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„Köln Special“ der Jazzfest Fridays des Bayerischen Jazzweekends

Zweiter Jazzfest Friday am 24. Juli 2020 im Degginger

Nach dem gelungenen Einstieg am 17. Juli 2020 mit bayerischen Musikern, die sich musikalische Gäste aus China, Spanien und der Schweiz eingeladen hatten, stellt der zweite Jazzfest Friday am 24. Juli 2020 im Degginger mit Lars Duppler und Jens Düppe zwei prägende Bandleader der Kölner Szene vor. Sie demonstrieren eindrucksvoll, womit viele Musikerinnen und Musiker auch auf dem Bayerischen Jazzweekend immer wieder für Staunen sorgen: Wandlungsfähigkeit und Teamgeist.

Ob solo oder in der Band, ob als Leader oder Sideman – die Musiker beweisen Gemeinschaftssinn und zeigen, dass gegenseitige Rücksichtnahme die Ausdrucksfreiheit nicht beschränkt, wenn genügend positive Energie und Kreativität im Spiel sind.

Pianist Lars Duppler offenbart im Solospiel eindrucksvolle Tiefe und enorme Konzentration. Seine Musik hat viel Raum zum Atmen und demonstriert eine bewusst perfektionierte und trotzdem unaufdringliche Ästhetik. Diese lässt mit abwechslungsreichem Klang einen Kosmos entstehen, der von der Spätromantik bis zum Jazz eines Paul Bley oder John Taylor reicht.

Im Anschluss beweist der deutsch‐isländische Pianist in seinem „New Trio“ an Fender Rhodes und Moog seine Wandlungsfähigkeit. Gemeinsam mit seinen kongenialen Mitmusikern, Saxophonist Denis Gäbel und Schlagzeuger Jens Düppe, gelingt es ihm, eine raumgreifende Energie zu entwickeln, die den Hörerinnen und Hörern Nähe zum Geschehen vermittelt, in der man gerne bedingungslos schwelgt.

In seinem John Cage gewidmeten Album „Dancing Beauty“ erzählt danach der Kölner Schlagzeuger Jens Düppe mit seiner Band eine große Geschichte – von neuen Horizonten, Neugierde und musikalischer Freiheit. Mit Frederik Köster an der Trompete, Lars Duppler am Flügel und Christian Ramond am Bass gestaltet er eine Entdeckertour mit heroischen Momenten, suchend‐träumerischen Klängen und von „tanzender Schönheit“.

Aus der Corona‐Isolation und Reduktion heraus wurde das darauffolgende Projekt geboren: Das absolute Zurückgeworfensein auf sich selbst mündete für Jens Düppe in einem Solo‐Konzept, in dem er simultan Schlagzeug, Klavier, Elektronik und auch Sprache benutzt, um allein einen „kompletten Klang“ entstehen zu lassen. Eine musikalische Reise ins Ich, in der musikalische Fundstücke auf dem Weg die Richtung immer neu bestimmen.

Sechs weitere Jazzfest Fridays im Stream zu erleben

Die Stadt Regensburg als Veranstalter und das Bayerische Jazzinstitut als Intendanz laden ein, die Entdeckungsreise bei den Jazzfest Fridays fortzusetzen. Alle, die live über Stream dabei sind, können sich selbst davon überzeugen, dass etablierte Jazzer auch ohne Live-Publikum für ihre Musik brennen und diese nutzen, ihre Erfahrungen und Gefühle nachhörbar zu verarbeiten.

Die Organisatoren laden dazu ein, das Projekt an diesem und den darauf folgenden sechs Jazzfest Fridays auf einer immer neuen Entdeckungsreise in virtuelle Gefilde zu begleiten, in der die Musikerinnen und Musiker des Bayerischen Jazzweekends beweisen, dass gerade in Krisenzeiten die Kunst der Improvisation ein Garant für Einzigartigkeit ist – ganz egal auf welcher Plattform sie sich präsentiert.

Die bereits gesendeten Livestreams sind unter vimeo.com/kulturregensburg auch weiterhin als Videos‐On‐Demand abrufbar.

Ein großer Dank gilt den mitwirkenden Musikerinnen und Musikern, die das Projekt Jazzfest Fridays mit so viel Enthusiasmus zum Leben erwecken. Die Organisatoren wünschen allen Interessierten und dem Publikum in aller Welt offene Ohren, offene Herzen und sichtliches Vergnügen am gemeinsamen Erleben.

Weitere Informationen unter www.regensburg.de/kultur oder unter www.jazzfest-fridays.de