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Binary Kitchen e.V.

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Das ist Timo Schindler.
Kreativ, chaotisch, genial könnte man das Tätigkeitsfeld des Regensburger Vereins Binary Kitchen e.V. bezeichnen, in dem sich der 34-jährige sichtlich wohl fühlt. „Wir engagieren uns im Bereich Citizen Science (Bürgerwissenschaften) und bieten Raum für Ideen von Technikbegeisterten,“ erklärt er und öffnet anhand der von Mitgliedern des Vereins geschriebenen Schließsystem-App mit seinem Handy die Tür zu den Räumlichkeiten des Vereins in der Walderdorffstraße im Stadtosten.
Die Interpretation von Technik ist dabei ein weit gefasster Begriff. So wurde kurzerhand eine ehemalige Stadionanzeige zur Uhr im Schaufenster umprogrammiert, in der Ecke steht der „Fackelmopp“, ein rundes Display auf dem bekannten Putzutensil und auf der Toilette hängt ein video-akustischer  „Störer“, der durch das Abspielen nerviger Videos aus dem Internet die Sitzungen  abkürzen soll. Eine mit der Hausautomatisierung verbundene  Treppenbeleuchtung weist den Weg in die Kellerräume. Hinter den Begriffen Pizza, Pasta und Spagetti stecken in der Binary Kitchen nicht nur die leckeren Gerichte, die es auch schon mal bei den gemeinsamen Vereinsabenden als Belohnung für gelungene Projekte oder einfach nur zum gemütlichen Zusammensein gibt. Gemeint sind hier auch die Softwaretools. „Wenn jemand bei uns Lust hat die Technik ‚Häkeln‘ oder ‚Siebdruck‘ auszuprobieren, dann kann er das machen. Bei uns gilt: Wer macht, hat recht!
Bei kreativen Aktionen braucht man bei uns nicht um Erlaubnis fragen“ lacht der Referatsleiter aus dem Landesamt für Finanzen.

Seit der Gründung vor 8 Jahren haben die mittlerweile 130  Mitglieder im Alter zwischen 17-60 Jahre ein großes regionales und überregionales Netzwerk mit anderen Vereinen, Bildungseinrichtungen und Unternehmen aufgebaut. Zudem bieten Sie ein breites Angebot an Workshops, Geräten und weiterem Equipment. Neben 20 bis 30 Lötkursen im Jahr in Kooperation mit Schulen und dem MINT Labs Regensburg e.V. gibt es analoge und digitale Fortbildungen zum Beispiel zum Amateurfunk oder KiCAD, einem freien Programm für den Entwurf von Elektronik. Es werden aber auch andere Themen, wie der Datenschutz aufgegriffen. Für entsprechende Schulungen macht man sich das Wissen von qualifizierten Personen aus dem eigenen Verein zu Nutze. Konkurrenz ist hier Fehlanzeige „Wenn du etwas kannst, dann zeige es einem anderen,“ lautet das Motto der Kitchen-Leute. Der Verein verfügt neben zahlreichen Messgeräten und Werkzeugen über einen 3D-Drucker, eine Dunkelkammer für Siebdruckarbeiten und das Herzstück der Holzwerkstatt, den Lasercutter.  In der Metallwerkstatt stehen zudem eine CNC-Fräsmaschine, die Drehmaschine und ein Keramik-Brennofen. „Wir übergeben den Machern die komplette Gestaltungsfreiheit, aber auch die Verantwortung für ihr Tun. Mit den passenden Rahmenbedingungen werden die kreativsten Ideen geboren!“

Wer noch mehr über den Binary Kitchen e.V. wissen will, kann sich auf der Homepage www.binary-kitchen.de nicht nur viele der dokumentierte Projekte der Mitglieder ansehen, sondern auch Termine finden, die regelmäßigen Logs über deren Aktionen verfolgen oder einen Blick in die Vereinsräume werfen.

Dezember 2021