Zerstört, gefunden, geborgen?

Die Gründungsurkunde der jüdischen Synagoge Regensburg - Ausstellung im Historischen Museum von 13. März bis 14. Juni 2026

Fotografie - Gründungsurkunde Synagoge © Bilddokumentation Stadt Regensburg

Im Stadtarchiv Regensburg ist beim Umzug in die Räumlichkeiten des neuen Zentraldepots ein lange verschollen geglaubtes Dokument wieder aufgetaucht: die Gründungsurkunde der jüdischen Synagoge am Brixener Hof, die im Jahr 1912 eingeweiht wurde. Sie wurde kurz vor dem Abschluss der Bauarbeiten dort eingemauert. Bei den Abbrucharbeiten nach der Zerstörung der Synagoge in der Reichspogromnacht 1938 wurde die Urkunde aufgefunden und laut Eintrag in den Inventarbüchern in den Bestand der Museen der Stadt Regensburg aufgenommen. Im Jahr 1953 wurde sie ins Stadtarchiv transferiert, das damals noch mit den städtischen Museen in einer Dienststelle zusammengefasst war.

In einer Studioausstellung im Historischen Museum wird die restaurierte Urkunde gezeigt und die Geschichte ihre sensationelle Wiederauffindung, ergänzt durch weiterführende Informationen zu ihren damaligen Unterzeichnern, erläutert und zeitgeschichtlich eingeordnet. Die Urkunde wird der Jüdischen Gemeinde Regensburgs restituiert.

Ausstellung im Historischen Museum von 13. März bis 14. Juni 2026
(Freitag, Samstag, Sonntag, 10.00 Uhr – 16.00 Uhr)