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Flohmarkt auf dem Recyclinghof

Wiedereröffnung trägt dem Gedanken von Upcycling Rechnung

Nach einer strukturellen Überarbeitung ist der Flohmarkt auf dem Recyclinghof seit Februar wieder geöffnet, und zwar jeweils am Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 9 bis 11.30 und 13.30 bis 15 Uhr.

„Wir haben im Dezember und Januar ein neues angepasstes Konzept erarbeitet mit dem Ziel, Güter vermehrt wiederzuverwerten, die ansonsten recycelt bzw. thermisch verwertet werden müssten“, so Dr. Christian Herr, der Leiter des Amts für Abfallentsorgung, Straßenreinigung und Fuhrpark, zu dessen Zuständigkeit auch der Recyclinghof gehört. Die Stadt habe den Auftrag erhalten, die Entwicklung zu einer zertifizierten „Zero Waste City“ zu prüfen. „Der Flohmarkt ist ein weiterer Baustein für das Fundament einer nachhaltigen Stadtgesellschaft.“.

Um dieses Ziel zu erreichen, werden Kooperationspartner in das Projekt mit eingebunden, so beispielsweise die Unterkunft für Obdachlose (UfO) oder der Strohhalm, um Obdachlose bei der Möblierung von Unterkünften oder Aufenthaltsräumen zu unterstützen. Auch eine Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Roten Kreuz für Transporte in Krisenregionen ist bereits realisiert. Der Werkhof Regensburg stehe bereit, um Möbel und andere Gegenstände wieder gebrauchsfähig zu machen, und Gespräche mit der Initiative Clean up hätten Bedarf für Aktionen im studentischen Umfeld aufgezeigt, um dieser Zielgruppe nachhaltige Möglichkeiten zur Möblierung von Studentenbuden aufzuzeigen. Weitere digitale Lösungen zum Ausbau des Flohmarktes, beispielsweise im Rahmen einer Abfall-App, sind geplant und in Ausarbeitung.

Wichtig dabei ist, dass bereits vorab solche Gegenstände, die durch Upcycling aufgewertet werden können, von nicht mehr verwertbaren getrennt werden. „Die Kollegen auf dem Recyclinghof haben ein geschultes Auge dafür, welche Gegenstände zu schade sind, um weggeworfen zu werden. Sie können schnell herausfiltern, was noch Wert hat und brauchbar ist“, erklärt Armin Deml, der Leiter des Recyclinghofs. 

Für Bürgermeister Jürgen Huber ist die Wiedereröffnung des Flohmarktes ein wichtiges Signal für mehr Nachhaltigkeit in der Stadt: „In der heutigen Zeit ist der verantwortungsbewusste Umgang mit Ressourcen ein Schlüssel zum Erfolg. Aber er bedeutet auch eine Herausforderung, denn eine funktionierende Kreislaufwirtschaft fordert alle Akteure – Unternehmen, Zivilgesellschaft und auch die kommunale Selbstverwaltung. Wir nehmen diese Herausforderung gerne an.“