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Rush Hour für die Feuerwehren

Zwischen 18.00 und 19.00 Uhr erlebten die Feuerwehren in Regensburg eine nicht alltägliche „Rush Hour“.

Ort: Stadtgebiet

Zwischen 18.00 und 19.00 Uhr erlebten die Feuerwehren in Regensburg eine nicht alltägliche „Rush Hour“. Sie wurden zu insgesamt sieben Einsätzen alarmiert, die sich größtenteils zur gleichen Zeit abspielten. Die Einsatzserie wurde um 17:58 Uhr durch die Meldung zu einem Zimmerbrand in einem Hotel im Stadtosten eröffnet. Noch während der Löschzug der Berufsfeuerwehr dorthin ausrückte ertönte erneut der Alarmgong in der Hauptwache in der Greflingerstraße 20. Es galt eine Wohnungstür im Eduard-Mühlbauer-Weg zu öffnen, um einer hilflosen Person in der Wohnung zu helfen. Während dorthin ein Kleinalarmfahrzeug mit drei Einsatzkräften ausrückte, fuhr der Löschzug der Berufsfeuerwehr (vier Fahrzeuge, 18 Einsatzkräfte) zum Zimmerbrand. Dort war eine Kaffeemaschine in Brand geraten. Der Brand war schnell gelöscht, alle betroffenen Bereiche auf Verrauchung überprüft und entsprechend belüftet. Personen kamen keine zu Schaden. Nachdem durch die beiden Einsätze die komplette Wachmannschaft der Berufsfeuerwehr gebunden war, übernahm das Personal eines bei der Berufsfeuerwehr zur Zeit durchgeführten Lehrgangs (acht Lehrgangsteilnehmer und ein Ausbilder, allesamt voll ausgebildete Einsatzkräfte) mit einem Einsatzfahrzeug den nächsten Einsatz, eine brennende Mülltonne in der Albertstraße, der um 18:03 gemeldet wurde. Diese Einsatzstelle war schnell erledigt, so dass die Mannschaft von dort aus direkt zum nächsten Einsatz geschickt wurde. Dies war um 18:13 Uhr der Vollbrand eines PKW in einer Reihengarage in der Liskircherstraße. Zur Unterstützung wurde der Löschzug Altstadt (neun Einsatzkräfte, ein Fahrzeug) der Freiwilligen Feuerwehr Regensburg hinzu alarmiert. Ebenso wurde der an der ersten Einsatzstelle frei werdende Löschzug der Berufsfeuerwehr dorthin entsandt. Der Brand wurde rechtzeitig gelöscht, bevor das Feuer auf benachbarte Garagen oder den Dachstuhl des Gebäudes übergreifen konnte. Eine „Zivilperson“ wurde, nachdem Sie Rauchgas eingeatmet hatte, durch den Rettungsdienst vorsorglich ins Krankenhaus eingeliefert . Als die ersten Einsatzkräfte an der Liskircherstraße ankamen, wurde in der Integrierten Leitstelle von mehreren Anrufern von Brandrauch unbekannter Herkunft am Jahnstadion berichtet. Die Vermutung lag nahe, dass es sich um den Rauch vom Garagenbrand in der Liskircherstraße handelte. Dennoch wurde ein Einsatzfahrzeug von der Liskircherstraße zum Jahnstadion geschickt, wo sich der Verdacht bestätigte. Der Rauch hatte sich bei Eintreffen am Jahnstadion bereits wieder verzogen und somit war dort nichts zu veranlassen. Nachdem allerdings jetzt die Hauptwache wieder verwaist war, wurde der Löschzug Winzer (12 Einsatzkräfte, zwei Fahrzeuge) alarmiert, um die Hauptwache für weitere Einsätze zu besetzen. Die Kräfte aus Winzer waren noch auf der Anfahrt zur Greflingerstraße, als für sie um 18:37 Uhr den Einsatzbefehl zu einem Mülltonnenbrand im Gewerbepark erhielten. Auch dieser Einsatz war zügig erledigt. Den Abschluss der Serie bildete eine weitere hilflose Person in einer Wohnung um 19:15 Uhr in der Wernerwerkstraße. Zu den insgesamt sieben Einsätzen in diesem Zeitraum war 51 Einsatzkräfte mit neun Fahrzeugen unterwegs. Eine Führungskraft der Berufsfeuerwehr organisierte den Betrieb in der Hauptwache und vier Disponenten betreuten in der Integrierten Leitstelle, neben dem weiter laufenden Einsatzgeschäft des Rettungsdienstes (allein an fünf der sieben Einsatzstellen waren ebenfalls Einsatzkräfte des Rettungsdienstes alarmiert), die sieben Feuerwehreinsätze. Dort war während der Zeit hohe Konzentration und Organisationsgeschick gefragt, damit die Alarme so reibungslos und schnell durchgeführt werden konnten und die Einsatzkräfte effektiv auf die Einsatzstellen verteilt werden konnten.

Verfasser: Buchhauser

12.12.2011