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Fünf Oberpfälzer Jugendämter gründen Zweckverband

Koordinierungsstelle für ambulante Kinder- und Jugendhilfen, kurz „ReKo ambulant“

Wenn Jugendämter ambulante Hilfen vermitteln, dann beauftragen sie damit häufig Träger der Jugendhilfe. Die Träger rechnen nach einem Stundensatz ab und dieser Stundensatz wird künftig für fünf Oberpfälzer Jungendämter zentral berechnet.

Im September 2021 nahm die neu geschaffene regionale Koordinierungsstelle für ambulante Kinder- und Jugendhilfen, kurz „ReKo ambulant“, ihre Arbeit auf und seit April 2022 werden diese Entgelte konkret berechnet. Die an das Amt für Jugend und Familie angegliederte Geschäftsstelle ist zuständig für die Jugendämter der Stadt Regenburg und der Landkreise Amberg-Sulzbach, Cham, Regensburg und Schwandorf, die sich für dieses Pilotprojekt interkommunaler Zusammenarbeit in einem Zweckverband zusammengeschlossen haben.

Mit der „Praxis für Familienhilfe David Bauer“ aus Regensburg konnte nun eine erste Entgeltvereinbarung abgeschlossen werden. Praxisinhaber David Bauer ist sehr zufrieden mit der neuen Vorgehensweise und mit dem erzielten Ergebnis: „Die von der ReKo ambulant zur Verfügung gestellten Formulare sind übersichtlich, die Hinweise zu den erforderlichen Daten und Unterlagen leicht verständlich und die Berechnung der Entgelte dadurch sehr transparent und nachvollziehbar. Die gute Erreichbarkeit und die kompetente Unterstützung der Geschäftsstelle der ReKo ambulant machen es möglich, in kurzer Zeit zu einem Ergebnis zu kommen.“

Diese Einschätzung teilen auch der Leiter des Amtes für Jugend und Familie der Stadt Regensburg, Dr. Volker Sgolik, und die Leiterin der „Geschäftsstelle ReKo ambulant“, die Sozialpädagogin und Betriebswirtin Katrin Birkenstock. Nachdem die Einrichtung der ReKo ambulant ein schon seit vielen Jahren geplantes Vorhaben war, freut sich Dr. Volker Sgolik über den nun erfolgten Start und das positive erste Feedback aus der Trägerlandschaft.

Er ist sich dabei sicher, dass damit ein Meilenstein in der Berechnung von Jugendhilfeleistungen gelegt wurde: „Die ReKo ambulant ermöglicht eine verbesserte Steuerung und Entwicklung der Qualität ambulanter Kinder- und Jugendhilfeleistungen und das erarbeitete Modell zur Entgeltberechnung, angelehnt an das bereits bewährte Modell des Bundesverbandes für Erziehungshilfen e.V., macht die Kostenstrukturen für öffentliche und freie Träger transparenter.“

Katrin Birkenstock konnte sich in ihrer Einarbeitungsphase seit September gut auf den Austausch mit den Trägern und die Aushandlung der Entgelte vorbereiten und begrüßt, dass bereits viele Träger ihre Unterlagen zur Entgeltberechnung eingereicht haben: „Das Interesse an einer Zusammenarbeit mit der ReKo ambulant ist offensichtlich sehr groß und ich freue mich auf eine gute gemeinsam zu gestaltende Qualitätsentwicklung.“ Dazu sollen zukünftig regelmäßige Termine stattfinden, die den Dialog zwischen öffentlicher und freier Jugendhilfe in diesem Bereich fördern.