neunkubikmeter

Grafik des neunkubikmeter Logos © Miriam König

Informationen zur aktuellen Ausstellung: vis à vis von Frédéric Storup

vis à vis von Frédéric Storup

In der Ausstellung « vis à vis » beschäftigt sich der französische Künstler Frédéric Storup auf autobiografische Weise mit der Beziehung zwischen Menschen und den Objekten in ihrer Umgebung. Ausgangsobjekt dieser Arbeit ist eine wiedergefundene Nudelmaschine auf einem Hof im Piemont, auf dem Frédéric Storup lange Zeit mit seinem Vater lebte. Die ausgestellte Objektlandschaft umfasst folgende Bestandteile:

Assoziative Nachbildung eines Autos

Der Künstler brachte die Nudelmaschine mit einem Auto von Norditalien über Frankreich schließlich mit nach Deutschland, wo er sie in Regensburg reparierte. Als reisendes Objekt wurde die Nudelmaschine für ihn zu einem Sinnbild der Begegnung verschiedener Kulturen und Regionen. Storup empfindet diesen Sachverhalt mit einer Assemblage aus einer Weinkiste und den Bronzeaufsätzen der Nudelmaschine nach. Im Inneren der Assemblage sind zwei Gesichter dargestellt, die sich gegenseitig anblicken und ein Spaghettiglasteller, der mit Farbe aus eingekochtem Blaukraut gemalt wurde.

Pastatrockner/Spaghettibaum

Wie reist ein Rezept? Wann reist ein Witz? Was passiert, wenn man Regensburg als die nördlichste Stadt Italiens wörtlich nimmt?

Bei der Gestaltung des Nudeltrockners respektive des Spaghettibaums ließ sich Frédéric Storup maßgeblich vom Beitrag « spaghetti harvest » des renommierten BBC-Magazins „Panorama“ von 1957 inspirieren. Dieser als Aprilscherz angedachte Kurzfilm, zeigt eine vermeintliche Spaghettiernte in Tessin, bei der die Spaghetti von Bäumen gepflückt werden.

Dazugehörige Objektgruppe

Außerdem zu sehen sind ein Bronzespäneballen auf grünem Tuch, die von den Nudelmaschineaufsätzen stammen, die auf dem piemontesischen Hof gedrechselt wurden, eine Holzscheibe, ein gravierter Bronzeaufsatz, ein handgemachter Audioverstärker mit geätzter Kupferleiterplatte (PCB), ein Katzenhaarfiltzauto, Verpackungsmaterial auf einem Tuch mit Hahnentrittmuster und Keramikeier. Außerdem befinden sich im Schauksten Papier-Prägedrucke, die wie Wolken im Hintergrund erscheinen, im Raum. Sie enstanden aus Experimenten mit handgemachten Leiterplatten mithilfe von Tiefdruck-Werkzeugen in Kooperation mit der lokalen Künstlerin Christina Kirchinger. 

Frédéric Storup nutzte zur Eröffnung der Ausstellung, handgemachte Sampler, um sein Werk akustisch zu untermalen. Gleichzeitig wurde gemeinsam eine Nudelsuppe gegessen, die der Künstler selbst zubereitet hatte. Die Nudeln der Suppe hatte der Künstler zuvor eigenhändig gefertigt und in die Form alchemistischer Symbole sowie japanischer Emoticons gebracht.

Weitere Informationen zur den aktuellen sowie ehemaligen RAiR Kunstschaffenden stehen hier zur Verfügung: 


Hintergrundinformationen zum neunkubikmeter

Die ganze Welt in „neunkubikmeter“!

Seit 2021 wird der Schaukasten Nummer 4 mitten in der Pustetpassage vom Kulturamt der Stadt Regensburg als temporärer Kunst-, Kultur- und Ideenraum genutzt. Zahlreiche lokale aber auch Gast-Kunstschaffende haben die Schaukastengalerie „neunkubikmeter“ schon bespielt.

Mittlerweile präsentieren hauptsächlich Gast-Künstlerinnen und Gast-Künstler, die im Rahmen von „RAiR“ nach Regensburg gekommen sind, am Ende ihrer Residence ihre Kunst, die sie in Regensburg entwickelt haben, im „neunkubikmeter“.

Fotografie – Der leere Schaukasten „neunkubikmeter“ in der PustetpassageSchaukasten „neunkubikmeter“ © Stadt Regensburg, Bilddokumentation