Festliche Vorfreude
In der doch so hektischen Vorweihnachtszeit zur Ruhe kommen und sich ganz den Klängen der Musik hingeben konnten die zahlreich erschienenen Zuhörer - Lehrer, Eltern, Geschwis-ter und Freunde - beim traditionellen Weihnachtskonzert des Von-Müller-Gymnasiums in der Stadtpfarrkirche St. Paul in Königswiesen. Solisten, Chöre und Instrumentalgruppen bo-ten ein abwechslungsreiches und stimmungsvolles Konzertprogramm, das auf das anstehende Weihnachtsfest einzustimmen vermochte.
Für einen schwungvollen Auftakt sorgte gleich zu Beginn das großbesetzte Jazzorchester, das in einer Art Medley schon mal Weihnachtsklassiker anklingen ließ in ganz unterschiedlichen Charakteren, und mit zwei Vokalsolisten - wohl technisch bedingt leider kaum hörbar - das bekannte „Let it snow“ zum Swingen brachte.
Die jüngeren Mitglieder des Unterstufenorchesters und des Unterstufenchores setzten (auch zahlenmäßig und) dynamisch einen wirkungsvollen Kontrapunkt: konzentriert und recht an-sprechend wurde das „Morgen, Kinder“ sowie „Il est né“ musiziert, und sogar auswendig und mit kleinen Bewegungsgesten gestalteten die jungen SängerInnen „So viel schöner“ und „Christmas Lights“ klangschön und sehr genau.
Die beiden beteiligten Bands sorgten mit dem dann doch ein wenig weihnachtlich umgetex-teten „All the things you are“ sowie mit dem bekannten „Dream a little dream of me“ und „Merry Christmas“ für einen wieder ganz anderen klanglichen und stilistischen Akzent.
Beim Holzbläserensemble durfte ein beliebter Weihnachtsklassiker natürlich nicht fehlen: Tschaikowskis Marsch aus der Nussknacker-Suite, pfiffig und überzeugend dargeboten wie auch das alte englische Carol „God rest you, merry Gentlemen“, dessen raffinierte Bearbei-tung auch interessante Klangfarben entstehen ließ. Verhalten interpretierte der große Chor das Coventry Carol entsprechend der textlichen Vorgabe: die Situation kurz vor der von König Herodes veranlassten Ermordung der Kinder in Bethlehem.
Mit Mr. Santa gelang dem Streichorchester zunächst unterhaltende Musik im besten Sinn, bevor zusammen mit dem Holzbläserensemble „schwere Kost“ angesagt war mit Ch. Ives „The unanswered question“: Dank auch der zum besseren Verständnis vorab erläuterten Funktionen und der übertragenen Bedeutung der Instrumentengruppen gelang eine fesselnde und sehr beindruckende Wiedergabe mit schwebenden Streicherklängen, der solistisch eingeworfenen Oboe und den das Chaos darstellenden Bläserklängen. Bravo!
Ausgewählte Chorsätze aus Händels „Messias“ bildeten in gelungener Kooperation (von Sän-gerInnen und InstrumentalistInnen) den festlich-thematischen Abschluss, sehr zur Freude und Erbauung der zahlreichen Zuhörer. Diese bedankten sich für die hervorragenden Darbie-tungen mit lang anhaltendem Applaus, den alle Mitwirkenden ihrerseits dankbar entgegen nahmen als Belohnung für ihre mühevolle Vorbereitungsarbeit.
Einen besonderen Dank sprach Schulleiter OStD R. Krottenthaler extra auch den verantwortlichen Musiklehrern aus.
Text: StWo










