Volles Haus und voller Erfolg des Musischen Frühlingsabends – Beginn der großen Kunstausstellung!
Die Fachschaft Kunst glänzte wieder neben den alljährlichen Arbeiten aus dem Kunstunterricht mit einem variationsreichen, diesmal neuen künstlerischen Repertoire: Von kleinen bunten Ostereierfiguren zu lebensgroßen Porträts aus Ton über knallige, postmoderne Architekturmodelle sowie Kunst in der Käseschachtel bis hin zur Liveperformance und zum Kurzfilm.
Die exzellenten Exponate der SchülerInnen werden noch bis zum 23.03.2026 ausgestellt sein. Gezeigt werden ausgewählte Arbeiten aus dem diesjährigen Kunstunterricht in den verschiedensten Techniken: Linoldruck, Radierung, Pastellkreide-, Kohle- Bleistift-, Tuschezeichnungen, Acrylmalerei, Aquarell, bis hin zu den verschiedensten Mischtechniken. Einen Eyecatcher bilden bemalte Schellackplatten, die von der Aula bis über die gesamte Ausstellung hinweg zu sehen sind und von der Unterstufe bis zur Oberstufe bemalt wurden. Ideengeber war dabei das P-Seminar Kunst im öffentlichen Raum und mit dem Spender der Platten, Harald Berghoff, konnte die Idee zum Musischen Frühlingsabend umgesetzt werden. Weitere Rauminstallationen sind selbstgenähte, upgecycelte Kleidung sowie Schmuckkästen „bicycle tube jewelry“ mit faszinierend filigranem Schmuck aus Fahrradschläuchen.
Die Unterstufe zeigt Vortreffliches: Vulkanausbrüche, unbekanntes Meeresgetier, griechische Gefäße, Dschungelbilder, Höhlenmalerei, Winterspaziergänge, fantastische Wasserwelten, den eigenen Namen in der Kavaliersperspektive, Collagen mit den Apokalyptischen Reitern, Fundstücke im Herbstlaub, Zauberlehrlinge und sogar „Entdeckungen neuer Lebensformen“ - alles in allem ein wahrer Augenschmaus. Ebenso punktet die Mittelstufe mit auserlesenen Themen wie spannenden und sauber ausgearbeiteten Übereckansichten von Gebäuden, impressionistischen Landschaften, Bewegungsstudien, wohl komponierten Schlüsseldetails und mit „Mein Zimmer“ in Zentralperspektive. Stufenübergreifend ausgestellt werden auch die Arbeiten (Malerei und Graffiti), die zum diesjährigen Europäischen Wettbewerb eingereicht wurden.
Eine eindrucksvolle Porträtgalerie in Acryl auf Leinwand gestaltete die Q13, die das Wesen der Charakterköpfe künstlerisch sehr überzeugend umsetzte. Ebenso faszinieren Zeichnungen mit dem Thema „Körpererweiterungen“, die uns visionär eine mögliche, prekäre Zukunft vor Augen halten, doch erbauliche, einfühlsame Handzeichnungen nebenan machen dies wieder wett. In der Fotografie ist die Architekturfotografie der Q12 mit erlesenen Detailansichten von Gebäuden in der Nähe vertreten. Von der blühenden bis zur blutenden Banane geht es bei Objekten aus Plastikbananen, die zum Denken anregen und so lautet ein sinnstiftender Titel: „Mirror, mirror on the wall, who is THE BANANA oft them all?“ Individuelles Design aus glasiertem Ton der Q12 befindet sich in der Nähe der W-Seminararbeiten. Hier sind zwei W-Seminare vertreten -Porträt und Menschenbild- die zum Verweilen und Nachdenken einladen: Vom Punkkopf bis zum afrikanischen Maskenkopf sind ergreifende, ausgezeichnete Porträts aus Ton zu begutachten. Zur Reflexion lädt ein männlicher Torso sowie die Leinwandarbeiten „Adam und Eva II“ oder „Sehnsucht und Leid“ ein, bis hin zum eindrucksvollen „Selbstporträt mit Sonnenblume“ nach Paula Modersohn Becker, dem Tiefdruck „Triade der Triebe“ und schwarz-weißen Porträtfotografien. Farbenfroh präsentieren sich „Martin Luther King“, „Gefangen in mir selbst“ nach Elvira Bach und „Vielfarbigkeit der göttlichen Erlösung“.
Leider konnte man die ausladende Zeichnungsperformance an sich nur während des Konzertes mit dem Jazzorchesters sehen, aber die Ergebnisse, großformatige, schwungvolle Arbeiten auf Papier, sind noch in der Aula zu begutachten. Nicht mehr zugänglich ist der gezeigte Kurzfilm mit dem Titel Lifestream (man bemerke das Wortspiel), in dem die Auswirkungen des überhandnehmenden Influencertums und die übermäßige Handynutzung dem Zuschauer in einer surrealen Glanzleistung gezeigt werden, wobei die Protagonistin zugleich als Antagonistin fungiert und an den Rand des Wahnsinns getrieben wird.
Daran anschließend lässt sich zu guter Letzt sagen, dass gerade in der heutigen Zeit, in der digitale Arbeitsmittel immer mehr vorherrschen und viel „gewischt und gescrollt“ wird, die Kunst und Musik umso wichtigere Schulfächer darstellen, da essenzielle Kompetenzen wie Selbstwirksamkeit, differenziertes Wahrnehmen, Kontemplation und Fantasie geübt und verfestigt werden.
So lädt Sie die Fachschaft Kunst
herzlich
zu einem Rundgang durch die Kunstausstellung ein.










