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Aktuelle Zahlen zur Stadtentwicklung

Die Ausgabe 2020 des Statistischen Jahrbuchs der Stadt Regensburg ist erschienen

Das Statistische Jahrbuch der Stadt Regensburg – Ausgabe 2020 – bietet auf rund 450 Seiten erneut eine umfangreiche und objektive Zusammenstellung von Daten und Fakten über die Stadt Regensburg. Im Mittelpunkt steht das Jahr 2019, ein Jahr, in dem die Themen Klimawandel, Digitalisierung und nachhaltiges Wirtschaften in einer global vernetzten Welt die öffentliche Diskussion besonders bestimmten.

Trotz einer schwierigen Weltwirtschaftslage hat sich Regensburg als attraktiver Wirtschaftsstandort behauptet. Mit rund 125.600 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten konnte 2019 ein neuer Höchststand registriert werden. Allerdings fiel der Zuwachs bei den Beschäftigten nicht so kräftig aus wie in den vergangenen Jahren und ist letztlich nur auf eine weitere Zunahme der Teilzeitbeschäftigten, von 35.957 (2018) auf 36.632 (2019), zurückzuführen (siehe Abbildung 1).

Die Zahl der Arbeitslosen (zum 30. Juni 2019) war mit einem Plus von 290 Fällen nur geringfügig höher als im Vorjahr. Dabei zeigte sich im Stadtgebiet eine unterschiedliche räumliche Verteilung der Arbeitslosigkeit, die im Kasernen- und im Ostenviertel sowie in Reinhausen und Weichs über dem städtischen Durchschnitt lag (siehe Abbildung 2).

Anders als in den Jahren davor stieg die Zahl der Einwohner nur um 450 Personen und blieb mit 168.876 Einwohnern unter den Erwartungen zum Ende des Jahres 2019. Bei 1.670 Geburten und 1.433 Sterbefällen setzte sich ein seit dem Jahr 2012 bestehender Trend zu einem Geburtenüberschuss bzw. einem positiven natürlichen Saldo erneut fort (siehe Abbildung 3).

Einen erheblichen Wandel erfährt die Stadtgesellschaft auch bei der Zugehörigkeit der Bevölkerung zu einer Kirche oder Glaubensgemeinschaft. Wie Abbildung 4 zeigt, war der Prozentanteil der römisch-katholischen Bevölkerung insbesondere in den letzten zehn Jahren stark rückläufig und liegt jetzt bei weniger als der Hälfte der Bevölkerung. Der Anteil der evangelischen Bevölkerung sank nur geringfügig, während andere Religionszugehörigkeiten oder die Konfessionslosigkeit stark zunehmen.

Aufgrund der Bautätigkeit in vielen Neubaugebieten im Stadtgebiet stellte sich zum Jahresende ein überdurchschnittlicher Bauüberhang ein. 4.361 Wohnungen waren am Jahresende entweder noch nicht begonnen (1.329), noch nicht unter Dach (1.851) oder bereits rohbaufertig (818). Sehr hoch war auch die Zahl der erteilten Baugenehmigungen mit einem Bauvolumen für rund 2.400 neue Wohnungen. Insgesamt weckt dies positive Erwartungen hinsichtlich der Fertigstellungszahlen im Wohnungsbau in den kommenden Jahren (siehe Abbildung 5).

Hatte die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2019 das Wachstum am Arbeitsmarkt nur gebremst, machte sie sich dagegen bei den Einnahmen der Stadt aus der Gewerbesteuer, bei der ein Einbruch um rund 59 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr verbucht werden musste, deutlich bemerkbar (siehe Abbildung 6.)

Nahezu unbeeindruckt von der Weltkonjunktur zeigte sich der Tourismussektor, der im Jahr 2019 erneut Rekordzahlen schrieb. Die Zahl der Gästeübernachtungen stieg gegenüber dem Vorjahr um rund 43.600 Übernachtungen und erreichte einen neuen Spitzenwert von rund 1,144 Millionen Übernachtungen. Die Zahl der Übernachtungen von Auslandsgästen stieg aber nur moderat um knapp 1.400 (siehe Abbildung 7).

Diese kleine Auswahl an Themen soll dazu anregen, das Statistische Jahrbuch zu nutzen, um Neues und Wissenswertes über unsere Stadt zu erfahren. Das gedruckte Werk kostet 14,80 Euro. Es ist beim Amt für Stadtentwicklung der Stadt Regensburg erhältlich. Die digitale Ausgabe des Statistischen Jahrbuchs kann auf www.statistik.regensburg.de kostenlos eingesehen oder heruntergeladen werden.