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Neuer barrierefreier Zugang zum Arbeitsgericht

Positives Signal für Barrierefreiheit im Denkmalschutz

Im Zuge der Sanierung der Bertoldstraße ist der Haupteingang zum Arbeitsgericht Regensburg barrierefrei ausgebaut worden.

Die Rampe mit Geländer bedeutet nicht nur eine Verbesserung für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, sondern sie zeigt auch, wie Barrierefreiheit und Denkmalschutz Hand in Hand gehen können.

Bisher konnten Rollstuhlfahrer und mobilitätseingeschränkte Personen den Haupteingang des Arbeitsgerichts nicht nutzen. Sie mussten zunächst klingeln und sich vom Sicherheitsdienst über einen Umweg von 100 Metern über Pflastersteine zu einer Rampe am Hintereingang des Gebäudes führen lassen. Dies war nicht nur umständlich und zeitaufwendig für die Betroffenen, sondern es entsprach auch nicht dem Menschenrecht auf grundsätzlich barrierefreien Zugang zu allen öffentlichen Gebäuden. Die Wahrnehmung der Justizgrundrechte war für die Betroffenen mit besonderen Barrieren verbunden.

Im Rahmen der Straßensanierung wurde nun Abhilfe geschaffen und eine Rampe mit Geländer am Haupteingang errichtet. Die besondere Herausforderung bestand in der Planung darin, die Rampe in die denkmalgeschützte Umgebung einzufügen.

„Ich bin sehr froh, dass das hier so gut und beispielhaft gelungen ist“, sagt Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, die sich bei einem gemeinsamen Termin mit dem Direktor des Arbeitsgerichts Helmut Holzer vor Ort von dem Ergebnis überzeugen konnte. Ein barrierefreier Zugang zu Gebäuden sei gerade dort essentiell, wo es um die Wahrnehmung von Grundrechten – wie dem Zugang zur Justiz – gehe. Auch Holzer zeigte sich erfreut, dass nach einem offenen Diskussionsprozess aller Beteiligten diese Lösung nun umgesetzt werden konnte.

Oberbürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer nahm den Termin zum Anlass, um Helmut Holzer, der zum 31. März 2021 in den Ruhestand geht, für sein langjähriges Engagement in der Domstadt zu danken.