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Ernst-Reuter-Platz

2021 entsteht auf dem Kepler-Areal am Ernst-Reuter-Platz ein provisorischer Busbahnhof. Dieser wird später zurückgebaut und das Areal neu gestaltet.

Ernst-Reuter-Platz - Luftbild Busbahnhof mit Wirsingbau

Hier geht kepler+ los!

Im Februar 2020 wurde der achtstöckige „Wirsing-Bau“ am Ernst-Reuter-Platz spektakulär gesprengt. Damit verschwanden die letzten Gebäude vom sogenannten Kepler-Areal: Der Kepler-Bau und das Luther-Hochhaus. Die weitere Nutzung dieser Bauten aus den späten 1960er-Jahren war nach den geltenden gesetzlichen Vorschriften nicht mehr möglich. Ebenso wenig eine wirtschaftlich und bautechnisch sinnvolle Sanierung der ehemaligen Wohnheime und Büroräume. Auch wenn einigen vor allem das charakteristische Hochhaus fehlen wird: Der Platz, der dort geschaffen wurde, wird dringend benötigt – und er bietet Raum für Möglichkeiten!

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Mittlerweile werden auf dem Kepler-Gelände die ersten Baumaßnahmen für kepler+, das neue Bahnhofsumfeld, sichtbar: Nachdem alle Gebäude einschließlich der Untergeschosse beseitigt worden sind, hat die Eigentümerin der Fläche, die Evangelisch-Lutherische Pfründestiftung, die Fläche in Erbpacht für 99 Jahre an die Stadt Regensburg übergeben. Anschließend wurde das rund 4.500 Quadratmeter große Areal verfüllt und für die künftige Nutzung vorbereitet.

Baustelle Interims-ZOB

Interims-ZOB ab 2021

2021 entsteht auf dem Kepler-Areal nun zunächst ein provisorischer Busbahnhof (Interims-ZOB), der im Dezember 2021 in Betrieb gehen soll. Der Interims-ZOB ist nötig, weil vor dem Bau des endgültigen ZOBs am Bahnhof Platz für diese dauerhafte Lösung geschaffen werden muss. Das bedeutet: Die dort vorhandenen Haltestellen müssen zunächst verlagert werden – zum Interims-ZOB. Erst danach können direkt am Bahnhof der neue Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) und eine Tiefgarage gebaut werden.

Die Regionalbusse werden bis dahin schwerpunktmäßig in die Albert- und Maximilianstraße verlegt, die Stadtbusse von dort auf das freigewordene Kepler-Gelände. Weil sich dort die meisten Linien treffen, werden die Umstiege einfacher, die Wege kürzer und endlich barrierefrei.

Am nördlichen Rand des Kepler-Areals, auf dem eigentlichen Ernst-Reuter-Platz, sorgt ein Verkehrskreisel für einen reibungslosen Verkehrsfluss bei der Aus- und Einfahrt des Interims-ZOB. Eine zweite Zufahrt befindet sich im heutigen Bustreff Albertstraße.

Mit der Inbetriebnahme des Interims-ZOBs wird der Bereich direkt vor dem Bahnhofsvorplatz für den motorisierten Verkehr gesperrt. Sobald durch die Maximilianstraße nur noch Busse und Taxis fahren dürfen, bleibt das Areal weitgehend frei für Fußgänger und Radfahrer. Damit kommen wir dem Bürgerwunsch nach Verkehrsberuhigung bereits an dieser Stelle nach.  

Die Vorteile, die später im ganzen Bahnhofsareal zum Tragen kommen, werden also bereits bald sichtbar.

Mehr Möglichkeiten, mehr Miteinander

Geht der dauerhafte ZOB am Bahnhof in Betrieb, wird der Interims-ZOB zurückgebaut.

Wie das Grundstück am Ernst-Reuter-Platz anschließend konkret bebaut und genutzt wird, steht noch nicht fest. Die Stadtspitze will die Öffentlichkeit in die Entwicklung entsprechender Konzepte einbinden. Ein besonderer Fokus wird dabei auf der öffentlichen Nutzung liegen.

Ebenso wichtig: Die umgebenden Frei- und Grünflächen sollen erhalten und erweitert werden. Schließlich ist die Lücke im denkmalgeschützten Alleengürtel am Ernst-Reuter-Platz besonders deutlich sichtbar und spürbar. Der motorisierte Verkehr in der Maximilianstraße soll deutlich weniger werden. Dies alles sind klare Wünsche, die die Regensburger Bürgerinnen und Bürger in den bisherigen Beteiligungsrunden geäußert haben.

Neben den Ergebnissen der Bürgerbeteiligung geben die aktuellen Vorstudien für ein abgestimmtes Verkehrs- und Freianlagenkonzept den Rahmen vor, in dem sich die weitere Planung bewegen wird.

Rückblick: Kontroverse und Bürgerwille

Für das Gelände zwischen Albertstraße und Altstadt gab es ursprünglich ganz andere Pläne. Seit Jahrzehnten existierte die Idee eines Regensburger Kultur- und Kongresszentrums (RKK), zunächst am Donaumarkt, später auf dem Kepler-Areal. Dort sollten sowohl Tagungen als auch die Nutzung für öffentliche Kulturveranstaltungen möglich sein. Das RKK sollte das bestehende Raumangebot in der Stadt ergänzen.

Unter Beteiligung der Öffentlichkeit wurden zahlreiche Ansätze zu Standort, Bauweise und Nutzung entwickelt. Wegen seiner zentralen und verkehrsgünstigen Lage konzentrierten sich in den letzten Jahren diese Planungen auf das Gelände am Ernst-Reuter-Platz. Die Kritik am Vorhaben entzündete sich vor allem an der kommerziellen Nutzung, dem erwarteten höheren Verkehrsaufkommen und den Auswirkungen auf den wertvollen Baumbestand rund um das Areal.

Im Oktober 2018 fand schließlich ein Bürgerentscheid zum Thema statt, bei dem rund 60 Prozent der abgegebenen Stimmen auf die Forderung nach einem Planungsstopp entfielen. Dieser Forderung hat die Stadtverwaltung entsprochen, die Planungen für ein RKK am Ernst-Reuter-Platz werden nicht weiterverfolgt.