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Winterdienst - Informationen zur Räum- und Streupflicht

Hinweise zur Räum- und Streupflicht für Haus- und Grundeigentümer

Die Stadt nimmt die in den kommenden Tagen zu erwartenden Witterungsverhältnisse mit leichten Schneefällen und Temperaturen um den Gefrierpunkt zum Anlass, auf die Räum- und Streupflicht der Haus- und Grundeigentümer hinzuweisen, zumal sich bei Unfällen unter Umständen haftungsrechtliche und damit finanzielle Konsequenzen ergeben können.

Alle Eigentümer von bebauten oder unbebauten Grundstücken im Stadtgebiet sind verpflichtet, die Gehwege bei Schnee oder Glatteis zu räumen und zu streuen. Diese Verpflichtung gilt gleichermaßen für die Eigentümer von sogenannten Hinterliegergrundstücken, die zwar nicht direkt an eine öffentliche Straße angrenzen, aber über sie erschlossen sind, beispielsweise über einen Privatweg oder ein Geh- und Fahrtrecht. Ruhen auf dem Grundstück Erbbau-, Nießbrauch, Nutzungs- oder Wohnungsrecht nach § 1093 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB), so sind anstelle der Eigentümer die Inhaber dieser Rechte räum- und streupflichtig.

Zu räumen sind, gemäß den erwähnten gesetzlichen Vorgaben, die Gehwege vor dem Grundstück auf dessen gesamter Straßenfrontlänge. Grenzt das Grundstück an mehrere öffentliche Straßen, so umfasst die Räum- und Streupflicht die Gehwege jede der angrenzenden oder erschließenden Straßen. Ist kein Bürgersteig vorhanden, so ist am Rand der Fahrbahn eine Gehwegfläche von 1,50 Meter Tiefe zu räumen und zu streuen.

Die Sicherungspflicht besteht an Werktagen von 7 bis 20 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 8 bis 20 Uhr. Die Gehwege sind von Schnee und – soweit dies ohne Beschädigung des Weges möglich ist – auch von Eisplatten frei zu machen. Bei Glätte sind sie mit nachhaltig abstumpfenden Mitteln, z.B. Splitt oder Sand, ausreichend zu streuen. Die Verwendung von Auftaumitteln wie Streusalz ist verboten. Eine Ausnahme besteht für Treppen, starke Steigungen sowie bei Glatteis infolge von Eisregen. In diesen Fällen ist die Verwendung einer Mischung von höchstens 25 Prozent Auftaumitteln mit abstumpfenden Mitteln zulässig.

Das Räumgut kann bei Gehwegen über zwei Meter Breite am Rand des Gehweges, bei Gehwegen unter zwei Meter Breite am Rand der Fahrbahn angehäuft werden. Der Fahr- bzw. Radfahrer- und Fußgängerverkehr darf dadurch nicht gefährdet oder behindert werden. Auf Gehwegen muss mindestens eine Fläche von einem Meter Breite frei bleiben. Bodenhydranten, Wasser- und Gasabsperrschieber sowie Straßenrinnen und Kanaleinlaufschächte müssen freigehalten werden.

Auf dem Unteren Wöhrd, östlich der Nibelungenbrücke, wird die Stadt wieder eine Ablagerungsfläche für Schnee ausweisen, der aus Platzmangel nicht am Fahrbahn- oder Bürgersteigrand abgelagert werden kann.

Wissenswertes zum Thema Winterdienst finden Sie unter www.regensburg.de/rathaus/aemteruebersicht/direktorium-3/fuhramt/winter-in-regensburg. Dort finden Sie auch weiterführende Informationen, wie etwa die Broschüre „Mobil trotz Schnee und Eis“, Hinweise auf exemplarische Gerichtsurteile sowie die aktuell geltende Sicherungsverordnung.