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Maximilianstraße Süd

Die südliche Maximilianstraße ist eine wichtige Verkehrsachse zwischen Hauptbahnhof und Altstadt. Vor allem für den Bereich zwischen Hauptbahnhof und Ernst-Reuter-Platz ist viel geplant.

Maximilianstraße Süd

Hauptschlagader mit Defiziten

Die Maximilianstraße ist eine zentrale Verkehrsachse zwischen Hauptbahnhof und Altstadt. Tausende Menschen laufen und fahren täglich hier entlang, auf dem Weg zur Arbeit, nach Hause oder zum Einkaufen. Im Grunde sind es nur 200 Meter vom Bahnhofsplatz bis zum nördlichen, verkehrsberuhigten Teil der Maxstraße. Aber der Weg fühlt sich deutlich länger an. Weil man als Fußgänger und Radfahrer häufig an Ampeln warten und mehrspurige, vielbefahrene Straßen überqueren muss. Weil der Straßenverkehr besonders in den Hauptverkehrszeiten nicht fließt, sondern stockt. Weil sich die Trasse vom Bahnhofsplatz bis zum Ernst-Reuter-Platz nicht wie eine einladende Verbindung zur Stadt anfühlt, sondern wie eine brachiale Schneise durch die angrenzenden Grünflächen.

Die richtigen Verbindungen stärken

Die Regensburgerinnen und Regensburger habe sich im Zuge der bisherigen Öffentlichkeitsbeteiligung an dieser Stelle klar positioniert – mit konkreten Auswirkungen insbesondere auf die Planungen in und an der Maximilianstraße: Der Autoverkehr im Umfeld des Bahnhofs soll weniger werden. Dadurch entsteht Platz für mehr Fuß- und Radwege und der öffentliche Personennahverkehr kann verbessert werden. Im Gegenzug werden die Flächen für den Pkw-Verkehr reduziert. Das schafft auch den nötigen Spielraum, um Eingriffe in den wertvollen Baumbestand zu vermeiden. Mehr noch: Wir können die Grünflächen entlang der Maximilianstraße zwischen Hauptbahnhof und Ernst-Reuter-Platz stärken und so gestalten, dass die Menschen nicht nur eilig auf dem Weg zum Bus oder in die Altstadt vorbeilaufen, sondern sich dort wohlfühlen und gerne aufhalten.

Maximilianstraße Süd

Lösungen für Knotenpunkte

Wie die neu geordneten Verkehrs- und Freiflächen im Detail aussehen werden, steht erst nach Abschluss der Vorstudien und dem 2021 anschließenden Planungswettbewerb fest. An einigen wichtigen Punkten wird sehr konkret gearbeitet. Dazu finden bereits Workshops mit Experten und besonders betroffenen Nutzern statt.

Ein Beispiel: Auch wenn künftig keine Autos mehr durch die südliche Maximilianstraße rollen werden, teilen sich dennoch Busse, Fahrradfahrer und Fußgänger die Flächen. Für drei zentrale Kreuzungen an der Maxstraße – mit dem St.-Peters-Weg im Norden, mit der Albertstraße in der Mitte und am Bahnhofsplatz im Süden – müssen sichere und praktikable Lösungen, insbesondere auch für Menschen mit Einschränkungen, gefunden werden. Grundsätzlich sind für alle Kreuzungen vier Varianten denkbar:

  • Lichtsignalanlage: Eine Ampel regelt, wer Vorrang hat.
  • Fußgängerzone: Vorrang für Fußgänger, kein Auto- und Radverkehr (kann aber in bestimmten Bereichen zugelassen werden).
  • Fußgängerüberweg: Vorrang für Fußgänger, Auto- und Radverkehr nachgeordnet.
  • Verkehrsberuhigter Geschäftsbereich: Der Autoverkehr hat Vorrang gegenüber Fußgängern und Radfahrern, darf aber nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren.

Diese Varianten, ihre Vor- und Nachteile, die verkehrlichen Rahmenbedingungen am jeweiligen Knotenpunkt und vieles mehr diskutierten die städtischen Planer mit Vertretern von Inklusionsbeirat und Seniorenbeirat im Rahmen eines Expertenworkshops im Juli 2020. Weitere Untersuchungen folgen noch und die jeweils beste Variante steht noch nicht fest. Erkenntnisse aus den Treffen wie diesen sind dabei von unschätzbarem Wert für das Projekt kepler+ und finden Eingang in die weiteren Planungen.