Souvenir de Paris: Studienfahrt des P-Seminares Kunst im Öffentlichen Raum nach Paris
Auch wenn in unserer Region zahlreiche Objekte für das Seminar vorhanden sind und einige auserwählte Kunstwerke bereits vor Ort begangen wurden, so zog es uns in der P-Seminarwoche doch in die Ferne, zu den Nachbarn nach Frankreich. Paris als kulturell vielfältige Metropole bietet eine gute Grundlage, um einen historischen und zeitgenössischen Streifzug zugleich zu Kunstwerken im Öffentlichen Raum zu unternehmen und um Parallelen sowie neuere Facetten kennenzulernen. Nach der Ankunft war zuerst der Strawinski Brunnen von Niki de Saint Phalle und Jean Tinguely sowie das Graffiti von Shepard Fairey (Künstler des Wahlkampfplakates „Hope“ von Obama) in der Nähe angesagt. Da der Brunnen noch nicht sommerfest gemacht wurde, war das Schauspiel recht verhalten, aber umso mehr beeindruckte das Häuserwandgraffiti „The Future is unwritten“. Am nächsten Tag suchten wir nach eingehender Erörterung des geschichtsträchtigen Triumphbogens Arc de Triomphe de l’Étoile am Place Charles de Gaulle, Europas größtes Büroviertel La Defense auf, das mit Skulpturen von Calder und Miró sowie mit Césars überdimensionalen Daumen, dessen erste öffentliche Präsentation ein Abguss seines eigenen Daumens war, sehr beeindruckte. Am faszinierendsten war die triumphbogenförmige Grande Arche de la Fraternité, deren Größe von weitem über die historische Sichtachse der Avenue des Champs-Élysées wesentlich kleiner erschien als vor Ort und somit real wahrgenommen werden konnte. Am Nachmittag fuhren wir zum Alma-Tunnel zur Flamme de la Liberté (Nachbildung der Fackel der Freiheitsstatue), die vorerst das amerikanisch-französische Verhältnis bestärkte, dann Maria Callas gewidmet werden sollte, jedoch als Hommage an Prinzessin Diana endete, da sie im Tunnel vor Ort starb - ein klassisches Beispiel für die Umdeutung eines Kunstwerkes. Direkt an der Pont d‘Alma konnten wir die weltbekannte Brückenfigur des Zuaven sehen. Danach kam der Eiffelturm und der begeisterte mit seiner Metallkonstruktion, ein 330 Meter hohes Eisenfachwerk von 1889. Eine Überraschung war dann die Fahrt bis an die Spitze dieses weltbekannten Konstruktes und oben angelangt konnte sogar ein Heiratsantrag miterlebt werden. Um wahrhafte Meisterwerke nicht ganz links liegen zu lassen wurden Mitte der Woche das Musée de l’Orangerie mit Monets Seerosengemälden und der Louvre besucht. Bei Letzterem musste mitten in den Besuchermassen das Referat über die Glaspyramide von Ieoh Ming Pei gehalten werden, doch war man froh bereits Tickets zu haben, um weiteren langen Touristenschlangen zu entkommen. Ein Muss stellte auch Notre Dame dar, zu der wir Donnerstagmorgen pilgerten, zwar innen gut besichtigen konnten, jedoch nicht an der Kirchenfassade, da immer noch restauriert wird. Am letzten Tag wurde noch das Banksy Museum mitgenommen und in Montmartre zur Basilika Sacré Coeur hinaufgestiegen. Mit talentierten Straßenmusikern konnte noch einmal der Himmel über Paris, ein wunderschöner Ausblick und sommerhafte Temperaturen genossen werden und den gemeinsamen Abschluss bildete dann auch ein Abendessen vor Ort - von der landesüblichen Quiche über Riesenhamburger bis zu Burrata. Die gemeinsam erlebten Eindrücke sowie das gemeinsam erstellte Geheft aus den gehaltenen Referaten bleibt uns neben mitgebrachten Macarons etc. somit ein besonderes Souvenir de Paris.
Maresa Müller





