Manuela Pauk

Fotografie der Künstlerin © Zvonimir Ferina
  • Programm: CreArt 3.0
  • Zagreb (Kroatien) 
  • Aufenthalt: 24. April bis 07. Juni 2026
  • Residence-Partnerin: Julia Strohmeier

Manuela Pauk (Zagreb, *1994) ist eine bildende Künstlerin, die vor allem im Bereich der Skulptur und der Rauminstallationen arbeitet. 2018 schloss sie ihr Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in Zagreb ab. In ihrer Arbeit untersucht sie die Schnittstellen zwischen natürlichen und vom Menschen geschaffenen Systemen, häufig durch prozessorientierte und ortsspezifische Werke, die sich mit lokalen Kontexten und handwerklichen Traditionen auseinandersetzen.

Manuela arbeitet hauptsächlich mit den Medien Skulptur und skulpturaler Installation, durch die sie Themen aus der Kunstgeschichte, Weltgeschichte und Biologie erforscht. Ihre künstlerischen Schwerpunkte liegen an den Schnittstellen zwischen Kultur und Natur sowie in der Beziehung zwischen „hoher“ Kunst und Kunsthandwerk. Dies zeigt sich vor allem in der Auswahl ihrer Materialien – Sie verwendet Keramik, Metall, Licht, Klang, Holz, Textilien und Weidenruten. Durch prozessuale Experimente interpretiert die Künstlerin klassische bildhauerische Verfahren neu, immer im Dienste der Gestaltung einer Geschichte. Ihre Skulpturen und Installationen gehen von einem figurativen Ansatz aus, doch in letzter Zeit hat sie begonnen, eine eigene, eher symbolische Bildsprache zu entwickeln.

Manuela plant während ihres Aufenthalts mit den Bürgerinnen und Bürgern von Regensburg in Kontakt zu treten, indem sie eine partizipative Methode anwendet, die sie bei ihrer CreArt-Residenz in Rouen (Frankreich) entwickelt hat. Gemeinsam mit Anwohnerinnen und Anwohnern möchte sie die Flussufer sowie die Umgebung der Residenz erkunden, um Abdrücke zu erstellen, die später zum Gießen eines Kunstwerks verwendet werden. In zwei geleiteten Workshops werden die Teilnehmenden Formen dieser gesammelten Objekte anfertigen und sie aus Naturkautschuk gießen. Das Ergebnis wird ein wachsendes, gemeinschaftliches „Gewebe“ aus Formen sein, das das lokale Ökosystem der Donau widerspiegelt, wie es von seinen Bewohnerinnen und Bewohnern verstanden und erlebt wird. Dabei soll nicht nur das Vorhandene, sondern auch das Abwesende oder in Erinnerung Gebliebene offenbart werden. Dieser praktische, gemeinschaftliche Prozess soll den Dialog und eine tiefere Verbindung zur Umwelt Regensburgs fördern.