg sollte uns diesen Wert auch für heute vor Augen führen.“

Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer betont: „An einem historisch so bedeutenden Ort wie dem Alten Rathaus arbeiten zu dürfen, ist Ehre und Auftrag zugleich. Die Bedeutung unserer Stadt für die Entwicklung der Demokratie wird hier unmittelbar erlebbar.“

Die Ausstellung, die ab 24. Juli 2022 im Historischen Museum gezeigt wird, veranschaulicht Stationen der Demokratie in Bayern von 1525 bis 1978. Sie stellt die Ereignisse an den jeweiligen Orten vor – seien es die zwölf Artikel, mit denen die Bauern in Memmingen 1525 Mitbestimmungsrechte einforderten, sei es die Gründung des politischen Aschermittwochs in Vilshofen 1919, die Einrichtung des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes 1919 in Nürnberg oder der Verfassungskonvent auf Herrenchiemsee 1948. Die Geschehnisse werden mit historischen Exponaten, Schautafeln sowie Bild- und Textdokumenten und einem Medienterminal veranschaulicht. Begleitet wird die Erzählung der Demokratie von Graphic Novel-Szenen, mit denen über das Wesentliche der Orte in erdachten Kommentaren von Zeitgenossen berichtet wird.

Die Konzeption der Ausstellung wurde von einem wissenschaftlichen Beirat mit den Vorsitzenden Dr. Ludwig Spaenle und Prof. Dr. Ferdinand Kramer hinsichtlich der Auswahl der Orte und dem didaktischen Konzept begleitet.

Die Ausstellung ist vom 24. Juli bis 18. September 2022 in der Minoritenkirche im Historischen Museum dienstags bis sonntags von 10 bis 16 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet.

Pressefotos zur freien Verfügung zur Ausstellung können ab dem 24. Juli 2022 heruntergeladen werden unter www.bayern.landtag.de/aktuelles/presse/pressefotos/

Informationen zum Gesamtprojekt „Orte der Demokratie in Bayern“ und Videos zu allen Orten sind zu finden unter orte-der-demokratie.bayern