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Vortragsreihe „Provinz – Stadt – Metropole“ zum kulturellen Jahresthema 2020 beginnt mit einem Vortrag über Regensburg zur Römerzeit

Am 19. Februar 2020

Regensburg hat eine wechselvolle Geschichte. Je nachdem, auf welche Epoche man den Blick richtet, erscheint die Stadt mal als Provinz und mal als Metropole. Römisches Legionslager, frühmittelalterliche Residenz, hochmittelalterlicher Handelsknotenpunkt, Sitz des Immerwährenden Reichstags, bayerische Provinzstadt oder moderne „Boomtown“ – die Assoziationen zu jedem der genannten Schlagworte sind vielfältig und fordern geradezu zum tieferen Eintauchen in die Thematik auf.

In Anlehnung an die letzte, überaus erfolgreiche Vortragsreihe zur jüdischen Geschichte und Kultur Regensburgs wird von Februar bis zum Herbst 2020 erneut eine öffentliche Vortragsreihe zum aktuellen Jahresthema angeboten, die federführend vom Kulturreferat (Kulturamt, Amt für Archiv und Denkmalpflege) organisiert wird. Die Vorträge, die alle wesentlichen historischen Entwicklungen der Geschichte Regensburgs abdecken, werden dabei von ausgewiesenen lokalen Expertinnen und Experten sowie renommierten externen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gehalten. Eng verzahnt mit der an ein breites Publikum gerichteten Vortragsreihe ist die Ringvorlesung „Regensburg – Eine Metropole im historischen Wandel“, die im Sommersemester 2020 an der Universität Regensburg stattfindet und ergänzend zu den „großen Linien“ auch Detailaspekte der Stadtgeschichte aufgreifen wird.

 

Regensburg zur Römerzeit – Die Anfänge der Stadt

Zum Auftakt der Vortragsreihe referiert am Mittwoch, 19. Februar, Prof. em. Dr. Thomas Fischer, Professor für die Archäologie der römischen Provinzen an der Universität zu Köln, über die römischen Anfänge Regensburgs. Der Vortrag findet um 19 Uhr im Großen Runtingersaal (Keplerstraße 1) statt; der Eintritt ist frei.

Regensburg war der wichtigste römische Militärplatz an der Donaugrenze in Bayern. Der Vortrag behandelt den wesentlich verbesserten aktuellen Forschungsstand zum römischen und frühmittelalterlichen Regensburg, der vor allem den planmäßigen Rettungsgrabungen der staatlichen und städtischen Denkmalpflege zu verdanken ist. Dabei ist inzwischen sicher, dass die Anfänge der Stadt in der Römerzeit liegen und dass Regensburg nicht auf eine keltische Vorgängersiedlung zurückgeht.

Zu den wichtigsten Neuigkeiten zu den Anfängen der Stadt gehört der Nachweis eines zweiten Kastells an der Donau aus der Zeit vor dem Legionslager (gegründet 179 n. Chr.). Damit kann für Regensburg eine ähnlich außergewöhnliche Situation bei der Grenzsicherung nachgewiesen werden, wie sie schon für Straubing belegt ist. Ferner ergab sich überraschend, dass das Legionslager und die zugehörige Zivilsiedlung in ihrer Blütezeit um 200 n. Chr. größer waren als Regensburg im Mittelalter und in der frühen Neuzeit.

 

Die nächsten Vorträge der Reihe

Die nächste Referentin, Dr. Silvia Codreanu-Windauer, Leiterin der Dienststelle Regensburg des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege, behandelt am 11. März in ihrem Vortrag „Von der Garnison zur Herzogsstadt – archäologische Spurensuche zum spätantiken und frühmittelalterlichen Regensburg“ ein weiteres Kapitel der Regensburger Geschichte.

Die weiteren Vorträge der Reihe beschäftigen sich unter anderem mit der Jüdischen Gemeinde Regensburgs im Mittelalter oder mit Kaiser Friedrich III. und der freien Reichsstadt Regensburg.

 

Weitere Informationen

Die Vortragsreihe zum Jahresthema ist eine Kooperation des Kulturreferats (Kulturamt, Amt für Archiv und Denkmalpflege), der Universität Regensburg und des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg.

Weitere Informationen zur Vortragsreihe und zum kulturellen Jahresthema 2020 unter www.regensburg.de/kultur/veranstaltungen-des-kulturreferats.