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15 ▪ 20 ▪ 19 – Ein Fotoprojekt von Martin Rosner zur Gegenüberstellung der Lebenswelten von 1519 und 2019

Ausstellung vom 22. Oktober bis zum 2. November 2019

In einem aufwendigen Fotoprojekt hat sich der Regensburger Fotokünstler Martin Rosner mehr als ein Jahr lang auf Spurensuche begeben und an einer fotografisch-künstlerischen Gegenüberstellung der Lebenswelten von 1519 und 2019 gearbeitet. Die Ergebnisse sind ab dem 22. Oktober in einer Ausstellung auf der Großen Ausstellungsfläche im Donau-Einkaufszentrum (Weichser Weg 5) zu sehen. Die Vernissage findet am Montag, 21. Oktober, um 19 Uhr statt, es handelt sich um ein Projekt im Rahmen des kulturellen Jahresthemas „Stadt und Gesellschaft“.

 

Idee und Hintergrund des Projekts

Anhand von Gemälden und Druckgrafiken aus dieser Epoche (Ende 15. Jh. – Anfang 16. Jh.) und eigens angefertigten zeitgenössischen Fotografien zeigt der Künstler Unterschiede und Gemeinsamkeiten aus 500 Jahren Kultur- und Gesellschaftsgeschichte auf.

Die Fotografien orientieren sich dabei an den Bildsujets der historischen Vorlagen (Inhalt, Bildkomposition etc.), stellen diese jedoch mit den Entsprechungen der aktuellen Lebenswirklichkeit (Kleidung, Autos, urbane Landschaften etc.) dar. So entsteht ein neuer, ungewöhnlicher Blick auf die Zeit des Auf- und Umbruchs des frühen 16. Jahrhunderts und es erschließen sich erstaunliche Parallelen zur Gegenwart.

 

Über die Ausstellung

Die Ausstellung zeigt Ikonen der deutschen Renaissance, die zum Teil auch in Regensburg gewirkt haben (z. B. Albrecht Altdorfer), und deren inhaltliche und künstlerische Transformation in die heutige Zeit. Die Auswahl der historischen Vorlagen erfolgte bewusst subjektiv. Sie orientiert sich an neuen künstlerischen Ausdrucksweisen, die in dieser Epoche entwickelt wurden. Dazu gehören zum Beispiel erste Landschaftsdarstellungen und Sittenbilder, die das damalige Leben repräsentieren. Hinzu kommen Architekturdarstellungen und individuelle Bildnisse zeitgenössischer Persönlichkeiten. Die Mischung aus bekannten und weniger bekannten Druckgrafiken und Gemälden, zum Teil auch mit ungeklärter Urheberschaft, bietet einen interessanten Querschnitt.

Für die Reproduktionen der historischen Vorlagen konnte Martin Rosner – mit freundlicher Unterstützung der bestandhaltenden Museen – auf hochauflösende Digitalisate zurückgreifen. So war es möglich, die Gemälde und Grafiken mit hochwertigen digitalen Druckverfahren auf ausgesuchte Künstlerpapiere zu produzieren und in historisierenden Stilrahmen zu präsentieren. Die Fotografien wurden auf Acrylplatten mit Echtglasbeschichtung gedruckt. Diese Form der Ausarbeitung erzeugt durch ihre moderne Anmutung einen deutlichen Kontrast zu den historischen Vorlagen. Die unterschiedlichen Bildmedien werden dadurch auch visuell erfahrbar gemacht.

 

Über den Künstler

Martin Rosner (*1965 in Regensburg) hat seine Ausbildung an der Bayerischen Staatslehranstalt für Photographie in München absolviert. Heute lebt und arbeitet er als freischaffender Fotokünstler in Regensburg. Neben einer nationalen und internationalen Ausstellungstätigkeit leitete er in Kooperation mit verschiedenen Kulturinstitutionen bereits mehrere internationale Projekte, unter anderem das „Festival Fotografischer Bilder Regensburg“. Rosner ist berufenes Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Photographie e. V. (DGPh) und Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler Niederbayern/Oberpfalz e. V. (BBK).

 

Weitere Informationen

Die Ausstellung ist vom 22. Oktober bis zum 2. November montags bis samstags von 9.30 bis 20 Uhr frei zugänglich.

Weitere Informationen zu den kulturellen Jahresthemen gibt es unter www.regensburg.de/kultur.