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Q12 Studienfahrt vereint Bildung Sport und Kultur

Q12 Studienfahrt vereint Bildung Sport und Kultur

76 Schülerinnen und Schüler der Q12 machten sich am Sonntag, den 15.09., mit ihren sechs Lehrkräften (A. Adler, J. Espach, R. Groll, S. Glas, Cl. Zerrmayr und T. Wolff) und ihrem liebgewonnenen Busfahrerteam Peter und Werner auf den Weg zum größten See Italiens. Die Planungen der Reise zum Gardasee, eingebettet zwischen den Alpen im Norden und der Po-Ebene im Süden, begannen schon vor gut einem Jahr. Nun war es endlich soweit, die Highlights der Region zu erkunden. Ein ausgetüfteltes Wochenprogramm berücksichtigte alle Interessen gleichermaßen.

Q12 auf dem weg durch die Gilfenklamm
Q12 auf dem weg durch die Gilfenklamm © A. Adler

Schon bei der Hinfahrt bot sich die Gelegenheit zu einem ersten vielversprechenden Abstecher. Südlich des Alpenhauptkamms, bei Ratschings im Wipptal, stoppten wir die Busse und folgten von nun an per Pedes dem Jaufenbach bis zur einer ganz besondere Schlucht: Der Gilfenklamm. Sie wurde bereits 1896 eröffnet und zwei Jahre später auf den Namen “Kaiser-Franz-Josefs-Klamm” getauft. Im Kernstück der Gilfenklamm eröffneten sich uns atemberaubende Blicke in die Tiefe. Auf dem 2,5 km langen Wanderweg ging es in rund einer Stunde über Hängebrücken und Treppen, stets dem Wanderweg folgend, vorbei an hell schimmernden Schichten aus Marmorgestein durch dieses Naturdenkmal. Ein erster bleibender Eindruck von der Einzigartigkeit der Alpen setzte sich hier bereits in unseren Köpfen fest.

Mobile Homes in San Benedetto
Mobile Homes in San Benedetto © A. Adler

Am Abend erreichten wir schließlich Pesciera im Süden des Gardasees. Nachdem die Mobile Homes in „San Benedetto“ bezogen und Betten und Mobiliar auf Tauglichkeit geprüft waren, erkundeten wir noch das großzügige Gelände, auf dem uns traditionell auch schon begeisterte Schüler des letzten Abiturjahrganges erwarteten.

Bei herrlichem Spätsommerwetter ging es am Montag, angeleitet durch zwei ortskundige Stadtführer, zunächst zu Fuß durch Verona. Um den Flair der Stadt zu fühlen, muss man die Stadt aber auch vom Wasser aus erlebt haben. Da ließen wir uns nicht zweimal bitten. Angeleitet durch Raftingguides entdeckten wir mit dem Schlauchboot auf der Etsch die am Fluss gegründete und gewachsene Stadt aus neuen Blickwinkeln. Ein unvergessliches Erlebnis. Die Fahrt belohnte uns mit einem unvergleichlichen Panorama Veronas. Mit wohldosierten Erklärungen auf Deutsch und Englisch und einem Halt am alten venezianischen Zoll erhielten wir alle interessanten Informationen zur Geschichte des Flusses und der Flussschifffahrt seit dem Altertum bis heute. Genial!

Am nächsten Morgen wartete schon ein weiteres Highlight auf uns. Wegen der hohen Nachfrage beim Stand-Up-Paddling musste sich die Gruppe am dritten Tag teilen. Ein Bus mit 32 Schülern fuhr bereits früh am Morgen los, um entlang der Küstenstraße an das von Felswänden gesäumte Nordufer des Gardasees zu gelangen. Noch bevor die Ora in Torbole über den See fegte, konnten wir bei Windstille und glasklarem Wasser eine SUP Tour entlang der nördlichen Steilküste unternehmen. Die zweite Gruppe vergnügte sich loopingschlagend im Gardaland. Eine kleinere dritte Gruppe machte sich auf nach Sirmione. Dort besichtigte sie die „Grotten des Catull“ und nahm ein Bad in der „Jamaika Bay“. Der anstehende Schulstress samt Abitur schien auf einmal ganz weit weggerückt zu sein.

Der vierte Tag sollte dann vollständig Bildung und Kultur gewidmet sein. Während sich eine Gruppe nach Mailand, in die Metropole der norditalienischen Lombardei und Hauptstadt der Kunst und Mode aufmachte, war die zweite Gruppe unterwegs in Venedig. Die atemberaubende Serenissima, mit ihren unzähligen Palästen, dem quirligen Treiben auf dem Canale Grande und in den verwinkelten Gassen zog die Teilnehmer in ihren Bann. Die beiden großen Städtetrips waren zwar sehr anstrengend, aber doch für alle ein großartiges Erlebnis.

Am Donnerstag war Gruppentausch. Im Norden des Sees wurde bei nun kühleren Temperaturen, aber dennoch bestem Bergwetter, mit selten guter Fernsicht „geSUPt“ und gewandert. Die Wetterlage ermöglichte diesmal vom Gipfel des Monte Creino aus einen einzigartigen Blick über den Seitenast des ehemaligen Etschgletschers, der in der vergangenen Eiszeit den Lago di Garda geformt hatte. Im Süden des Sees besuchte die zweite Gruppe das Gardaland. Auf beeindruckende Weise neigte sich so auch der letzte Tag am Gardasee dem Ende zu. Unsere Studienfahrt schien langsam aber sicher ein glückliches Ende zu nehmen – wären da nicht noch die letzten Stunden bis zur Abreise und die Rückfahrt gewesen.

Der letzte Abend forderte dann tatsächlich nochmals den vollen Einsatz der gesamten Gruppe. Schon bei unserer Rückfahrt vom Nordufer ins Freizeitcamp San Benedetto mussten wir feststellen, dass nicht nur Einzelne von uns im Laufe des Tages ein übler Magen-Darm Virus befallen hatte, sondern ein Großteil der Bewohner des ganzen Camps an Übelkeit litt. Eine Lebensmittelvergiftung konnte ausgeschlossen werden, aber ein gemeiner Magen-Darm Virus verfolgte uns bis zur Ankunft in Regensburg.

Unter vollem Einsatz Ihrer Kräfte halfen angeschlagene Lehrer und Schüler am Freitag in beeindruckender Weise zusammen und kämpften sich mit Ihren stets zuverlässigen Busfahrern etappenweise über die Alpen zurück nach Regensburg. Unsere Q12ler haben erneut gezeigt, dass sie richtig stark zusammenhalten, wenn es drauf ankommt. Sie erwiesen sich als äußerst verlässliche und starke Gruppe. Das hat Spaß gemacht. Das bevorstehende Abitur dürfte nach diesen Erfahrungen für die nun gestählte Q12 kein Problem darstellen.

Gruppe nach dem SUP am Duotone Surf Center TorboleGruppe nach dem SUP am Duotone Surf Center Torbole © A. Adler