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Vertrag zur Digitalisierung des Jüdischen Archivs unterzeichnet

Digitale Kopie wird im Stadtarchiv Regensburg für eine öffentlichen Nutzung zur Verfügung gestellt

Die Digitalisierung des Archivs der jüdischen Gemeinde Regensburg, das an der Hebrew University of Jerusalem verwahrt wird, kann beginnen. Am Montag, 5. Oktober 2020, wurde ein entsprechender Vertrag von Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer im Beisein der Generalkonsulin des Staates Israel, Sandra Simovich, dem Referenten für Bildung Dr. Hermann Hage und dem Kulturreferenten Wolfgang Dersch unterzeichnet.

Am 25. Juni 2020 hatte der Regensburger Stadtrat beschlossen, das Archiv der jüdischen Gemeinde Regensburg digitalisieren zu lassen und die digitale Kopie im Stadtarchiv Regensburg dauerhaft für eine öffentliche Nutzung zur Verfügung zu stellen.
In enger Zusammenarbeit des Stadtarchivs (Kulturreferat) und der Stabsstelle Erinnerungskultur (Referat für Bildung) konnte in kürzester Zeit der Vertrag mit den Central Archives for the History of the Jewish People (CAHJP), der zuständigen Einrichtung an der Hebrew University of Jerusalem, geschlossen werden.

Nach mehr als 80 Jahren wird der jüdischen Gemeinde mit der Rückkehr ihres Archivs nach Regensburg ein hochbedeutender Teil ihrer Geschichte wieder direkt verfügbar und erfahrbar gemacht. Auch für die Regensburger Stadtgeschichte vom späten 18. Jahrhundert bis zum Jahr 1938 stellt das Archiv als Gedächtnis der jüdischen Gemeinde einen signifikanten und äußerst wertvollen Zuwachs an Primärquellen dar.