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Baufeldfreimachung

Abbruch Prinz-Leopold-Kaserne (C) Stadt Regensburg
Abbrucharbeiten an der Prinz-Leopold-Kaserne © Stadt Regensburg

Der Stadtrat hat im Februar 2020 die Baufeldfreimachung des gesamten Areals beschlossen. Damit ist die Grundlage für das neue Quartier geschaffen. Auf dem Gelände werden 37 Gebäude bis Ende 2023 abgerissen.

Seit März 2021 werden 37 Gebäude mit einer Gesamtfläche von 175.000 m³, 51.000 m² befestigte Fläche, 14 km nicht mehr nutzbare Leitungen sowie unterirdische Anlagen zurück gebaut. Beim Abbruch und der weiteren Entwicklung besitzt die Schonung des vorhandenen Baumbestandes hohe Priorität und wird analog zur Baumschutzverordnung der Stadt Regensburg durchgeführt. 

Kampfmittelräumung

Ein wichtiges Thema beim ehemals militärisch genutzten Gelände ist die Kampfmittelräumung und gleichzeitige Berücksichtigung  der Archäologie. 

Bisher wurden drei Blindgängerverdachtspunkte identifiziert, die jedoch ausgeräumt werden konnten, ohne eine Evakuierung im Umkreis zu veranlassen. Die Größe der Kampfmittelverdachtsfläche erfordert jedoch ein zeitlich und finanziell aufwändiges Räumkonzept für die  Volumenberäumung. Auch Altlasten wurden in höherem Maße vorgefunden und Kontaminationsverdachtsflächen mussten entsprechend bearbeitet werden. 

Recycling von Abbruchmaterialien

Für das unbelastete bzw. nur gering belastete Abbruchmaterial (Beton-Recyclingmaterial) wurden geeignete Weiterverwendungsmöglichkeiten geprüft. Das Material wird beispielsweise für den Unterbau oder für Auffüllungen im Brücken-, Straßen- und Ingenieurbau eingesetzt.

Bis 2022 wurden 5000 Kubikmeter Betonmaterial aufbereitet und als Zuschlagstoffe für Recyclingbeton eingesetzt. Der Weg zum Einsatzort war nicht weit: Das Material wird für den neuen Sportpark Ost verwendet. Weitere 5000 Kubikmeter wurden als Frostschutzmaterial beim städtischen Straßen- und Radwegneubau genutzt. 10.000 Kubikmeter werden außerdem als Dammschüttung für den Hochwasserschutz eingesetzt.

Einzelne Baustoffe werden im Rahmen des Projektes „Nachhaltiges Bauen / Zirkuläres Bauen“ zum Ausbau von Parkettböden und zur Weiterverwendung in Neubauten eingesetzt.

Die Wiederverwendung des Materials ist somit nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht vorteilhaft, sondern auch unter ökologischen und nachhaltigen Gesichtspunkten besonders sinnvoll und begrüßenswert.