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Teilnahme am gesellschaftlichen Leben für Menschen mit Handicap ermöglichen

Dritte Auflage des kostenfreien Ratgebers „Barrierefrei durch Regensburg“ erschienen

Soziale Teilhabe für alle zu ermöglichen, ist eine große politische und gesellschaftliche Herausforderung unserer Tage, die seit Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention vor zehn Jahren immer mehr verwirklicht wird.
Menschen mit Behinderung sollen die gleichen Rechte und Möglichkeiten haben wie Menschen ohne Handicap. Dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen, sei für die Stadt Regensburg als UNESCO-Welterbestätte „Ansporn und Herausforderung zugleich“, betonte Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer bei der Übergabe der dritten Auflage des kostenlosen Ratgebers „Barrierefrei durch Regensburg“ durch den Inklusionsbeirat der Stadt Regensburg. 

In Regensburg gibt es etwa 24 000 Menschen mit Behinderung. Um dieser Personengruppe sowie auch Touristen und Gästen mit Handicap eine Hilfestellung auf der Suche nach barrierefreien Angeboten, Dienstleistungen und Örtlichkeiten in der Stadt zu geben, hat der Inklusionsbeirat die Publikation nach einer grundlegenden Datenneuerhebung neu herausgegeben. Sie soll für möglichst viele verschiedene Personengruppen eine Unterstützung bieten, um ihren Alltag und ihre Freizeit eigenverantwortlich gestalten zu können. Aus diesem Grund wurden in der Neuauflage des Ratgebers nicht nur Leichte Sprache berücksichtigt, sondern auch Piktogramme für Angebote in Gebärdenspräche und Blindenschrift neu aufgenommen. „Der Ratgeber erfährt dadurch eine weitere qualitative Aufwertung“, wie der Sprecher des Inklusionsbeirates, Florian Stangl, bei der Vorstellung des Werkes hervorhob. Er stelle nicht nur die bestehenden Angebote Regensburgs aus unterschiedlichen Lebensbereichen vor und zeige auf, ob diese barrierefrei oder behindertengerecht zugänglich sind, sondern enthalte auch eine Übersicht der Regensburger Behörden und Organisationen, bei denen Menschen mit Handicap Unterstützung erfahren, um ihren Alltag selbständig meistern zu können.

„Es ist mir eine Herzensangelegenheit, die gleichberechtigte Teilhabe für alle Menschen in unserer Stadt zu verwirklichen“, so Maltz-Schwarzfischer. Informationen in leicht verständlicher Sprache und mit Piktogrammen zu vermitteln, sei ein idealer Weg, um auch Menschen mit Lernbehinderungen ein Hilfsmittel zur Orientierung an die Hand zu geben und gleichermaßen Informationen zu transportieren, die allen Personen mit Handicap in der Stadt eine Hilfe sind. „Dazu leistet die nunmehr dritte Auflage des Ratgebers ‚Barrierefrei durch Regensburg‘ einen wichtigen Beitrag“, so die Bürgermeisterin.

 

Hintergrund

Der Ratgeber „Barrierefrei durch Regensburg“ ist ein Projekt des Inklusionsbeirates der Stadt Regensburg. Seine Ursprünge nahm er im Jahr 1999 mit einer ersten Publikation unter dem Namen „Regensburger Stadtführer für Rollstuhlfahrer“. Zwischenzeitlich kamen viele weitere Informationen zu Angeboten in Gebärdensprache, Induktionsanlagen für Schwerhörige, Blindenschrift oder Leichter Sprache hinzu. Seit der Einführung zählt der Ratgeber zu den führenden seiner Art im gesamten Bundesgebiet.

Er ist unter anderem im barrierefrei zugänglichen Büro des Inklusionsbeauftragten der Stadt Regensburg – gleichzeitig Geschäftsstelle des Inklusionsbeirats der Stadt Regensburg – im Alten Rathaus erhältlich und liegt an vielen Stellen in der Stadt aus, so unter anderem in den Bürgerzentren und der Tourist-Information.