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Ammoniakaustritt aus einer Kälteanlage im Milchwerk

Heute Nachmittag um 15:46 Uhr wurde die Berufsfeuerwehr zu einem Gasaustritt zum Milchwerk gerufen...

Ort: Regensburg

Heute Nachmittag um 15:46 Uhr wurde die Berufsfeuerwehr zu einem Gasaustritt zum Milchwerk gerufen. Auf der Anfahrt erfuhren wir, dass aus einer Kälteanlage am Hochregallager Ammoniak austritt. Am Einsatzort erwarteten uns Bedienstete und berichteten, aus einer undichten Leitung der Kälteanlage des Hochregallagers tritt dieses aus; der Raum könne nicht mehr betreten werden. Die auf dem Flachdach des 3-geschossigen Produktionsgebäudes in einem Technikraum mit ca. 5x5m installierte Kältemaschine war bereits ausgeschaltet, ein Zischgeräusch sowie starker Ammoniakgeruch waren wahrnehmbar. Das Produktionsgeschoss unterhalb des Technikraumes wurde geräumt, da auch dort Ammoniakgeruch wahrgenommen werden konnte. Die Werksangehörigen erläuterten die Situation, wonach 2 Schieber an der Anlage geschlossen werden müßten. Zur Niederschlagung der Dämpfe wurde ein C-Rohr zum Flachdach vorgenommen, auf dem Flachdach sowie in der Nachbarschaft (Altenheim Brennesstraße) wurden entsprechende Messungen vorgenommen. Während außerhalb des Werkes keine Schadstoffe gemessen werden konnte, waren auf dem Flachdach erhöhte Werte feststellbar. Einsatzkräfte unter Chemikalienschutzanzug schieberten nach Einweisung durch die verantwortlichen Techniker des Werkes die Anlage entsprechend ab. Um 16:29 waren die Leitungen abgeschiebert. Zum Lüften des Technikraumes wurde am Zugang ein Hochdrucklüfter eingesetzt. Nachdem die stationäre Lüftungsanlage des Technikraumes wieder in Betrieb genommen werden konnte, wurde nach einer letzten Schadstoffmessung, die nur unwesentlich erhöhte Konzentrationen ergab, der Einsatz um 17.15 Uhr beendet. Der Rettungsdienst brachte vorsorglich 4 Mitarbeiter, die über Reizungen klagten vorsorglich ins Krankenhäuser. Zur Verstärkung wurde der Löschzug Weichs zur Einsatzstelle alarmiert. An der Einsatzstelle waren, neben Polizei und Rettungsdienst, insgesamt 20 Einsatzkräfte der Feuerwehr mit 6 Fahrzeugen. Bilder Ratisbona Broadcasts

Einsatzleiter und Bericht: Eibl

19.06.2013