Anastasiia Leliuk
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Anastasiia Leliuk- Programm: CreArt 3.0
- Kiew (Ukraine)
- Aufenthalt: 30. Oktober 2025 bis 19. Dezember 2025
- Residence-Partner: Prof. Dr. Walter Koschmal
Anastasiia Leliuk (Luhansk, *1997) ist eine multidisziplinäre ukrainische Künstlerin, die in Kiew lebt.
Als Künstlerin arbeitet Anastasiia hauptsächlich mit Malerei, Skulptur, Fotografie und Installation, wobei sie gelegentlich auch andere experimentelle Elemente wie Video, Ton, Performance und interaktive Prozesse einbezieht. Ihre Arbeiten reflektieren Verletzlichkeit, Verlust, Utopien und die Mythologisierung des Unbekannten, indem sie Erkundungen persönlicher und lokaler Geschichten aktivieren, darunter zeitgenössische Erfahrungen von Krieg, Vertreibung und damit verbundenen Traumata. Sie hat an zahlreichen Residenzen und künstlerischen Programmen in der Ukraine und im Ausland teilgenommen und ihre Werke wurden in der Ukraine sowie in Großbritannien, den Niederlanden, Frankreich, Österreich, Polen und Japan ausgestellt.
Sie hat einen BFA-Abschluss der Nationalen Akademie der Bildenden Künste in Kiew, einen BA-Abschluss der IAE Metz School of Management in Metz, Frankreich, sowie Zertifikate in Zeitgenössischer Kunst und Gedenkkultur und Erinnerungsarbeit der Kiewer Akademie für Medienkunst.
Am Ende ihres Aufenthalts realisierte die Ukrainerin eine Ausstellung in der Schaukastengalerie neunkubikmeter, in der sie sich mit der Geschichte der Ganghofersiedlung im Süden der Stadt auseinandersetzte. Nach Kriegsende wurde die Siedlung vom Flüchtlingswerk der UNO zur Unterbringung von etwa 6.000 „displaced persons“, unter anderem einer Vielzahl von Ukrainerinnen und Ukrainern, vorübergehend beschlagnahmt. Anastasiia Leliuk beschäftigte sich vor allem mit der Geschichte von Flucht und Unterbringung dieser Menschen. Für ihr Projekt hat sich Anastasiia Leliuk bei dem emeritierten Professor für Slavische Literatur- und Kulturwissenschaft Dr. Walter Koschmal über die historischen Hintergründe der Ganghofersiedlung beraten lassen.


