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2020 – Jahr des Inklusionsfilms

Inklusionsbeirat der Stadt Regensburg veranstaltet gemeinsam mit dem Verein „Irren ist menschlich e.V.“ und der Filmgalerie Leerer Beutel im kommenden Jahr eine Filmreihe mit inklusiven Themen

Ab 8. Januar 2020 können Kinobegeisterte an 16 Abenden Filme zum Themenschwerpunkt Inklusion ansehen und im Anschluss daran, über die im Film angesprochene Thematik mit Betroffenen und Experten Gespräche führen und diskutieren.

Um das Thema Inklusion im Bewusstsein der Öffentlichkeit weiter wach zu halten, hat sich der Verein „Irren ist menschlich e.V.“ zusammen mit dem Inklusionsbeirat der Stadt Regensburg entschlossen, das Jahr 2020 zum „Jahr des Inklusionsfilms“ auszurufen.

Unter diesem Motto werden in der Filmgalerie Leerer Beutel im kommenden Jahr an insgesamt 16 Abenden Filme zum Thema Inklusion beziehungsweise Leben mit Behinderung gezeigt werden. Vereine oder Selbsthilfegruppen übernehmen dabei neben dem Inklusionsbeirat der Stadt Regensburg Patenschaften für einzelne Filmabende. Im Anschluss an jede Filmvorführung, die immer um 19.30 Uhr beginnt, wird eine Podiumsdiskussion, ein Expertengespräch oder ein Vortrag stattfinden, um die im Film gezeigte Thematik zu vertiefen. Für diesen Teil der Veranstaltung werden circa 45 Minuten eingeplant. Der Eintritt zum jeweiligen Filmabend wird 6 Euro betragen, ermäßigt 5 Euro.

Den Auftakt der Filmreihe bildet Anfang Januar 2020 die international sehr erfolgreiche Komödie „ Ziemlich beste Freunde“ mit François Cluzet und Omar Sy in den Hauptrollen. Vorlage für den Film ist die Lebensgeschichte des ehemaligen französischen Unternehmers Philippe Pozzo di Borgo, der im Jahr 1993 beim Paragliding abstürzte und seither querschnittsgelähmt ist. Das Lustspiel handelt von der Freundschaft zwischen ihm und seinem langjährigen Pflegehelfer, der mit seiner unkonventionellen Art dem wohlhabenden, aber isoliert lebenden Philippe neuen Lebensmut gibt. Nach Beendigung dieses Auftaktfilmes aus dem Jahr 2011 wird in der sich anschließenden Podiumsdiskussion über das Thema „Assistenz“ diskutiert. Viele andere Aspekte rund um den Themenschwerpunkt Inklusion werden im Rahmen der Filmreihe ebenfalls beleuchtet. Unter anderem stehen die Themen „Inklusionssport“, „Depression“, „Bipolarität“ oder auch „Sexualität und Behinderung“ bei den Filmabenden auf der Agenda. Die Veranstaltung zum Thema „inklusive Bildung“ mit Raul Krauthausen, dem Behindertenaktivisten, Mitbegründer des gemeinnützigen Vereins „Sozialhelden“ und des Projekts „Wheelmap.org“, am 4. November 2020 unterstreicht neben der Aufführung des Films „Systemsprenger“, des diesjährigen Gewinners der Internationalen Filmfestspiele von Berlin, den hohen Stellenwert der Filmwochen.

Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer zeigt sich sehr erfreut über dieses inklusive Filmfestival: „Mit dieser Veranstaltungsreihe über ein ganzes Jahr hinweg, möchte die Stadt Regensburg dazu beitragen, Vorurteile gegenüber Menschen mit Behinderungen abzubauen und das gegenseitige Miteinander von Menschen mit und ohne Handicap fördern, um der Inklusion zum gesellschaftlichen Durchbruch zu verhelfen“, so die Bürgermeisterin.
Die Filmreihe verdeutliche, welche Wertigkeit das Thema Inklusion in der breiten Öffentlichkeit mittlerweile erreicht habe, so Klaus Nuißl vom Verein „Irren ist menschlich“ und Florian Stangl vom Inklusionsbeirat der Stadt Regensburg unisono. Das detaillierte Programm des Filmfestivals wird rechtzeitig auf der Homepage der Stadt Regensburg unter www.regensburg.de, in der lokalen Presse und auf den sozialen Medien bekanntgegeben werden.